Michael Frey war jahrzehntelang Chauffeur, Vertrauter, Freund und Bodyguard der Kölner Bürgermeister. Kurz vor seinem 58. Geburtstag starb er.
HerzinfarktStadt Köln trauert um ihren OB-Fahrer Michael Frey

Michael Frey auf einem Selfie
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Michael Frey, langjähriger Fahrer von Kölner Oberbürgermeistern und Bürgermeistern, ist tot. Wie der „Express“ berichtet, wurde sein Tod am Donnerstag (16. Juli) festgestellt. Zwei Tage später hätte er seinen 58. Geburtstag gefeiert. Frey erlitt einen Herzinfarkt. Ein Freund fand ihn tot im Bett.
Frey war jahrzehntelang als Fahrer für die Stadt Köln tätig. Er chauffierte Oberbürgermeister, Bürgermeister und Dezernenten zu ihren Terminen. Extra für ihn wurde ein Dienst-Toyota umgebaut: Die Sitzschiene wurde bis zur Rücksitzbank verlängert, damit er fahren konnte. Schon lange hatte Frey Herzrhythmusstörungen.
Frey und Scho-Antwerpes verfolgten Dieb
Eine Episode aus dem Jahr 2011 machte Frey bekannt: Er half der damaligen Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, einen Handtaschendieb zu fassen. „Plötzlich hörte ich Hilfeschreie und sah, dass ein Mann einer Frau die Handtasche weggerissen hatte und weglaufen wollte“, erzählte Scho-Antwerpes dem „Express“ damals. Die beiden jagten den Mann in eine Sackgasse. Die Polizei nahm ihn fest. Scho-Antwerpes sagte damals: „Ohne Herrn Frey hätte ich das nie geschafft. Ihm gebührt der Dank.“

Michael Frey und Elfi Scho-Antwerpes 2011 nach der erfolgreichen Räuberjagd in der Altstadt. Sie sagt rückblickend: „Wir waren ein tolles Team.“
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Josef Rayes, Gastronom im Rathaus-Restaurant „Consilium“, kannte Frey seit vielen Jahren. Er schrieb in den sozialen Medien: „Ich bin sehr, sehr traurig. Er war ein lieber Kerl und ein guter Freund von mir.“
Auch Scho-Antwerpes (73) trauert um ihren ehemaligen Fahrer. Mit ihm hatte sie oft sieben Tage die Woche über mehr als zehn Jahre zusammengearbeitet. Sie sagte: „Er war immer für mich da und nie krank. Vor wenigen Tagen hatten wir noch telefoniert, wollten uns auf einen Kaffee treffen. Ich hatte ihm meine Glückwünsche zum Geburtstag auf die Mailbox gesprochen, aber keine Antwort erhalten. Es tut mir so leid.“ (red)