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Gestank und DreckMüllcontainer können in Buchheim wegen Falschparkern nicht geleert werden

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Weil falsch parkende Autos den Zugang versperrt haben, konnte die AWB wochenlang nicht die Müllcontainer in der Wuppertaler Straße leeren.

Weil falsch parkende Autos den Zugang versperrt haben, konnte die AWB wochenlang nicht die Müllcontainer in der Wuppertaler Straße leeren.

Weil falsch parkende Autos den Zugang versperren, kann die AWB  oft wochenlang die Müllcontainer in der Wuppertaler Straße nicht leeren.

Für die Anwohner der Wuppertaler Straße in Buchheim ist es ein Dauerärgernis. Immer wieder sammele sich Müll zwischen den Einwurfsäulen der Unterflurcontainer, bei denen die Müllbehälter in der Erde eingelassen sind. „Wenn die Container voll sind, wird der Müll daneben gestellt“, sagt Edessa Sprinkmeier. Sie und ihr Mann sind 2023 in eine Wohnung des Wohnungsunternehmens Vivawest in der Wuppertaler Straße gezogen. Seitdem sei es immer wieder vorgekommen, dass die Unterflurcontainer wegen falsch geparkter Autos nicht von der AWB geleert werden können und sich Müllberge ansammeln. Auch Kakerlakenbefall habe es deshalb gegeben.

Doch im Juli sei die Lage eskaliert: Vier Wochen lang konnten die Container nicht geleert werden, berichtet das Paar. Der Müll habe sich um die Einwurfsäulen getürmt, Tiere seien an die Tüten gegangen, hätten den Müll so in der Straße verteilt. „Es waren teils 40 Grad, das war eklig und hat gestunken“, sagt Edessa Sprinkmeier, „wir konnten nicht mehr lüften.“ Jona Sprinkmeier fügt hinzu: „Es ist unschön, ja. Aber die wirklichen Probleme sind der Geruch, die Hygiene, die Umweltverschmutzung und die Gefahr für die Tiere.“

Der Müll häuft sich um die Container in Buchheim.

Der Müll häuft sich um die Container in Buchheim.

Köln-Buchheim: Volle Müllcontainer sorgen für Ärgernis

Die AWB sagte auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Probleme in der Wuppertaler Straße bekannt seien. Die Unterflurcontainer hätten nicht geleert werden können, weil sie mit speziellen Sammelfahrzeugen angefahren und mit einem Ladekran angehoben werden müssten. „Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Leerung ist, dass die Zufahrt und der Arbeitsbereich rund um die Container freigehalten werden.“

Deshalb gilt für bestimmte Zeiten rund um die Container ein Parkverbot. In der Vergangenheit ist es aber laut AWB wiederholt vorgekommen, dass trotzdem Autos abgestellt wurden. „Dadurch konnten die AWB-Fahrzeuge die erforderlichen Sicherheitsstützen nicht ausfahren beziehungsweise die Container nicht mit dem Kran erreichen“, erklärt die AWB. „In solchen Fällen ist eine Leerung aus Sicherheitsgründen nicht möglich, was zu Verzögerungen bei der Entsorgung führen kann.“

Edessa und Jona Sprinkmeier haben für die Situation der AWB Verständnis. Trotzdem sind sie frustriert. Sie hätten mehrfach das Ordnungsamt gerufen, in der Hoffnung, dass die Autos abgeschleppt oder Bußgelder verhängt werden. Auch der AWB und Vivawest hätten sie  mehrfach angeschrieben, aber bisher nichts erreicht.

Müllcontainer können wegen Falschparker nicht geleert werden

„Es ist kein Zustand. Ich wünsche mir Unterstützung von den Vermietern und dass eine langfristige Lösung gefunden wird“, sagt die Anwohnerin. Die Stadt Köln gibt an, dass das Ordnungsamt den ruhenden Verkehr vor Ort überwache und entsprechende Verstöße ahnde. Eine nachhaltige Verbesserung könne aber laut Stadt primär durch eine konsequente Freihaltung der Flächen sowie eine Sensibilisierung der Anwohnenden erreicht werden. „Die Wohnanlage verfügt über einen Hausmeister, der vor Ort auf Anwohnende einwirken und gegebenenfalls auf die notwendige Freihaltung der Zufahrt hinweisen und den Abschleppdienst anrufen kann.“

Vivawest betont auf Anfrage dieser Zeitung, dass das Unternehmen nicht Eigentümer der Müllstellplätze, sondern nur Mitnutzer sei. An und für sich biete das Unterflurmüllsystem laut Wohnungsunternehmen einige Vorteile: „Platzersparnis, ein größeres Sammelvolumen, Komfort für die Nutzer sowie – bei ordnungsgemäßer Nutzung – eine verbesserte Hygiene.“

Trotzdem sei das Thema immer wieder Grund für Ärgernis: „Wir bemühen uns seit Längerem,  den illegalen Sperrmüllablagerungen sowie dem achtlosen Abstellen von Mülltüten neben den Containern Herr zu werden“, teilt Vivawest mit, „in diesem Zusammenhang sensibilisieren wir unsere Mieter laufend, sind jedoch sicher, dass die Verursacher sich auch außerhalb unserer Mieterschaft befinden.“

Aus Sicht der AWB und Vivawest könne das nur erreicht werden, wenn die Flächen vor den Unterflurcontainern dauerhaft freigehalten werden, zum Beispiel durch eine markierte Parkverbotszone. In der Regel errichtet die Stadt solche Parkverbotszonen.

Edessa und Jona Sprinkmeier haben das Gefühl, dass die Verantwortung immer wieder hin- und hergeschoben wird, und wünschen sich eine langfristige Lösung, damit nicht wieder eine Situation wie im Juli entsteht.