Bis zu 41 Tonnen Müll sammelten AWB-Mitarbeitende an den bisherigen Spitzenwochenenden dieses Sommers aus den Kölner Grünflächen auf.
41 Tonnen eingesammelt80 Prozent mehr Müll in Kölner Parks nach heißen Juli-Wochenenden

Heiße und lange helle Abende verbringen Kölner gerne in Parks – zurück bleibt mehr Müll als sonst: Ein Team der „Picknickreinigung“ sammelt ihn auf.
Copyright: AWB Köln GmbH
Die Mitarbeitenden der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) haben in diesem Sommer besonders viel zu tun: 80 Prozent mehr Müll als an durchschnittlichen Sommerwochenenden haben sie nach den vorigen heißen Wochenenden in den Kölner Parks eingesammelt.
Im Juli gab es schon viele lange, warme und helle Sommernächte. AWB-Sprecherin Cordula Beckmann sagt: „Das bedeutet eben auch viel Abfall.“ Sonst sammeln die Mitarbeitenden an Sommerwochenenden im Schnitt 23 Tonnen Müll ein, am heißen Pfingstwochenende waren es schon 28 Tonnen (wir berichteten), an den Spitzenwochenenden im Juli nun bis zu 41 Tonnen Abfall. Zur Veranschaulichung: Die Menge entspricht dem Gewicht einer Rotte von 500 Wildschweinen.
Diesen Sommer werden die Schichten der Mitarbeitenden weiter arbeitsreich bleiben, darauf bereiten die AWB sich vor: Auch kommenden Samstag und Sonntag startet ab sechs Uhr früh die „Picknickreinigung“. Seit 2007 sorgen diese Teams dafür, dass beliebte Grünflächen in Köln sauber bleiben. 56 Mitarbeitende sind dann auf rund 60 Grünflächen im Einsatz. Beckmann sagt: „Die größte Herausforderung stellen dabei Glasscherben, Kronkorken und Zigarettenkippen dar.“
Kommendes Wochenende werden auch wieder Grill-Scouts in ihren orangefarbenen Shirts durch die Kölner Parks laufen. Von 14 bis 20 Uhr sprechen sie Grillende an, weisen auf Entsorgungsmöglichkeiten hin und verschenken Müllbeutel.
16 Millionen Euro für die Beseitigung von Müll im Jahr
Die Stadt Köln informiert auf ihrer Webseite: „Uns alle kostet das Beseitigen von weggeworfenem Müll viel Geld, in Köln jährlich rund 16 Millionen Euro. Dafür gäbe es bei Weitem eine sinnvollere Verwendung.“ Dort nennt sie auch die Höhe von Bußgeldern: Die Verunreinigung und Verunstaltung der öffentlichen Flächen ist eine Ordnungswidrigkeit, die Täter 35 bis 510 Euro kosten kann, die zweckwidrige Nutzung von Abfallbehältern 30 bis 500 Euro und Grillen in nicht zugelassenen Bereichen 35 bis 300 Euro.
Die AWB gibt fünf Tipps und Regeln zum Grillen in Kölner Parks:Mehrwegverpackungen nutzen; sicher gehen, dass Grillen in dem jeweiligen Park wirklich erlaubt ist; eigene Mülltüten mitnehmen und Entsorgungsangebote vor Ort nutzen. Abfall gehört in die aufgestellten Behälter, Grillkohle in die separaten Grillasche-Behälter. „Sind diese voll, ist der Weg zum nächsten meist nicht weit.“ (juh)
