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Nach acht JahrenDefekte Rolltreppe am Wiener Platz soll bis Ende 2026 erneuert werden

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Baustelle rund um eine Rolltreppe am Wiener Platz

So sah die Baustelle an der Rolltreppe zwischen Wiener Platz und der Buchheimer Straße noch vor Karneval aus. Inzwischen ist der Bauzaun wieder abgebaut worden.

Seit 2018 ist die Rolltreppe an der Unterführung zur Buchheimer Straße außer Betrieb. Probleme bei der Entwässerung haben laut Stadt zu Verzögerungen geführt.

Die Rolltreppe an der Unterführung vom Wiener Platz zur Buchheimer Straße, die seit 2018 außer Betrieb ist, soll bis Ende 2026 ausgetauscht werden. Das teilte die Stadt auf Anfrage mit.

„Die entsprechenden Beschlüsse liegen vor und die Finanzierung ist bereits gesichert“, heißt es von der Stadt. Die Rolltreppe werde von den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) im Auftrag der Stadt erneuert. Probleme bei Entwässerungsleitungen hätten jedoch zu einer „deutlichen Projektverzögerung“ geführt, so die Stadt.

Probleme mit Entwässerungsleitung

Die Entwässerung der Fußgänger-Rampe zur Buchheimer Straße und der Rolltreppengrube funktioniert demnach nicht mehr über die Leitung, die in der Betonbodenplatte verbaut sind. „Nach umfangreichen und leider fehlgeschlagenen Versuchen, die Leitung gängig zu machen beziehungsweise eine Rohrsanierung vorzunehmen, ist es nun erforderlich, eine neue Entwässerungsleitung einzubauen“, wie die Stadt mitteilt.

Die im Jahr 1990 errichtete Rolltreppe musste im Juli 2018 aufgrund ihres schlechten Zustands stillgelegt werden. Daraufhin hatte die Bezirksvertretung Mülheim 2019 einstimmig einer Vorlage der Verwaltung für einen Neubau der Rolltreppe zugestimmt. Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger hatte die Stadt bereits 2022 von Problemen mit der Leitung gesprochen. Damals kündigte sie an, dass die Rolltreppe bis 2023 wieder laufen soll, sofern kein Austausch der Leitungen erforderlich ist.

Bauarbeiten haben Ende 2025 begonnen

Im September 2023 hatte die Fraktion Die Linke in der Bezirksvertretung Mülheim einen Antrag für den Rückbau der Rolltreppe gestellt, da die Rolltreppe „schon jahrelang außer Betrieb“ sei. Dieser wurde mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt. Der damalige Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs (SPD) und die SPD-Fraktion hatten sich für den Erhalt der Rolltreppe ausgesprochen, weil die Fußgänger-Rampe zur Buchheimer Straße für mobilitätseingeschränkte Menschen zu steil sei.

Inzwischen scheint man einen Schritt weiter zu sein: Laut Stadt haben die Bauarbeiten Ende 2025 begonnen. Aktuell soll ein sogenannter Pumpensumpf eingebaut werden, in dem das Wasser gesammelt und dann abgepumpt wird. Im Zuge der Bauarbeiten ist laut Stadt jedoch ein neues Problem aufgetaucht. Demnach wurde festgestellt, „dass die Situation vor Ort sich erheblich von den Bestandsplänen unterscheidet“. Die Planung müsse deshalb angepasst werden.

Austausch der Rolltreppe soll 500.000 Euro kosten

Kurz vor Karneval wurde der Bauzaun rund um die Rolltreppe wieder abgebaut und der vom Plaster befreite Gehweg mit Sand und Kies zugeschüttet. Nach einer Freigabe der Planungen sollen die Arbeiten im März fortgeführt werden. Der Einbau der neuen Treppe ist ab Mitte des Jahres geplant.

Die Stadt rechnet für die geplanten Maßnahmen und den Austausch der Rolltreppe insgesamt mit Kosten in Höhe von 500.000 Euro. Seitens der Verwaltung werde versucht, Sperrzeiten und Einengungen durch die Baustelle so gering wie möglich zu halten.