Das „Disc Golf Syndikat“ Weidenpesch sucht Mitglieder. Für den Mix aus Frisbee und Golf wird dienstags trainiert. Die fliegenden Scheiben werden gestellt.
Anlage in WeidenpeschDiscgolfer suchen noch Verstärkung

Benedikt Pöpsel schleudert die Disc, die an eine Frisbee-Scheibe erinnert.
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100 Meter hat er locker drauf. Und wenn es besonders gut geht, wirft er die Scheibe auch mal auf 120 Meter. Benedikt Pöpsel ist Discgolfer. Er ist Mitglied im Disc Golf Syndikat und trainiert auf der Bezirkssportanlage Weidenpesch. Discgolf ist wie Golf, nur statt Ball mit Scheibe. Gespielt wird auf einem Parcours. Es geht darum, die Scheibe mit möglichst wenigen Würfen auf einem Ziel-Teller „einzulochen“. Der Teller-Korb steht auf einem Rohr unterhalb eines Korb-Geflechts aus Ketten. Fliegt die Scheibe gegen diese Ketten, nehmen sie das Tempo aus dem Wurfgerät und es trudelt im besten Falle auf den Teller in den Korb. Ziel erreicht.

Benedikt Pöpsel wirft eine Discgolf-Scheibe in ein Kettengeflecht.
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Das Syndikat ist mit 24 Mitgliedern der größere der beiden ortsansässigen Vereine. Die Mitgliederzahl des anderen Klubs „Kettenjeklüngel“ schätzt Pöpsel auf 15. Die Zahlen seien ausbaufähig, sagt er und lädt ein, dienstags um 18.30 Uhr einfach mal beim Training dabei zu sein. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich, Scheiben würden gestellt.
Fünf Körbe auf dem Platz
Die sind im Übrigen beim Discgolf eine Wissenschaft für sich. Beim Golf gibt es für die unterschiedlichen Spielsituationen spezielle Schläger. Beim Discgolf gibt es unterschiedliche Scheiben. Driver sind solche, mit denen man große Distanzen überwindet. Putter werden verwendet, wenn man aus kurzer Entfernung die Scheibe „versenken“ möchte. Pöpsel hat rund 20 Scheiben in seiner Sporttasche. Sie sind unterschiedlich hart und die Ränder sind sehr flach oder eher wulstig. Das wirkt sich auf die Flugeigenschaften aus. Eine Scheibe mit flachem Rand etwa nimmt deutlich mehr Tempo auf.

Die Tasche mit den Discgolf-Scheiben.
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Der Discgolf-Parcours in Weidenpesch hat fünf Körbe. Platz für 18 Körbe in größeren Abständen gibt es in der Großstadt nicht. Das „Syndikat“ träumt von einer Anlage im Äußeren Grüngürtel. Da wären Politik und Verwaltung gefragt. Deutlich bessere Bedingungen mit anspruchsvolleren Parcours gibt es, laut Pöpsel, in Iserlohn, Hemer und Fröndenberg. Es wird sogar in Wäldern gespielt. „An Baumgruppen vorbei zu spielen, ist natürlich eine besondere Herausforderung.“
Auf den größeren Parcours läuft man pro Runde schon mal zehn Kilometer zu Fuß. Das ist in Weidenpesch anders. Da sind die Distanzen standortbedingt deutlich kürzer. Pöpsel wirbt für die Mitgliedschaft im „Syndikat“. Es gibt Vorteile, wenn man sich zu Turnieren anmelden möchte.

Seit neuestem gibt es auch eine Discgolf-Anlage im Sportpionierpark in Raderberg.
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Seit ein paar Wochen kann man sich auch im Sportpionierpark in Raderberg im Discgolf versuchen. Da begegnet man den Körben aber noch mit Befremden. Bei einer nicht repräsentativen Befragung reichen die Antworten von „Keine Ahnung“ bis zu „Nistkästen für Vögel?“. Da gilt es für das „Syndikat“ noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

