Empfang im RathausEhrenpräsident des Zentral-Dombau-Vereins als genialen Fundraiser geehrt

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Die beiden blicken in die Kamera vor einem hellen Hintergrund.

Henriette Reker empfing Michael H.G. Hoffmann, den Ehrenpräsident des Zentral-Dombau-Vereins, im Historischen Rathaus.

Michael H. G. Hoffmann hatte unter anderem mit Erfolg darum geworben, dass Bürger ihren Nachlass dem Verein vermachen.

„So monumental wie der Dom ist die Aufgabe, ihn zu erhalten“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Freitag bei dem Empfang, den sie für Michael H. G. Hoffmann, Ehrenpräsident des Zentral-Dombau-Verein (ZDV) zu Köln von 1842, gab. 14 Jahre lang, von Oktober 2004 bis Oktober 2018, hat Hoffmann als 13. Präsident die Geschicke des Vereins geleitet und maßgeblich zu Erhaltung der Kathedrale beigetragen. Anlass für den nachträglichen Empfang war sein 75. Geburtstag, den er am 12. November gefeiert hatte.

Ob als Mitglied der Ehrengarde der Stadt Köln und der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft oder als Angehöriger des Kuratoriums der Philharmonie – Hoffmann sei vielfältig engagiert, sagte Reker, doch das „eigentliche Lebenswerk“, durch das er den Kölnern und Kölnerinnen im Gedächtnis bleibe, sei „die Leidenschaft und der Einsatz für den Dom“. In seiner Amtszeit als Präsident habe sich die Zahl der ZDV-Mitglieder nahezu verdoppelt: Sie stieg von 9500 auf 17.600. Besonders beeindruckend sei, dass Hoffmann systematisch und mit Erfolg dafür geworben habe, dass Kölner Bürger und Bürgerinnen ihren Nachlass dem ZDV vermachen.

Kölner Verein stemmt Großteil der Erhaltungskosten des Doms

„So einen Fundraiser wünsche ich jeder gemeinnützigen Organisation“, sagte die Oberbürgermeisterin. Allein die Ressourcen, die jährlich für die Westfassade aufgebracht werden müssen, seien enorm. Von den durchschnittlich sieben Millionen Euro, die pro Jahr für die Erhaltung des Doms nötig sind, steuert der Verein 60 Prozent bei. Am Empfang nahmen unter anderem auch Dombaumeister Peter Füssenich, Domdechant Robert Kleine und Hoffmanns Frau Brigitte teil.

Obwohl er seit einigen Jahre nur noch Ehrenpräsident sei, „scheint es, dass man sich meiner erinnert“, dankte der 75-Jährige für den Empfang. Seine Tätigkeit für den Verein, auf dessen Überkonfessionalität und Unabhängigkeit er großen Wert gelegt habe, sei nur dank der guten Zusammenarbeit vieler Beteiligter möglich gewesen, darunter die Mitarbeitenden des ZDV und der Dombauhütte sowie des Domkapitels. Nicht nur durch Erbschaften, sondern auch mit Patenschaftsprogrammen für Restaurierungsprojekte hätten sich zusätzliche Finanzquellen erschließen lassen, sagte Hoffmann.

Michael H.G. Hoffmann trägt sich in das Gästebuch der Stadt Köln ein, Reker steht hinter ihm am Tisch.

Michael H.G. Hoffmann trägt sich in das Gästebuch der Stadt Köln ein.

Mit Figurenpatenschaften für den Kölner Dom begann das Spendensammeln

Begonnen habe es mit Patenschaften für einzelne Figuren am Michaelsportal. Zu seinem Beitrag zum Erhalt des Doms sagte er: „Danke, dass ich das machen durfte.“ 1947 in Hildesheim geboren, begann Hoffmann 1964 eine Banklehre bei der Commerzbank. Nach beruflichen Stationen in Düsseldorf, Antwerpen, Dortmund und Amsterdam kehrte er 1993 nach Köln zurück und übernahm die Geschäftsleitung der hiesigen Gebietsfiliale der Commerzbank. 2019 wurde ihm für seine Verdienste „um das Wohl und das Wachstum der Kirche“ der päpstliche Gregoriusorden verliehen.

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