Currenta und Bayer beteiligen sich an Aktionen rund um den Holocaust-Gedenktag und der Gedenkwoche.
„#WeRemember“Chempark-Mitarbeiter in Leverkusen zeigen ihr Gesicht zum Holocaust-Gedenktag

Das Junge Schauspiel des Düsseldorfer Schauspielhauses bringt in „Blinde Kuh mit dem Tod“ ein Stück, das den Holocaust thematisiert, auf die Bühne des Erholungshauses.
Copyright: David Baltzer
Leverkusener Chempark-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern zeigen zur Holocaust-Gedenkwoche Gesicht und beteiligen sich an einer Fotoaktion. Chempark-Betreiber Currenta macht aus dem Mitarbeiterfotos eine Collage, die während der Holocaust-Gedenkwoche ab dem 20. Januar auf Plakaten an den Chempark-Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld zu sehen sein werden.
Die Fotoaktion ist eingebettet in die Kampagne „#WeRemeber“, einer Aktion die 2016 der World Jewish Congress (WJC) in Zusammenarbeit mit der Unesco ins Leben gerufen hat. Dafür teilen Menschen Fotos mit dem Hashtag „#WeRemember“ und besuchen Veranstaltungen und nehmen Bildungsangebote dazu wahr. Auch Currenta sowie Bayer über die „Hans und Berthold Finkelstein Stiftung“ unterstützen die Kampagne. Der Bayer-Konzern hatte die Stiftung vor wenigen Jahren gegründet, um sich unter anderem mit der eigenen Rolle, beziehungsweise der Rolle der Bayer-Vorläuferin I.G. Farben in der NS-Zeit auseinanderzusetzen. Ein Prozess, gegen den sich das Unternehmen jahrzehntelang gesträubt hatte.
Ziel ist es, die Erinnerungen an die Opfer des Holocaust wachzuhalten und ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Hass zu setzen
„Ziel ist es, die Erinnerungen an die Opfer des Holocaust wachzuhalten und ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Hass zu setzen“, heißt es dazu von der Stiftung. Die Stiftung unterstützt dafür Veranstaltungen und Aktivitäten dazu in Leverkusen, Weimar, Monheim, Dormagen, Wuppertal und Berlin. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können an zweistündigen virtuellen Liveführungen über das Gelände der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau teilnehmen. „Auschwitz – In Front of your eyes“ heißt das Angebot, das die Auschwitz-Foundation ins Leben gerufen hat.
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Dazu gibt es die Möglichkeit für Bayer-Mitarbeiter, das „Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ in Weimar zu besuchen. An den Standorten in Dormagen und Wuppertal war zudem die Ausstellung „Die I.G. Farben – wirtschaftliche Absicherung, Zusammenarbeit mit dem NS-Regime, schwierige Erinnerung – Dokumente aus dem Bayer Archiv“ zu sehen, die zuvor in der Konzernzentrale in Leverkusen gestanden hatte.
Ein Angebot für die Öffentlichkeit ist „Blinde Kuh mit dem Tod“. Das Junge Schauspiel des Düsseldorfer Schauspielhauses bringt das Stück am 4. Februar, 18 Uhr, und am 5. Februar, 10 Uhr, auf die Bühne des Erholungshauses. Es geht um die Erinnerungen von vier jüdischen Kindern vor und während des Zweiten Weltkrieges. Das Stück ist gedacht für Jugendliche ab 14 Jahren. Karten gibt es online, Schulen können sich unter finkelstein.stiftung@bayer.com anmelden.

