Abo

„Die Königin verraten“Donald Trump wettert gegen Prinz Harry – droht unverhohlen mit Abschiebung

Lesezeit 3 Minuten
Prinz Harry und Meghan Markle bei den Invictus Games 2023 in Düsseldorf.

Prinz Harry und Meghan Markle bei den Invictus Games 2023 in Düsseldorf. (Archivbild)

Donald Trump ist kein Fan von Prinz Harry und seiner Frau Meghan. Auf einer Konferenz teilte er erneut gegen den Sohn von König Charles aus.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, dass er sich vorstellen könnte, Prinz Harry im Falle seiner Wiederwahl als US-Präsident des Landes zu verweisen. Das sagte er in einem Interview „Daily Express US“ am Rande der „Conservative Political Action Conference“-Konferenz (CPAC) in Washington D.C.

Trump wetterte gegen den Herzog von Sussex und seine Frau und betonte, dass er ihn „im Gegensatz zu Joe Biden“ nicht schützen werde. Diese Äußerungen erfolgten einen Tag nach Harrys Auftritt vor Gericht, bei dem es um den Wahrheitsgehalt seiner Angaben über früheren Drogenkonsum in seinen Einwanderungsunterlagen ging – ein Thema, das er selbst in seiner Autobiografie „Spare“ angesprochen hatte.

Der Rechtsstreit wurde laut der BBC von der Heritage Foundation angestrengt, die argumentiert, dass nach dem US-Einwanderungsgesetz früherer Drogenkonsum ein Grund für die Verweigerung eines Visums sein kann. Trump kritisierte die Biden-Administration für ihre vertrauliche Behandlung von Harrys Einwanderungsantrag und betonte, dass Harrys Handlungen, insbesondere sein angeblicher „Verrat an der Königin“, unverzeihlich seien.

Alles zum Thema Royals

Trump, der sich derzeit im Vorwahlkampf um die republikanische Präsidentschaftskandidatur befindet, fügte hinzu, dass die königliche Familie zu nachsichtig mit Harry gewesen sei. In einem Interview mit „Good Morning America“ hatte Harry zuvor erwähnt, dass er erwogen habe, die US-Staatsbürgerschaft zu beantragen, und erklärt, dass er nach der Krebsdiagnose seines Vaters sofort zu König Charles gereist sei.

Prinz Harry: Hohe Vergleichssumme vor Gericht

Zuletzt hatte Prinz Harry unter anderem mit dem letzten Teil seiner Klage gegen den Verlag der britischen Zeitung „Daily Mirror“ wegen des Abhörens von Telefongesprächen für Schlagzeilen gesorgt. Dieser wurde gegen Zahlung einer hohen Summe beigelegt.

Beide Seiten hätten sich außergerichtlich darauf geeinigt, dass die Mirror Group Newspapers (MGN) zunächst eine Zwischenzahlung von 400.000 Pfund (rund 468.000 Euro) leiste, sagte Harrys Anwalt David Sherborne am Freitag vor dem High Court in London.

Der jüngere Sohn von König Charles III. war bei der Anhörung nicht anwesend. Der 39-Jährige hatte sich zuletzt am Dienstag und Mittwoch kurz in London aufgehalten, um seinen an Krebs erkrankten Vater zu besuchen. Danach war er umgehend wieder in die USA geflogen, wo er am Donnerstagabend einen großen Auftritt bei der Preisverleihung der NFL hatte.

Das Gericht hatte Harry in dem Fall im Dezember bereits Schadenersatz in Höhe von 140.600 Pfund zugesprochen. Damals ging es um 33 Artikel von Blättern des Verlags, 15 davon waren nach Ansicht des Gerichts das Ergebnis illegaler Informationsbeschaffung.

Der Kampf vor Gericht soll weitergehen

Journalisten der Zeitungen „Daily Mirror“, „Sunday Mirror“ und „People“ hatten zwischen 1996 und 2011 durch das Abhören von Telefongesprächen Informationen über Harrys Privatleben erlangt und diese als Schlagzeilen vermarktet. Weitere 115 Fälle waren noch anhängig. In diesen Fällen kommt es nach der Einigung nun nicht mehr zu einem Prozess. MGN zeigte sich mit dem Vergleich zufrieden.

Harry ist in weitere Gerichtsverfahren verwickelt. Dazu gehören Klagen gegen die Verlage Associated Newspapers Limited („Daily Mail“, „Mail on Sunday“) und News Group Newspapers („The Sun“), die das vor Jahren eingestellte Boulevardblatt „News Of The World“ herausgegeben hatten. Auch hier geht es um illegale Informationsbeschaffung.

In einem Verfahren gegen das britische Innenministerium will der Mann von Herzogin Meghan zudem erreichen, dass ihm und seiner Familie trotz seines Ausscheidens aus dem engeren Kreis der britischen Royals umfassender Polizeischutz gewährt wird.

Harry und seine Frau Herzogin Meghan leben seit einigen Jahren mit ihren Kindern Prinz Archie (4) und Prinzessin Lilibet (2) in Kalifornien und haben ihre royalen Pflichten aufgegeben. Zum Zerwürfnis mit den Royals soll unter anderem die Veröffentlichung privater Details in Harrys Biografie beigetragen haben. (mit dpa)

KStA abonnieren