Erneut Sorge um Norwegens neue Königin: Mette-Marit verpasst Haakons Eidesleistung im Parlament wegen gesundheitlicher Komplikationen.
Trauer und Sorge in OsloKönigin Mette-Marit sagt Teilnahme an Haakons historischem Eid ab

Prinzessin Märtha Louise und König Haakon, sowie Königin Mette-Marit und Königin Sonja, (l-r) kommen auf den Schlossplatz, um die Menschen zu begrüßen und das Meer aus Blumen und Grußbotschaften zu betrachten, das Trauernde vier Tage nach dem Tod von König Harald V. dort niedergelegt haben.
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Norwegens neue Königin Mette-Marit hat ihre Teilnahme an der heutigen Eidesleistung von König Haakon im Parlament kurzfristig abgesagt. Grund dafür ist laut einem Bericht der Tageszeitung „VG“ die anhaltende gesundheitliche Situation nach ihrer Lungentransplantation.
Wie ihr behandelnder Arzt am Rikshospitalet mitteilte, müsse sie den Tag über medizinisch beobachtet werden. Die Zeremonie findet wie geplant um 13.00 Uhr statt; König Haakon wird nun von Kronprinzessin Ingrid Alexandra begleitet, während Königin Sonja und Prinz Sverre Magnus die Eidesleistung im Saal verfolgen.
Königin Mette-Marit muss medizinisch betreut werden
Zuletzt zeigte sich Königin Mette-Marit am Montagnachmittag bei einem unangekündigten Auftritt auf dem Osloer Schlossplatz. Sichtlich bewegt legte sie dort gemeinsam mit der Familie eine rote Rose an den Blumen und Botschaften für König Harald V. nieder, kämpfte mit den Tränen und bedankte sich sichtlich ergriffen direkt bei den versammelten Menschen. Zuvor war sie Hand in Hand mit Königin Sonja hinter dem Sarg des verstorbenen Monarchen bei der Überführung in die Schlosskapelle geschritten.

König Haakon VIII., Prinzessin Märtha Louise, Königin Sonja und Königin Mette-Marit betrachten die zahlreichen Blumen und Beileidsbekundungen der Trauernden auf dem Schlossplatz in Oslo.
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Für das neue norwegische Königspaar kündigen sich herausfordernde Zeiten an. Neben den offensichtlichen gesundheitlichen Sorgen um Königin Mette-Marit nach ihrer Lungentransplantation sieht sich das norwegische Königshaus trotz der Trauer mit Kritik und anhaltenden Negativschlagzeilen insbesondere aus dem Ausland konfrontiert.
Nach Haralds Tod: Skandale belasten die Zukunft der Monarchie
Internationale Medien, darunter die renommierte US-Zeitung „The New York Times“, verknüpften die Nachrufe auf den verstorbenen König Harald V. umgehend mit früheren Enthüllungen über Mette-Marits Kontakte zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sowie mit den juristischen Verfahren rund um ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby.
Die norwegische Publizistin Ayesha Wolasmal ordnet diese Entwicklung in einem aktuellen Kommentar für „VG“ als „schwere Hypothek“ für den Neuanfang ein. Da Haakon und Mette-Marit die königlichen Aufgaben als geschlossene Einheit wahrnehmen wollen, drohen diese Skandale vor allem bei künftigen Auslandsreisen und internationalen Staatsbesuchen immer wieder das Ansehen der neuen Monarchie zu überschatten.
