Die Schlagersängerin Marina Marx sieht sich mit gravierenden finanziellen Problemen konfrontiert. Anlass sind behördliche Rückforderungen aus der Pandemiezeit, wie die Musikerin am Dienstag gegen 11.03 Uhr in einem Video auf ihrem Instagram-Profil öffentlich machte. Nach eigenen Angaben verlangen die Behörden von ihr rund 13.000 Euro an Corona-Überbrückungshilfen zurück.
„Mir drohen Rückzahlungen von knapp 13.000 Euro Corona-Überbrückungshilfen und ich weiß gerade nicht, wie ich das alles schaffen soll“, erklärte die 36-Jährige. Ihr falle die Veröffentlichung des Videos schwer, sie wisse jedoch nicht mehr, wohin mit ihrer Angst, ihrer Enttäuschung und den Sorgen.
Marina Marx: Forderung nach Einzelfallprüfung bei Corona-Hilfen
Marx, die neben ihrer Bühnentätigkeit auch als Gesangslehrerin arbeitet, feierte in den vergangenen Jahren mehrere Erfolge, darunter mit Hits wie „One Night Stand“ und „Weißt du noch“ sowie dem Duett „Liebe fühlt sich anders an“ mit Nino de Angelo. Zudem ist sie regelmäßig in den Shows von Florian Silbereisen und im „ZDF-Fernsehgarten“ zu Gast.
Die Hilfsgelder hatte Marx beantragt, als Kunstschaffenden durch die pandemiebedingten Einschränkungen die Lebensgrundlage weggebrochen war. Die nun verlangte Erstattung übersteigt nach ihren Schilderungen ihre derzeitigen Möglichkeiten.
„Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal solche Angst um meine eigene Existenz haben würde“, so die Sängerin. Wie es beruflich und wirtschaftlich weitergehen soll, sei für sie ungewiss.
Gleichzeitig betonte Marx, keine Bevorzugung anzustreben. „Ich erwarte keine Sonderbehandlung“, stellte sie klar. „Ich wünsche mir einfach, dass besondere Einzelfälle auch individuell und fair geprüft werden.“

Marina Marx an der Seite von Beatrice Egli (l). (Archivbild)
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Sie vermute, dass zahlreiche weitere Kunstschaffende sowie Selbstständige derzeit vor vergleichbaren Belastungen stehen. Aus diesem Grund wolle sie das Thema stellvertretend ansprechen.
Breite Reaktionen und Zuspruch aus der Kulturbranche
Die Veröffentlichung stieß in den sozialen Netzwerken rasch auf Resonanz. Andere Gewerbetreibende berichteten ebenfalls von Rückforderungen. Unterstützung kam auch aus der Musikbranche.
Dazu gehörten H-Blockx-Chef Henning Wehland und Schlagerkollegin Sonia Liebing, mit der Marx im Mai 2024 gemeinsam in der Kölner Kantine auf der Bühne stand. Auch der ehemalige Sänger von Caught in the Act, Benjamin Boyce, kommentierte den Post. Über den weiteren Fortgang der behördlichen Prüfung liegen bislang keine Angaben vor.

