Der Stiefsohn von Norwegens Kronprinz Haakon ist festgenommen worden. Ab Dienstag soll der 29-Jährige vor Gericht stehen.
Vor GerichtsprozessMette Marits Sohn Marius Borg Høiby erneut verhaftet

Kronprinzessin Mette-Marit, Kronprinz Haakon und Marius Borg Høiby anlässlich des 25. Thronjubiläums von König Harald. (Archivbild)
Copyright: IMAGO / Bestimage
Der 29-jährige Marius Borg Høiby, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, ist in Norwegen erneut festgenommen worden. Seine Anwältin bestätigte die Ingewahrsamnahme gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB. Nach Angaben der Polizei in Oslo wurde Høiby am Sonntagabend um 23.21 Uhr festgenommen.
Anlass waren neue Ermittlungen wegen mutmaßlicher Körperverletzung, einer Bedrohung mit einem Messer sowie eines Verstoßes gegen ein bestehendes Kontaktverbot. Die Staatsanwaltschaft begründete ihren Antrag auf Untersuchungshaft mit Wiederholungsgefahr.
Marius Borg Høiby: Vier Wochen Untersuchungshaft angeordnet
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, ordnete das Amtsgericht in Oslo am Montagnachmittag schließlich vier Wochen Untersuchungshaft an. Trotz der erneuten Festnahme und der Haftentscheidung soll der Strafprozess gegen den Stiefsohn von Kronprinz Haakon wie geplant beginnen und nicht verschoben werden. Der Prozessstart ist für Dienstag um 9.30 Uhr angesetzt. Das Verfahren soll sich über rund sieben Wochen erstrecken und voraussichtlich bis zum 19. März dauern.

Marius Borg Høiby und sein Stiefvater Prinz Haakon klatschen. (Archivbild)
Copyright: IMAGO / Bestimage
Nach Informationen der „Bild“-Zeitung bestand der Verdacht, dass Høiby in den vergangenen Wochen trotz eines bestehenden Kontaktverbots erneut Kontakt zu einem mutmaßlichen Opfer aufgenommen habe. Dabei soll es sich um eine ehemalige Partnerin handeln, deren Wohnung Høiby im Sommer 2024 verwüstet haben soll.
Prozess gegen Marius Borg Høiby soll am Dienstag starten
Die Frau ist im aktuellen Verfahren als Zeugin geladen. Am Sonntagabend soll es laut „Bild“-Zeitung zu einer Eskalation gekommen sein, bei der es zu einer Bedrohung mit einem Messer sowie zu körperlicher Gewalt gekommen sei. Vor diesem Hintergrund hätten die Behörden eine erneute Gefährdung befürchtet.
Nach Angaben der „Bild“-Zeitung prüfte das Gericht zudem, ob statt Untersuchungshaft eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung angeordnet werden könnte. Diese Möglichkeit sei jedoch verworfen worden. Stattdessen wurde die Untersuchungshaft angeordnet, während der Prozess parallel beginnen soll.
Laut NTB umfasst die Anklage insgesamt 38 Punkte. Dazu zählen unter anderem schwere Gewalt- und Sexualdelikte. Marius Borg Høiby weist die schwerwiegendsten Vorwürfe nach Angaben seiner Verteidigung zurück. (jag)

