Prinz Harry hat sich im Magazin „GQ“ zu den anhaltenden Spannungen mit seinem Vater, König Charles III., und seinem Bruder, Prinz William, geäußert. Auf die Frage, ob er um die frühere Beziehung zu seiner Familie trauere, antwortete der Herzog von Sussex mit Ja und betonte, dass er sich eine Versöhnung wünsche.
Er betonte, dass familiäre Konflikte und zerbrochene Beziehungen zwischen Geschwistern oder Eltern und Kindern viele Menschen beträfen. In Gesprächen werde er immer wieder mit solchen Erfahrungen konfrontiert. Andere könnten sich fragen, wie eine Versöhnung gelingen könne, und daraus Anregungen für ihre eigenen Beziehungen gewinnen.
Prinz Harry will familiäre Konflikte überwinden
Harry machte deutlich, dass er selbst an einer Aussöhnung interessiert sei. „Manche Menschen wollen nicht, dass es funktioniert. Ich möchte, dass es funktioniert“, sagte er dem Magazin zufolge. Angesichts der vielen Probleme in der Welt sei es am wichtigsten, sich zu versöhnen. Narben könnten zwar dauerhaft bestehen bleiben, entscheidend sei jedoch, wie man mit der Vergangenheit umgehe.
In dem Interview sprach Harry auch über seine Kindheit, den Umgang mit Trauer, sein Verhältnis zur Presse und die Kontrolle über sein öffentliches Bild. Zudem erklärte er, warum er gemeinsam mit seiner Frau Herzogin Meghan und den beiden Kindern, Prinz Archie und Prinzessin Lilibet, weiterhin nach Großbritannien zurückkehre.
Harry spricht über Rückkehr nach Großbritannien
Seine Haltung habe sich verändert, nachdem er die vergangenen Erfahrungen aufgearbeitet und öffentlich darüber gesprochen habe. Dadurch könne sich das Umfeld etwas verbessern. Das bedeute nicht zwangsläufig, dass bestimmtes Verhalten aufhöre. Er hoffe aber, dass sich dieses Verhalten ändere.
Narben bleiben für immer. Aber entscheidend ist, wie du die Dinge, die geschehen sind, wahrnimmst und welche Einstellung du ihnen gegenüber hast – und ob du die Vergangenheit hinter dir lassen kannst.
Mit Blick auf die vergangenen sechs Jahre sagte Harry, frühere Konflikte hätten sich fortgesetzt. Zugleich gebe es Aspekte der Vergangenheit, die er, seine Familie und Teile der britischen Presse hinter sich lassen wollten. Ziel müsse es sein, zum gemeinsamen Wohl beizutragen.
Das Interview wurde am selben Tag veröffentlicht, an dem König Charles III., Königin Camilla sowie Prinz William und Prinzessin Kate den Sultan von Oman, Haitham bin Tarik Al Said, in Windsor zu einem Staatsbesuch empfingen. Für den Abend war ein Staatsbankett auf Schloss Windsor geplant.


