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Royales RecyclingPrinzessin Madeleine überrascht mit Zehn-Jahre-Klassiker

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Prinzessin Madeleine bei der Trauerfeier für Harald V.

Prinzessin Madeleine bei der Trauerfeier für Harald V.

Modisches Statement in Oslo: Prinzessin Madeleine erschien zur Beisetzung von Harald V. in einer Designerjacke, die sie schon 2016 trug.

Beim Staatsbegräbnis für König Harald V. in Oslo zogen nicht nur die feierlichen Zeremonien und die hochrangigen Gäste die Blicke auf sich. Auch modische Details sorgten am Rande des Staatsakts für Gesprächsstoff.

Während Prinzessin Sofia mit einem auffälligen Glockenhut im Zwanzigerjahre-Stil überraschte, wählte Prinzessin Madeleine von Schweden, wie das Magazin „Svensk Damtidning“ berichtet, einen bewusst leisen, aber umso bemerkenswerteren Ansatz: ein modisches Déjà-vu mit zehnjähriger Historie.

Prinzessin Madeleine: Schlichte Eleganz statt Neukauf

An der Seite ihres Ehemanns Chris O’Neill schritt die 44-Jährige ganz in traditionellem Schwarz durch die norwegische Hauptstadt. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich ihr Trauerensemble jedoch als vertrautes Stück: Madeleine trug demnach eine taillierte Wollmischjacke mit plissiertem Kragen des italienischen Luxuslabels Alberta Ferretti.

Schwedens König Carl XVI. Gustaf und die jungen Royals aus seinem Haus erweisen dem verstorbenen norwegischen König Harald V. in Oslo die letzte Ehre.

Schwedens König Carl XVI. Gustaf (l) und die jungen Royals aus seinem Haus erweisen dem verstorbenen norwegischen König Harald V. in Oslo die letzte Ehre.

Es ist laut „Svensk Damtidning“ exakt dasselbe Designerstück, das die Prinzessin bereits am 13. September 2016 – fast auf den Tag genau vor zehn Jahren – bei der feierlichen Eröffnung des schwedischen Reichstags in Stockholm getragen hatte.

Dass hochrangige Royals zu offiziellen Anlässen auf Stücke aus dem eigenen Archiv zurückgreifen, hat sich in den vergangenen Jahren von einer Ausnahme zu einer festen Tugend entwickelt. Was bei Kronprinzessin Victoria oder Prinzessin Kate längst als Statement für Nachhaltigkeit und bürgerliche Bodenständigkeit geschätzt wird, setzt nun auch Madeleine gezielt ein.

„Ich mag es nicht aufzufallen“

Dabei galt die jüngste Tochter von König Carl Gustaf jahrelang als die glamouröseste Vertreterin des schwedischen Königshauses. Während ihrer Zeit in New York und London sowie den Jahren in Florida zeigte sie oft Vorlieben für internationale Haute Couture. Seit ihrer dauerhaften Rückkehr nach Stockholm im Jahr 2024 passt sich Madeleine jedoch zunehmend der traditionell zurückhaltenden, skandinavischen Ästhetik an.

Schwedens Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel, Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia sowie Prinzessin Madeleine mit Christopher O’Neill während des Trauerzugs vom Schloss zur Kathedrale in Oslo.

Schwedens Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel, Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia sowie Prinzessin Madeleine mit Christopher O’Neill während des Trauerzugs vom Schloss zur Kathedrale in Oslo.

In einem früheren Interview mit der Modezeitschrift „Vogue Scandinavia“ hatte die Prinzessin ihre Stilphilosophie selbst auf den Punkt gebracht: „Ich mag es überhaupt nicht, aufzufallen. Ich möchte mich einfügen und treffe keine gewagten Entscheidungen.“

Beim Abschied von Harald V. ging dieses Kalkül voll auf. Die zehn Jahre alte Designerjacke unterstrich die Ernsthaftigkeit des Anlasses: pietätvoll, edel im Schnitt, aber ohne modische Extravaganz, die vom traurigen Anlass des Tages hätte ablenken können.