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Kerkeling als BundespräsidentPetition für Komiker hat mehr als 20.000 Unterstützer

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Hape Kerkeling

Rund 20.000 Menschen sprechen sich für Hape Kerkeling als Bundespräsidenten aus. (Archivfoto)

Eine Online-Petition fordert Hape Kerkeling als Bundespräsidenten. Mehr als 20.000 Menschen haben bereits unterschrieben.

Eine Online-Petition, die den Komiker Hape Kerkeling für das Bundespräsidentenamt vorschlägt, hat mehr als 20.000 Unterschriften gesammelt. Der auf der Plattform der Organisation Campact veröffentlichte Aufruf richtet sich an die Fraktionsführungen von Union, SPD, Grünen und Linken im Bundestag. Ziel ist die Aufstellung Kerkelings als gemeinsamer, überparteilicher Kandidat für die Wahl am 30. Januar 2027.

„Deutschland braucht an der Spitze keine Parteitaktik, sondern eine Persönlichkeit, die unser Land würdig repräsentiert und gesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet“, wird in dem Petitionstext argumentiert.

Rede in Buchenwald als zentrale Begründung

Die Initiatoren begründen ihren Vorschlag damit, dass Kerkeling bewiesen habe, Tiefe zu besitzen. Insbesondere wird seine Ansprache in der Gedenkstätte Buchenwald am 12. April 2026 hervorgehoben. Dort trat er als Enkelsohn von Hermann Kerkeling auf, der wegen der Verteilung von Flugblättern gegen Adolf Hitler für drei Jahre im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert war.

In seiner Rede forderte Kerkeling, „Nie wieder“ müsse der tägliche Kompass sein. Der 61-Jährige, der in Recklinghausen geboren wurde und lange in Köln lebte, ist seit Jahrzehnten als Komiker und Autor erfolgreich. Sein Buch „Ich bin dann mal weg“ wurde zu einem Bestseller, auch seine Kunstfigur Horst Schlämmer erlangte große Bekanntheit.

Kerkeling äußert sich ironisch zu möglicher Kandidatur

Der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird sein Amt 2027 nach zehn Jahren abgeben. Über die Nachfolge entscheidet die Bundesversammlung, die aus den Abgeordneten des Bundestags und Delegierten der Länder besteht. Die schwarz-rote Regierungskoalition beabsichtigt, sich erst im Herbst auf einen Nominierungsvorschlag festzulegen.

Über die Petition hatten mehrere Medien berichtet. Kerkeling selbst äußerte sich laut Stern TV zu der möglichen Nominierung: „Ich muss ihnen ehrlich sagen, nach all dem, was in der Welt passiert und wer so an der Spitze von Nationen steht – ich schließe nichts mehr aus.“ Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass sein Unterton dabei deutlich ironisch war. Online-Petitionen wird im Allgemeinen nur ein geringer Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse beigemessen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.