Irgendwann braucht jeder Mensch gesundheitliche Versorgung. Manche schon vor der Geburt, viele im Alter, fast alle auch irgendwann dazwischen. Wie gut die Versorgung dann funktioniert und auch woran es mangelt, wissen vor allem jene, die sie erleben oder täglich leisten. Ihnen gibt der Gesundheitstag „Versorgung zählt“ am Freitag, 6. November, ab zwölf Uhr in der historischen Flora Köln eine Bühne. Betroffene, pflegende Angehörige, Fachleute und Interessierte treffen sich dort und sprechen über ihre Erfahrungen und hören Experten zu. Am Ende soll aus den Erfahrungen des Tages ein filmischer Appell an die politische Entscheiderinnen und Entscheider entstehen, in dem Verbesserungsvorschläge für das Gesundheitssystem angesprochen werden. Köln ist dabei der Auftakt einer bundesweiten Initiative.
Das Programm des Tages folgt den Stationen eines Lebens: von Pränataldiagnostik, Geburt und Neonatologie bis zu Palliativversorgung und Hospizbegleitung. Weitere Themen sind Arztpraxen, Pflege zu Hause, mentale Gesundheit und die Rolle der Angehörigen. Mehr als 30 Partner gestalten das Programm mit.
Von finanziellen Hilfen bis Cannabis
Der Landesverband der Hebammen NRW informiert beispielsweise über Hebammenversorgung von der Schwangerschaft bis ins Wochenbett. Das Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln stellt seine Bemühungen zur Begleitung am Lebensende vor. Die Stadt Köln stellt vor, wie älteren, bedürftigen Menschen finanziell geholfen werden kann. Am Abend diskutieren Ärzte auf dem Podium über gute Versorgung in Köln, ein weiteres Gespräch thematisiert Cannabis als Medizin. Das St. Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind hat die Schirmherrschaft für den Tag übernommen. Auf der Bühne wird zudem eine Spende an den Förderverein des Krankenhauses übergeben.
Neben dem Bühnenprogramm werden Sprechstunden, Beratungsstände und Mitmachstationen angeboten. Gäste können in Video-Boxen ihre Sicht auf die Versorgung aufnehmen, auf Wunsch geht das auch anonym. Initiator Benny Schmidt von „Be a star-Production“ sagt: „An diesem Tag wollen wir diejenigen hören, die Versorgung erleben, und diejenigen, die sie jeden Tag leisten.“
Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung auf der Webseite der Initiative wird gebeten.

