Zülpicher C-Juniorinnen nahmen an der Finalrunde in der Sportschule Wedau. A-Junioren der JSG Erft Euskirchen siegen weiter.
Deutsche Futsal-MeisterschaftDer TuS Zülpich stellt die fünftbeste Mannschaft der Republik

Der Jubel bei den Zülpicherinnen war groß: Hier feiern Sophia Kesseler (r.) und Marah Müller.
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Bereits mit dem Gewinn der Westdeutschen Futsal-Meisterschaft vor drei Wochen in Hennef hatten die C-Juniorinnen des TuS Zülpich eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt. Am vergangenen Wochenende folgte für die Römerstadtmädchen der nächste sportliche Höhepunkt, zugleich eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal nahmen sie an der Deutschen Futsal-Meisterschaft der C-Juniorinnen teil, die nach 2019 erstmals wieder durchgeführt wurde. Zunächst fiel der Wettbewerb der Corona-Pandemie zum Opfer, anschließend wurde er im Zuge der Neuorganisation der Jugend-Futsalwettbewerbe neu aufgesetzt.
Die besten Mannschaften aus ganz Deutschland trafen aufeinander – unter ihnen das Team von Casey Copik und Matthias Metzger, das als Westdeutscher Meister das Ticket für die in der Sportschule Wedau in Duisburg ausgetragene Endrunde gelöst hatte. Sechs Teams, die sich über die jeweiligen Regionalmeisterschaften für die Endrunde qualifiziert hatten, spielten in der Finalrunde zunächst in zwei Dreiergruppen gegeneinander.
Magdeburg und Calden waren die Gegner in der Gruppenphase
Der TuS Zülpich ging in Gruppe B an den Start und bekam es am Samstag, dem Gruppenspieltag, mit dem nordostdeutschen Meister 1. FC Magdeburg sowie dem süddeutschen Vertreter TSV Jahn Calden (Landkreis Kassel) zu tun. In Gruppe A trafen der SV Meppen, der 1. FC Köln und die SG Wienau/Freirachdorf/Maischeid (Westerwald) aufeinander. Während Meppen, Köln und Magdeburg als Favoriten ins Turnier gingen, reiste der TuS Zülpich als frisch gekürter Westdeutscher Meister nach Duisburg und bewies, dass er mehr als nur ein Außenseiter war.
Gegen den späteren Finalisten Magdeburg entwickelte sich im ersten Gruppenspiel am Samstag ein intensives und körperbetontes Spiel, in dem Zülpich laut Copik über weite Strecken mehr Spielanteile hatte und sich gute Torchancen erarbeitete. Allerdings habe die letzte Konsequenz im Abschluss gefehlt, während Magdeburg nach schnellen Umschaltmomenten vor allem mit Distanzschüssen immer wieder für Gefahr sorgte. Nach einem Eckball gerieten die Copik-Metzger-Schützlinge in Rückstand, kurz darauf folgten zwei weitere Gegentreffer, als „die Köpfe für einen Moment runtergingen“, so der TuS-Coach. Zwar kämpfte sich Zülpich mit dem 1:3-Anschlusstreffer noch einmal zurück und hatte Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Eine starke Magdeburger Torhüterin sowie Abschlusspech der Zülpicherinnen erstickten die Hoffnungen jedoch im Keim. Kurz vor Schluss erhöhte Magdeburg auf 4:1. „Wir bringen eine starke Leistung auf den Platz und verlieren am Ende vor allem in der Höhe unverdient. In diesem Spiel wäre auch ein Sieg drin gewesen wäre“, fasste Copik zusammen.
Auch wenn die Ergebnisse nicht das widerspiegeln, was möglich gewesen wäre, zeigte die Mannschaft, dass sie sich vor keinem Gegner verstecken muss.
Gegen den TSV Jahn Calden erwischte Zülpich im zweiten Gruppenspiel einen Traumstart und ging in der ersten Minute mit 1:0 in Führung. In den folgenden zehn Minuten kontrollierten die TuS-Spielerinnen das Spiel, ließen, wie Copik berichtete, jedoch mehrere gute Torchancen liegen. Mit seinem ersten gefährlichen Angriff glich Calden aus. Die Römerstädterinnen ließen sich nach dem Ausgleich von ihren Emotionen überrollen und erlaubten dem Gegner, den 1:4-Endstand herzustellen.
Copiks Zusammenfassung des ersten Tages: „Auch wenn die Ergebnisse nicht das widerspiegeln, was möglich gewesen wäre, zeigte die Mannschaft, dass sie sich vor keinem Gegner verstecken muss. Die Spielerinnen erarbeiteten sich die Sympathie bei Zuschauern und Gegnern und machten deutlich, welches enorme Potenzial in ihnen steckt. Eine besondere Mannschaft mit einem einzigartigen Spirit.“
Als der Druck weg war, spielte Zülpich frei auf
Im abschließenden Spiel um Platz fünf am Finaltag gegen Wienau/Freirachdorf/Maischeid zeigte Zülpich von der ersten Minute an eine laut TuS-Trainer „konzentrierte und bissige Leistung“. Ohne Druck agierten die Spielerinnen mutig, ließen den Ball gut laufen und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Die verdiente Führung fiel nach einem Torwartfehler, bevor Wienau mit einem sehenswerten Angriff ausglich. Nach starker Parade der TuS-Torhüterin, die ihr Team vor einem Rückstand bewahrte, übernahm Zülpich wieder die Kontrolle und erzielte das verdiente 2:1. Ein Ergebnis, das das Copik-Metzger-Team souverän verteidigte und sich damit Platz fünf sicherte.
Wie sehr dieses Turnier alle Beteiligten bewegt hat, bringt Copik in seinem Fazit zum Ausdruck: „Als jüngstes Team waren wir in keiner Partie chancenlos. Auf dieses professionell aufgezogene Turnier mit seiner tollen Atmosphäre und der lautstarken Unterstützung von den Rängen werden der TuS und der Fußballkreis noch lange zurückblicken.“
In Halbzeit zwei zeigte die A-Jugend der JSG Erft ihr Können
A-Junioren Bezirksliga: Blau-Weiß Köln – JSG Erft 01 Euskirchen 0:5 (0:1). Zwei unterschiedliche Halbzeiten seiner Mannschaft sah JSG-A‑Junioren‑Trainer Marcel Schmitz im Spiel gegen Aufsteiger Blau‑Weiß Köln. Stand nach Hälfte eins nach ungewohnt fehlerbehaftetem, von leichtfertigen Fehlpässen geprägtem Spiel lediglich eine magere, von Schmitz als „gefährlich“ bezeichnete 1:0‑Führung zu Buche, steigerte sich der Tabellenführer aus Kuchenheim nach Wiederanpfiff deutlich.
In der Pause angesprochene Fehlerbilder wurden ausgemerzt, und die JSG spielte eine, wie der Trainer lobte, „sehr souveräne, sehr klare, sehr dominante“ zweite Halbzeit. „Nachdem wir in der ersten Halbzeit zu kompliziert, mit zu vielen Ballkontakten gespielt hatten, zeigten die Jungs in Hälfte zwei eine einfachere, klarere und zielgerichtetere Spielweise“, fasste Schmitz zusammen.
In dieser Liga bekommen wir nichts geschenkt. Wir müssen in jedem Spiel Höchstleistungen bringen.
Auch auf der Anzeigetafel schlug sich diese Entwicklung nieder: Zeitweise im Fünf‑Minuten‑Takt trafen die JSG‑Spieler zur 5:0-Führung. Das Spiel mit seinen zwei unterschiedlichen Halbzeiten habe, so der JSG-Coach, den Spielverlauf klar widergespiegelt. „In dieser Liga bekommen wir nichts geschenkt. Wir müssen in jedem Spiel Höchstleistungen bringen. Jedes Spiel ist ein Endspiel“, so Schmitz‘ Fazit.
Besonders zufrieden zeigte sich der Trainer, dessen Spieler das zweite Zu‑null‑Spiel in Folge verbuchten und mit 14 Gegentreffern den Topwert der Liga innehaben, mit der Leistung des Ersatz‑Torwartes Chernou Oumarou. Sogar einen Elfmeter parierte Oumarou bei seinem Saisondebüt. „Chernou hat Julian Vlatten tadellos vertreten. Es freut mich sehr, dass er sich für seinen souveränen Auftritt mit einer weißen Weste belohnen konnte“, lobte Schmitz, für dessen Mannschaft sich Ayoub Jamel (1:0, 23.), Mamady Diop (2:0, 58.), Aaron Mertens (3:0, 65.), Luke Gossing (4:0, 70.) und Alexander Bellstädt (5:0, 72.) in die Torschützenliste eintrugen.
Am Samstag empfängt der Tabellenprimus den Tabellensechsten SV Lövenich/Widdersdorf (17.30 Uhr).
JSG-Erft-B-Junioren holen wichtigen Punkt gegen Hürth
B-Junioren Bezirksliga: JSG Erft 01 Euskirchen – FC Hürth 2:2 (0:1). Zum Auftakt der Rückrunde sicherten sich die B‑Junioren der JSG Erft 01 Euskirchen gegen den Tabellendritten Hürth einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. JSG‑Trainer Ali Mustafa Choman sah trotz des Punktgewinns eine verpasste Siegmöglichkeit: „Wir hätten drei Punkte holen müssen, leider ist es nur einer geworden.“ Trotz ausgelassener Tormöglichkeiten und des späten Ausgleichstreffers (84.) durch Hürth lobte er den Auftritt seiner Mannschaft: „Gegen einen starken Gegner haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, nach der Pause das Pressing erhöht, trotz des verschossenen Elfmeters Moral gezeigt und bis zum Schluss gekämpft.“ Den Ausgleich zum 1:1 erzielte Arian Elshani (44.) per Kopf, ehe Felix Hof mit seinem Treffer zum 2:1 (65.) die Partie zwischenzeitlich drehte.
Mit acht Punkten belegt die JSG den vorletzten Tabellenplatz. Am Samstag (17 Uhr) steht der Choman-Elf eine Mammut-Aufgabe bevor: Sie trifft auswärts auf Tabellenführer Alemannia Aachen II.
Partie in Vichttal brachte für Erftstadt-Lechenich nicht die erhoffte Wende
A-Junioren Mittelrheinliga: VfL 08 Vichttal – SC Germania Erftstadt-Lechenich 3:1 (0:1). Beim bis dahin ebenfalls sieglosen Schlusslicht Vichttal kassierten die A‑Junioren des SC Germania Erftstadt‑Lechenich die vierte Niederlage in Folge. Das Spiel, das Trainer Dustin Esser im Vorfeld als Schlüsselspiel bezeichnet hatte, brachte nicht die erhoffte Wende. Hatte Erftstadts Timucin Kökkurt seine Mannschaft in Führung (25.) gebracht, so schlugen die Hausherren in Halbzeit zwei gleich dreimal zu (51., 75, 85.). „Wir hätten zur Pause deutlich führen müssen. Nach dem Elfmeter zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr ins Spiel gefunden. Vichttal hat gezeigt, wie Abstiegskampf geht. Wir spielen eine gute erste und eine katastrophale zweite Halbzeit. Die Qualität ist vorhanden, daher bin ich überzeugt, dass wir wieder positive Ergebnisse liefern werden,“ so Essers Fazit zum Spiel.
Am Samstag empfängt der SC Erftstadt-Lechernich, der auf den zehnten Tabellenplatz abrutschte, den Tabellensiebten FC Hürth (17 Uhr).
B-Juniorinnen Bezirksliga Staffel 3: TuS Zülpich – SV Agrippina-Germania Köln 1:11 (1:5). Torschützin: Tishi Kolsom (1:5, 36.).

