NordeifelwerkstättenBlumenmarkt lockt Hunderte nach Kuchenheim

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Patrick Bormer und Lukas Büser (v.l.) stehen vor einem blau-weißen Gebäude in einem Blumenmeer.

Genossen ihre Arbeit an der frischen Luft mit Kundenkontakt: Patrick Bormer (l.) und Lukas Büser.

Der traditionelle Blumenmarkt der Nordeifelwerkstätten ist ein Besuchermagnet. Hunderte Gartenfreunde kamen nach Kuchenheim.

Die Besucher des Blumenmarktes der Nordeifelwerkstätten (NEW) hatten das Kuchenheimer Firmengelände noch nicht betreten, da wurden sie am Eingangstor bereits mit einem freudestrahlenden Lächeln empfangen. Wie schon in den Vorjahren hatten am Samstag erneut Nadine Anhelm und Sascha Gemünd die Begrüßung der Gäste übernommen und begleiteten jeden einzelnen hinein in das vor dem Gewächshaus aufgebaute bunte Blumenmeer.

„Die gleiche Aufgabe übernehmen wir auch im Winter bei den Weihnachtsbaumverkäufen, und es macht uns richtig Spaß“, schwärmte Nadine Anhelm. Eine Begeisterung, die an diesem sonnigen Vormittag das gesamte Team zu teilen schien. „Im Januar beginnen die ersten Vorbereitungen für unseren Markt, und in den Wochen davor fiebern alle diesem Tag entgegen“, berichtete Andreas Winkelhag, Betriebsleiter des NEW-Standortes Kuchenheim.

Hochwertige Pflanzen und Holzarbeiten werden präsentiert

Das Projekt sei eine „Win-win-Situation“ für alle Beteiligten, da die Kunden schöne und qualitativ hochwertige Pflanzen erwerben und die Mitarbeitenden ihre in den Vormonaten geleistete Arbeit präsentieren können. „Unter Anleitung ziehen unsere Mitarbeiter mit Beeinträchtigung alle Pflanzen selbst groß. Auch die Holzarbeiten von unseren Kollegen aus Zingsheim und die Verpflegung durch unser Küchenpersonal sind in den NEW-Betrieben in Handarbeit entstanden“, so Winkelhag weiter.

Zwei der Hände, die für die farbenprächtigen Ergebnisse dieser Arbeit verantwortlich zeichneten, gehörten zu Sebastian Tholl. Seit fünf Jahren arbeitet er in den Nordeifelwerkstätten und fand dort seine Leidenschaft für die Gartenarbeit. „Ich habe schon meine Schulpraktika alle in Bauernhöfen oder auch im Seepark in Zülpich gemacht. Darum war mir immer schon klar, dass ich unbedingt draußen arbeiten wollte.“ Dies kann er nun seit vier Jahren voll und ganz ausleben, und nach wie vor stellt der Blumenmarkt eines der Highlights für ihn dar.

Sebastian Tholl hält eine Blume in der Hand, neben ihm stehen weitere blühende Pflanzen.

Seit vier Jahren zählt Sebastian Tholl zu den Experten der NEW-Gartenabteilung.

„Ich würde das Gärtnern wirklich gegen nichts anderes eintauschen wollen. Es macht mir Spaß, mit den selbst gezüchteten Blumen anderen Menschen eine Freude machen zu können.“ Dies gelang Sebastian Tholl und dem restlichen am Markt beteiligten Team jedoch nicht nur durch die Blumen allein, sondern auch durch die fachkundige und höfliche Beratung.

„Vieles von dem, was ich jetzt gekauft habe, hatte ich gar nicht auf der Liste. Aber ich bin wieder so herzlich aufgenommen worden und habe jetzt viele neue Ideen, die ich mit den Einkäufen umsetzen kann“, schwärmte Kundin Christiane Lenz und fügte lachend hinzu: „Ich komme jetzt schon im vierten oder fünften Jahr hierher und genieße diese Besuche sehr. Für die tollen Menschen, die hier arbeiten, würde ich mir nur fast schon wünschen, dass die Pflanzen nicht so günstig wären, damit sie mehr Geld verdienen.“

In den kleinen Löchern nisten die Bienen, und dort wächst auch ihr Nachwuchs heran.
Fabian Bollenbeck

Nicht ganz so farbenfroh, aber in Form und Funktion dennoch viele Gäste ansprechend, präsentierten sich die aus der Zingsheimer NEW-Niederlassung stammenden Vogelhäuschen und Insektenhotels. Dabei spiegelten die liebevollen Darstellungen der Tiere, die sich in der Hummelhütte zu Hause fühlen sollen, oder Schriftzüge wie „Zimmer frei“ die Begeisterung der Mitarbeiter für ihr Handwerk wider.

„In den kleinen Löchern nisten die Bienen, und dort wächst auch ihr Nachwuchs heran“, erklärte Mitarbeiter Fabian Bollenbeck. Die größeren freien Stellen könnten hingegen im Garten mit einer auf andere Insektenarten angepassten Füllung versehen werden, um für zusätzlichen Schutz für die Pflanzen zu sorgen. „Marienkäfer beispielsweise vertragen sich sehr gut mit den Bienen, und ihre Larven halten erfolgreich Blattläuse fern“, so Bollenbeck.

Bei der ausgiebigen Shoppingtour im Gewächshaus oder bei einem entspannten Plausch bei strahlendem Sonnenschein und mit der Verpflegung durch das Küchenpersonal schien sich die von Betriebsleiter Andreas Winkelhag angesprochene „Win-win-Situation“ auch am Samstag wieder zu bewahrheiten. Von den Kunden, die immer wieder von der Qualität der Pflanzen und insbesondere auch von der herzlichen Beratung der Mitarbeiter schwärmten, bis zum Standort-Dienstältesten trugen alle ein zufriedenes Lächeln im Gesicht.

„Ich arbeite schon seit 16 Jahren bei den NEW und habe in dieser Zeit viel gelernt“, berichtete Eric Guttke. „Nicht nur über die Pflanzen, sondern auch über die Menschen, die hier arbeiten und die kommen, um unsere Pflanzen zu kaufen. Es ist schön zu sehen, wie hier alle aufeinander zugehen und miteinander umgehen. Das würde ich mir auch für den Rest der Welt wünschen.“