An der farbenfrohen Veranstaltung nahm auch das erste Ülpenicher Kinder-Dreigestirn teil, das sich von den Karnevalisten kräftig feiern ließ.
Karneval350 Mädchen und Jungen gestalteten den Ülpenicher Kinderzug

Die Grundschul-Frösche geizten nicht mit Kamelle.
Copyright: Cedric Arndt
Die ersten Süßigkeiten waren in den Mündern des Ülpenicher Kinder-Dreigestirns verschwunden, bevor sich der Kinderzug überhaupt in Bewegung gesetzt hatte. Auf die Frage, wie viele Kamelle sie werfen und wie viele sie lieber selbst essen wollen, antwortete Prinz Isabell I. (Marian) lachend: „Ich schätze so etwa fifty-fifty.“
Lange blieben die Kamelle-Rufe der Jecken am Wegesrand aber nicht ungehört. Bauer Mia (Hamacher), die am Vorabend ein wenig gekränkelt hatte, hatte ihr Unwohlsein angesichts der ausgelassenen Stimmung und des schönen Sonnenscheins schnell vergessen: „Es ist total cool, wenn alle Spaß haben. Darüber habe ich mich bei der Sitzung gefreut und heute auch.“ Den Auftakt des Straßenkarnevals zu verpassen, kam nicht infrage. Auch Jungfrau Greta (Hamacher), die Schwester des Bauern, genoss die Aufmerksamkeit in vollen Zügen.

Ein Trio mit viel Spaß: das junge Ülpenicher Dreigestirn
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Rund 350 Jungen und Mädchen der Grundschule Ülpenich, der Kindergärten Ülpenich und Lövenich sowie Kindertanzgarden aus der Kernstadt und Dürscheven bildeten den farbenfrohen Tross, der sich durch die Straßen des knapp 1200-Seelen-Dorfes schlängelte. Musikalische Unterstützung erhielten sie durch die Musikzüge der Blauen Funken Zülpich und der KG Heimat Dürscheven.
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Kinder freuten sich schon Wochen im Voraus auf den Karnevalszug
Während sich viele Zugteilnehmer für ein maritimes Thema bei ihren Kostümen entschieden hatten, blieben sie vor dem Wasser von oben verschont. „Die Kinder sind sowieso sehr leicht für den Karneval zu begeistern. Wenn das Wetter dann noch so gut mitspielt, ist die Freude natürlich riesig“, schwärmte Grundschullehrerin Sophia Bischops: „Direkt nach Weihnachten nehmen wir Anmeldungen für unsere Gruppe entgegen, von Jahr zu Jahr wollen mehr Kinder Teil dieses schönen Zuges sein.“
Die Begeisterung sei schon Wochen vorher spürbar, wenn die Kinder, diesmal als knallgrüne Frösche mit Kulleraugen und Schlabberzunge verkleidet, ihre Kostüme gestalten. „An zwei Wochenenden haben wir die Oberteile und Mützen dekoriert und die Vorfreude wuchs mit jedem fertigen Kleidungsstück.“
Immer wieder den zustimmenden Blick der Lehrer und Eltern suchend, bahnten sich die Nachwuchsjecken einen Weg durch die jubelnde Menge und verteilten großzügig Kamelle. Wer in all dem Trubel eine kurze Verschnaufpause einlegen wollte, fand Platz in den Bollerwagen – bestenfalls in Reichweite der Süßigkeiten.
„Wir alle sind unglaublich stolz auf unser erstes Kinderdreigestirn hier in Ülpenich und wie sie bei allen Veranstaltungen den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, freute sich Zugleiterin Michaela Marian. „Die Unterstützung ist einfach großartig“, stimmte Andrea Hamacher, Mutter von Bauer und Jungfrau, zu: „So können wir alle einen stimmungsvollen Karneval feiern.“

