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Freiwilligenzentrum „Lupe"Aktion soll Lust auf das Ehrenamt machen

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  1. Viele Menschen engagieren sich im Raum Leverkusen ehrenamtlich, aber trotzdem fehlen helfende Hände an allen Ecken und Enden.
  2. Deshalb möchte das Freiwilligenzentrum Lupe ehrenamtliche Tätigkeiten mit einer Postkartenaktion bewerben.

Leverkusen – Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Leverkusen, aber trotzdem fehlen helfende Hände an allen Ecken und Enden. Darum möchte das Freiwilligenzentrum Lupe ehrenamtliche Tätigkeiten mit einer Postkartenaktion bewerben. „Viele Menschen würden sich gerne engagieren, wissen aber nicht, wie oder wen sie ansprechen müssen“, sagt Waltraud Liesenklas von der Lupe.

Es sind Leute wie Günter Klein, die mit der Aktion angesprochen werden sollen. Klein bietet zweimal im Monat einen Gesangskreis für Senioren in der Tagespflege des Quartierszentrum im CBT Wohnhaus Upladin an. Die Senioren singen Volkslieder, er begleitet sie auf der Gitarre. Das Quartierszentrum ist nur eine von fünf Einrichtungen, in denen Klein ehrenamtlich tätig ist. Angesprochen wurde er damals von Mitarbeitern der Lupe, in der Fußgängerzone in Opladen. „Anfangs war ich ziemlich abweisend, aber als wir aufs Thema Musik kamen, hatten sie mich dann.“

Vermittlung von Ehrenämtlern

Die Lupe vermittelt seit 20 Jahren Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, an die verschiedenen Verbände und Organisationen in Leverkusen. Vermittelt wird in alle Bereiche, allerdings nimmt der meiste Raum die Arbeit mit Kindern und Senioren oder mit Flüchtlingen ein. Jetzt möchte die Lupe ihr Engagement speziell in Opladen verstärken. „Wir wurden vom Quartierszentrum angesprochen, es werden händeringend Leute gesucht. Das Potenzial ist groß. Darum haben wir uns in Kooperation mit dem Quartierszentrum eine Aktion überlegt, um mehr Bürger anzusprechen“, so Liesenklas.

Am Gründonnerstag wollen sie in der Fußgängerzone in Opladen neben der Aloysius-Kapelle 200 Ostereier und Postkarten verteilen. Die restlichen der 4000 Postkarten sollen in allen Zweigstellen der Träger und in den Geschäften, in der Opladener Fußgängerzone ausgelegt werden. Die Karten sind komplett durch bürgerschaftliches Engagement entstanden: Sowohl der Fotograf als auch die Designerin haben unentgeltlich mitgearbeitet.

Mit den Postkarten möchte die Lupe die Opladener gezielt ansprechen und Lust auf das Ehrenamt machen. „Wir wollen das Ehrenamt entmoralisieren. Ehrenamtlich tätig zu sein, gibt dem einzelnen viel für das Selbstbewusstsein. Das Gefühl helfen zu können ist einfach schön “, betont Liesenklas. Es geht in erster Linie darum, die Hemmschwelle zu senken sich zu engagieren. Außerdem soll auf die Beratungsstunde der Lupe dienstags zwischen 10 und 12 Uhr im Quartierszentrum des CBT-Wohnhauses Upladin aufmerksam gemacht werden. Interessierte können sich hier informieren und herausfinden, für welche Art von Ehrenamt sie geeignet sind.