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Viele BaustellenNeugkeiten zu Glasfaser, Bahnhof und  Hochwasserschutz in Leichlingen

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Im Mittelpunkt der Planungen: Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser und Starkregen im Stadtgebiet.

Im Mittelpunkt der Planungen: Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser und Starkregen im Stadtgebiet.

Im Infrastrukturausschuss wurden aktuelle Bau-, Ausbau- und Infrastrukturprojekte der Stadt besprochen.

Ob schnelles Internet, ein neuer Bahnhof oder Schutz vor Hochwasser: Im Infrastrukturausschuss ging es um Projekte, die für die Stadt in den kommenden Jahren entscheidend werden. Beim geförderten Glasfaserausbau soll das Unternehmen Muenet noch in diesem Jahr rund 58 Kilometer Leitungen verlegen und alle förderfähigen Adressen erschließen.

Parallel treibt Novanet den eigenwirtschaftlichen Ausbau in Gesprächen mit Eigentümern und Wohnungsgenossenschaften voran. Der Ausbau umfasst weiterhin große Teile des Stadtgebiets. Gleichzeitig bleibt die Qualität der Wiederherstellung von Straßen- und Gehwegflächen ein wiederkehrendes Thema in der politischen Diskussion. Veränderungen gibt es bei den ausführenden Firmen: GFS wird künftig nicht mehr als Generalunternehmer für weitere Ausbauprojekte in Leichlingen tätig sein, wegen Probleme beim Tiefbau, die das Unternehmen verursacht habe. Auch Serviceverträge sollen ab Oktober 2026 neu vergeben werden. Damit reagiert die Stadt auf die bisherigen Erfahrungen aus den Ausbauphasen und strukturiert die Vergabeverfahren neu.

Am Bahnhof wird die Strecke ab dem 10. Juli wieder freigegeben. Der Busverkehr wird anschließend schrittweise angepasst. Der nächste Bauabschnitt mit der Nordausfahrt ist für Herbst 2026 vorgesehen und soll bis Jahresende abgeschlossen werden. Insgesamt bleibt die Bahnentwicklung ein mehrstufiges Großprojekt mit weiteren Bauphasen.

Hochwasserschutz im Fokus

Die bei dem Hochwasser 2021 beschädigte Brücke über die Wupper in Obenrüdener Kotten soll um rund 200 Meter aufwärts neu errichtet werden. Dies ist der ausdrückliche Wille der beiden Städte Leichlingen und Solingen. Aktuell erfolgen die Planungen zur Beantragung der Genehmigung des Brückenneubaus, die als Fuß- und Radwegebrücke einen wichtigen Lückenschluss im regionalen und überregionalen Wandernetz darstellt. Die Baumaßnahme kann bei Vorliegen der Genehmigung bestenfalls im kommenden Jahr begonnen werden. Die Kosten werden über den Wiederaufbauplan des Landes zur Beseitigung der Hochwasserschäden finanziert.

Am  den Weltersbach vor der von extremen Zuflüssen im Weltersbach bei Starkregen besonders betroffene Ortslage Büscherhof ist ein Hochwasserrückhaltebecken vorgesehen, das bis zu 30.000 Kubikmeter Wasser aus dem Weltersbach aufnehmen kann. Die Kosten werden auf fünf bis sieben Millionen Euro geschätzt. Die Stadt arbeitet in Zusammenarbeit mit dem Wupperverband derzeit an der Förderfähigkeit des Projekts. Ziel ist es, durch gezielte Rückhalteräume den Abfluss bei Starkregenereignissen deutlich zu entschärfen.Bei einer baulichen Umsetzung der Maßnahme wird auch der beim Hochwasser 2021 beschädigte Wanderweg mit Wanderbrücke erneuert.

Auch im Einzugsgebiet des Murbachs wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Der Wupperverband hat den Bach im Bereich Sinneswald auf rund 540 Meter Länge naturnah umgestaltet, mehrere Wehre zurückgebaut und das Bachbett ökologisch aufgewertet. Gleichzeitig wurden Auenbereiche erweitert und Retentionsräume geschaffen, die dem Hochwasserschutz und der ökologischen Entwicklung dienen. Darüber hinaus laufen weitere Abstimmungen an Gewässern wie Murbach und Wiembach in Zusammenarbeit mit dem Wupperverband sowie der Stadt Leverkusen. Ziel ist ein abgestimmtes Vorgehen beim Hochwasserschutz und eine weitere Verbesserung der Gewässerstruktur.