Am Sonntag besetzten Musikschüler, Vereine, Künstler, Sportler und Verbände die Leichlinger Innenstadt.
Kunst- und KlangmeileAn jeder Ecke der Innenstadt in Leichlingen ist was los

Leichlingen: An praktisch jeder Ecke wird musiziert, auch in der Brückenstraße.
Copyright: Ralf Krieger
Die Leichlinger Kunst- und Klangmeile zu organisieren, ist keine Kleinigkeit, weshalb es das Fest auch nur alle zwei Jahre gibt. Am Sonntag gab es die große Leistungsschau der Bürger in puncto Musik, Vereine und Kunst. Das Fest ist zudem ein Anlass dafür, dass die Leichlinger Geschäfte am Sonntag geöffnet werden können.
Auf diesem Fest treffen die vielen Ehrenamtler der Stadt auf Gleichgesinnte, Musiker auf Kunstschaffende und Tänzerinnen. Praktisch die gesamte Innenstadt wird durch die vielen Musikgruppen, Chöre, Vereine und Verbände, Hilfsorganisationen, Stiftungen und Parteien gefüllt. Im alten Stadtpark gibt es eine Bühne und Langeweile kommt nicht auf, denn alle 20 Minuten gibt es eine neue Nummer. Um nur einen Auftritt zu nennen: Um kurz nach 13 Uhr treten zwei unterschiedliche Gruppen gemeinsam auf: der Figuralchor der Kirchengemeinde und Kinder der Kita Brückenstraße. Eine Verbindung gibt es aber: Beides sind evangelische Gruppen.

Judo im Park
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Nebenan werfen sich Kämpfer des Judo-Club-Leichlingen in ihren weißen Anzügen auf die Matte, dass es knallt. Sie zeigen Interessenten, wie man richtig fällt, ohne sich die Knochen zu brechen. Viele schauen gerne zu.
Am anderen Ende der Innenstadt gab es mehr Bildnerisches: Der VHS-Fotokurs von Peter Thönes hat dort ein großes Banner aufgehängt und gleich daneben können sich Kinder am Mitmach-Kunstwerk von Angela Graul und Yvonne Nouwen-Kanthak die Klamotten mit Farbe versauen. Auf der Postwiese liegen vier Leinwände, auf denen sich jeder und jede Nachwuchskünstlerin einbringen kann.

Malen für alle in Acryl auf der Postwiese
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Direkt daneben stehen die Ehrenamtler vom Deutschen Roten Kreuz, die sich mit ernsthaften Dingen beschäftigen, etwa Katastrophenschutz. Die Leichlinger DRK-Gruppe bildet gemeinsam mit den Wermelskirchenern eine Einheit. Sie haben neben anderen Aufgaben eine sehr neu wirkende Feldküche aufgebaut, leider ohne Goulasch-Inhalt. Von hier sind es nur ein paar Meter bis zur Wupper und wer sich an das Hochwasser vor fünf Jahren erinnert, weiß, dass auch hier ernsthafte Katastrophen geschehen können.

Die Naturfreunde
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Zuständig bei Katastrophen ist unter anderem der NRW-Innenminister; wie selbstverständlich schlendert Herbert Reul über die Leichlinger Kunst- und Klangmeile, er macht sich nur Sorgen übers Wetter. Der vorhergesagte Regen blieb aber weitgehend aus. Er hat einen Termin am Stand der sechs Leichlinger Bürgerstiftungen, zu denen auch die Karl-Reul-Stiftung gehört, die nach des Ministers Vater benannt ist.

Auf der Bühne im Stadtpark kam keine Langeweile auf: Alle 20 Minuten gabs eine neue Nummer.
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In den 19 Geschäften, die bei der Straßengalerie mitmachen, stellen 18 Kreative ihre Arbeiten aus. Die Kunstwerke sind meist noch länger in den Schaufenstern zu sehen.
Die meiste Aufmerksamkeit ziehen natürlich die Musik-Standorte auf sich, weil’s teils laut zugeht, etwa bei den Schlagzeugern an der Postwiese. Andere Gruppen klingen dezenter, sie spielen potenziell regengeschützt unter Zeltdächern oder in einer Einfahrt in der Brückenstraße, wo die Geigerinnen regengeschützt geigen können. Weitere Standorte sind am neuen Rathausvorplatz vor dem neuen Edeka, am Brückerfeld an der Kinder-Kiste, auf dem Marktplatz, und auf der Bühne im alten Stadtpark. Die Bandbreite zeigt die Spanne der Musikrichtungen und Instrumente, die in der Johann Wilhelm Wilms Musikschule geübt wird. Sie reicht von der Jazzband bis zum Volkslieder-Vortrag, von Blockflöte bis Klavier.
