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„Mein Büdchen“Im Opladener Family Kiosk gibt’s selbstgemachte Backwaren

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Suher Murad vor seinem Family Kiosk in Opladen

Suher Murad vor seinem Family Kiosk in Opladen

Mitten in der Corona-Pandemie haben Suher Murad und Faisa Goro ihren Family Kiosk am Opladener Bahnhof eröffnet.

Das Erste, was dem Passanten auffällt, der von der Brücke über die Gleise am Opladener Bahnhof am Kreisverkehr von Stauffenberg- und Werkstättenstraße sowie Lützenkirchener Straße ankommt, ist rechts die knallbunte Leuchtreklame im Schaufenster des Family Kiosk. „Stehcafé“, „Kopieren“, „Trinkhalle“ blinkt da abwechselnd als Schlagwort auf und dann erst „Back“ und dann „Waren“. Damit ist das Angebot des Büdchens schon mal ganz gut umrissen.

Suher Murad führt den Kiosk mit seiner Frau Faisa Goro seit gut fünf Jahren. Im Mai 2021, mitten in der Corona-Pandemie, übernahmen sie ihn vom vorigen Inhaber, renovierten und reinigten ihn. Am 11. Mai vor fünf Jahren war Eröffnung. Murad: „Das war ein Risiko.“ Aber er und seine Frau hielten durch. „Wir werden nicht reich, aber wir können davon leben“, sagt der 48-jährige Inhaber und lächelt. Er und seine Frau überzeugen ihre Kundschaft mit ihrer freundlichen Art und ihrem individuellen Angebot. Da sind vor allem die selbst gemachten Backwaren zu nennen. Sehr lecker zum Beispiel die mit Schafskäse und Spinat gefüllte Börek-Teigrolle. Natürlich gibt es neben den Backwaren nach Art des Hauses auch belegte Brötchen aus der Kühltheke. Für heiße Sommertage steht eine Slusheis-Maschine vor dem Eingang.

Suher Murad in seinem Kiosk

Suher Murad hat den Family Kiosk mit seiner Frau vor fünf Jahren eröffnet.

Wer einen Moment mehr Zeit hat, kann sich an kleinen Tischen vor oder im Kiosk niederlassen und sich einen leckeren türkischen Chai schmecken lassen. Die Kanne mit dem Chai-Konzentrat steht auf dem breiten Fensterbrett des Kiosks oben auf dem Behälter mit heißem Wasser. Oder einen Cappuccino aus der Kaffeemaschine daneben. „Die Nachbarn kommen zu mir, um morgens ihren Kaffee zu trinken anstatt zu Hause“, sagt Murad und lächelt. „Die Kunden fühlen sich hier sehr wohl. Sie sagen: Euer Laden ist immer sauber.“

Zur Kundschaft des Family Kiosk gehören auch die vielen jungen Leute, die auf das Berufskolleg an der Stauffenbergstraße gehen und Teilnehmer an Kursen im Kolping-Bildungswerk, das nur wenige Schritte entfernt in der Werkstättenstraße seinen Sitz hat. Schülern, Auszubildenden und Studierenden räumen Murad und seine Frau Rabatt ein. „Die zahlen zum Beispiel für ein Käsebrötchen und einen Durstlöscher 30 Cent weniger“, so Murad, „aber natürlich nur während der Schulzeit.“

Ein weiteres Plus des Family Kiosk sind die langen Öffnungszeiten. Wochentags hat er schon um 6 Uhr auf und schließt erst um 23 Uhr, am Samstag öffnet er um 8 und am Sonntag um 10 Uhr. Auch am Wochenende ist erst um 23 Uhr Schluss. Auch wer abends ein Feierabendbier vor dem Kiosk genießen will, ist bei Murad an der Lützenkirchener Straße 2 willkommen: „Ich habe eine Ausschankgenehmigung.“


„Mein Büdchen“

Ob man sie nun Büdchen, Kiosk, Trinkhalle oder wie auch immer nennt – auch in Leverkusen, Leichlingen und Burscheid gibt es beliebte Treffpunkte um die Ecke, an denen die Menschen gern ein Bier trinken, miteinander quatschen oder einfach nur dringende Einkäufe erledigen, wenn die Discounter schon geschlossen haben. Wir stellen einzelne von ihnen in loser Folge vor. Allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit, daher: Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein Lieblingsbüdchen haben oder nette Geschichten und Erinnerungen diesbezüglich mit uns teilen wollen, dann melden Sie sich bei uns per E-Mail. ksta-leverkusen@kstamedien.de (nip)