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CityGroßes Fitnessstudio soll zum Jahresende in Leverkusen eröffnen

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Decathlon, Corner 82, ehemals Kaufhof

Noch prangt nur der Schriftzug von Decathlon am Corner 82, dem früheren Kaufhof. Spätestens zum Jahresende soll auch Fit X dort stehen.

Fit X hat 2500 Quadratmeter Fläche im früheren Kaufhof übernommen und beginnt jetzt mit dem Ausbau.

Der nächste Streich kommt ein bisschen früher als geplant. Nach Decathlon vor einer Woche bahnt sich jetzt auch die Eröffnung des Fitnessstudios im früheren Kaufhof an. Die Kette Fit X habe die angemieteten Flächen jetzt übernommen und wolle noch in diesem Jahr eröffnen, hieß es am Freitag von der Leverkusener Immobiliengesellschaft. Die Stadt-Tochter hat den früheren Kaufhof erworben und umgebaut.

Das Fitnessstudio zieht in die zweite Etage, also schräg über den Sportartikelhändler Decathlon. 2500 Quadratmeter groß wird das Studio mit Nebenräumen. Das ist eine beachtliche Größe, allerdings bietet der frühere Kaufhof auch jede Menge Platz. Aus Sicht von Isabelle Schriever, die bei Fit X das Projekt in Leverkusen leitet, „passt der Standort sehr gut zu unserem Konzept: zentral gelegen, gut erreichbar und mit der Möglichkeit, eine moderne Trainingsumgebung für unterschiedliche Trainingsziele zu schaffen“. Der weitere Ausbau werde jetzt im Detail geplant.

Neue Impulse für die City

Aus Sicht von Levi-Geschäftsführer Björn Krischick ist das Konzept, das frühere Kaufhaus am westlichen Eingang der Wiesdorfer Fußgängerzone zu einem Haus mit Sportakzent zu machen, vorteilhaft. Mit Decathlon und Fit X gewinne der Standort „zwei frequenzstarke Nutzungen, die breit gefächerte Zielgruppen ansprechen und neue Impulse für die Leverkusener Innenstadt setzen. Genau so etwas brauchen wir, um den Corner 82 dauerhaft als lebendigen Ankerpunkt in der City zu etablieren.“

Tim Feister, der nach der Kommunalwahl den Vorsitz des Aufsichtsrates bei der Levi übernommen hat, zeigte sich am Freitag ebenfalls überzeugt, dass Fit X „Frequenz in die Innenstadt bringt und den Standort über den klassischen Einzelhandel hinaus stärkt“.

Ein gemeinsames Ziel

Für Antonia Roloff, die bei der Levi das Projekt Corner 82 leitet, ist die Übergabe der zweiten Fläche „das Ergebnis intensiver Projektarbeit und enger Abstimmungen zwischen allen Beteiligten. Bei einem Bestandsgebäude dieser großen Größenordnung braucht es gute Planung, Flexibilität und ein gemeinsames Zielbild.“

Projektleiterin Antonia Roloff mit Levi-Chef Björn Krischick im Untergeschoss des früheren Kaufhof

Projektleiterin Antonia Roloff mit Levi-Chef Björn Krischick im Untergeschoss des früheren Kaufhof

Fest vermietet werden konnte auch schon das Untergeschoss. Das Konzept von Cosmo-Sports ist eher auf der vergnüglichen Seite sportlicher Betätigung: Axtwerfen, Darts, Bowling. Ein Teil des Erdgeschosses geht an das Günstig-Kaufhaus Action, die westliche Ecke ist noch zu haben. Im Konzept von Projektleiterin Roloff ist dort Platz für eine größere Gastronomie. Eine Fläche weiter oben geht an eine Fachschule für Physiotherapie. Allzu viel Platz ist also nicht mehr frei im ehemaligen Kaufhof.

Ein großer Umbau war nicht möglich

Allerdings war es gar nicht so einfach, 20.000 Quadratmeter Fläche neu zu bestücken. Umso mehr, als es einige Beschränkungen gab: Eine möglicherweise einfacher zu realisierende Büronutzung der oberen Etagen schied aus, weil es keine großen Umbauten am Gebäude geben konnte. Das liegt vor allem daran, dass auch die Luminaden mit dem eingebauten Wohnhochhaus ein riesiges Konglomerat aus Eigentümern bilden. Die haben natürlich gänzlich unterschiedliche Interessen.

Ein Problem, das man bei der Levi aus der City C kennt. Diesen gordischen Knoten galt es zu zerschlagen, um überhaupt Beinfreiheit zu bekommen für die komplette Neuentwicklung des Standorts. Im Gegensatz zu den Luminaden werden die Geschäftsbereiche der City-C abgebrochen und durch Wohngebäude ersetzt. Das bedeutet gewaltige Investitionen – und die kamen beim früheren Kaufhof von vornherein nicht in Frage.

Allerdings wurden auch dort insgesamt rund 26 Millionen Euro ausgegeben: Elf flossen in den Kauf, 15 weitere in die Ertüchtigung des Baus. Beim Umbau wurden hier und da Asbest und polychlorierte Biphenyle, besser bekannt unter ihrem Kürzel PCB, gefunden. Dass die Lüftung komplett und die Sprinkleranlage in Teilen erneuert werden musste, war zunächst ebenso wenig absehbar wie die komplett neue Eindeckung des Dachs. Das ist rund 3800 Quadratmeter groß.