Klar, wenn man an zwei Tagen die Kölnarena vollmachen würde, wäre man wohl schnell durch, was die Besucherzahl angeht, sagt Patrick Lück. Aber das kommt für den Höhner-Sänger und seine Bandkollegen bei diesem Format nicht infrage. „Die Nähe wäre nicht da“, sagt Lück. Denn wenn die sechs Stamm-Höhner und noch ein paar Gastmusiker für ihre Weihnachtsshow auf die Bühne kommen, ist vieles anders als bei den gängigen Auftritten der Band. Am Freitag, 4. Dezember, kommt „Höhner Weihnacht“ ins Forum nach Leverkusen.
Mehr als 20 Auftritte von Ende November bis kurz vor dem Fest absolvieren die Höhner für ihre Weihnachtstour. „Wir erreichen damit mehr als 20.000 Menschen. Das ist schon ein großes Ding und ein wichtiger Bestandteil unseres Jahres“, sagt der Sänger. Die Band macht das schon seit vielen Jahren, Lück ist seit 2022 dabei, als er in die Band eingestiegen ist. Die Weihnachtskonzerte seien sehr beliebt, sagt er.
Vielleicht, weil sie eine Art „Einstimmung aufs Weihnachtsfest“ seien, vermutet er. Das gehe der Band im Grunde nicht anders. Ein Gast, der vor einem Besuch der Weihnachtsshow befürchtet hatte, dass ihm das zu viel Höhner-Party sei, habe ihm danach gesagt: „Ich hätte mich direkt untern Weihnachtsbaum setzen können“, sagt Lück und lacht.
Auch Party erlaubt
Wobei ein bisschen Party auch bei „Höhner Weihnacht“ auch erlaubt sein sollte, wenn dann „Viva Colonia“ oder „Prinzessin“ kommen. Irgendwo zwischen „festlich, rockig und besinnlich, emotional und lebenslustig“, heißt es in der Presseankündigung. Die Band spielt unter anderem Lieder aus ihrem Weihnachtsalbum „Janz vill Lametta“, hat bestehende Songs in akustisches Gewand umarrangiert und teilweise mit weiteren Facetten – zum Beispiel Bläsersätzen – versehen. Dazu erzählen die Musiker zwischendurch Geschichten.
„Es gibt Dialoge, Geschichten, ein bisschen Comedy und natürlich ganz viel Musik“, beschreibt Lück das Konzept. Die Band lege Wert darauf, „die richtige Balance zu finden“. Zwischen besinnlichen und manchmal auch melancholischen Momenten und denen, in denen die Leute auch mal von ihren Sitzen aufstehen.
Zu Lücks Lieblingsnummern gehört etwa „Wo et Hätz is“ vom aktuellen Weihnachtsalbum, angelehnt an das irische Traditional „Carrickfergus“. Und auch wenn sie manche Songs etwas weihnachtlich anpassen, gebe es natürlich die, die ohnehin gut ins Programm passen. Wie die Ballade „Die schönste Stroß“, deren Botschaft sei in diesem Zusammenhang ein bisschen wie bei „Driving home for Christmas“, sagt Lück. Und da sehe er auch bei den Weihnachtsshows immer wieder Feuerzeuge und auch das eine oder andere Tränchen.
„Höher Weihnacht“, Freitag, 4. Dezember, 20 Uhr, Einlass 19 Uhr, Forum Leverkusen, Am Büschelter Hof 9, Karten gibt es bei Eventim.

