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Zum 1. Januar 2027Klinikum Leverkusen übernimmt Remigius-Krankenhaus in Opladen

Die Stadttochter hatte vor drei Jahren schon versucht, den Opladener Standort zu übernehmen. Jetzt hat es geklappt.

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Alexianer Krankenhaus Sankt Remigius Opladen

Noch steht „Alexianer“ auf dem Schild vor dem Remigius-Krankenhaus. Ab dem 1. Januar 2027 nicht mehr.

Es hatte sich in den vergangenen Monaten angedeutet: Das Klinikum Leverkusen übernimmt das Remigius-Krankenhaus in Opladen. Am Freitagvormittag, 16. Oktober, meldete das Schlebuscher Hospital Vollzug. Zum 1. Januar 2027 geht das Opladener Krankenhaus in die Trägerschaft der 100-prozentigen Stadttochter über.

Noch und seit dem 1. Februar 2024 ist die Alexianer GmbH aus Münster Trägerin des Remigius-Krankenhauses. Zuvor gehörte das Haus zur K-Plus-Gruppe. Als die sich wegen finanzieller Probleme vom Hospital trennte, hatte das Klinikum Leverkusen ebenfalls Interesse, das Remigius zu übernehmen. Damals, so war zu hören, scheiterte der Versuch vor allem daran, dass das Olpadener Haus weiterhin einem katholischen Träger gehören sollte.

Wie das Klinikum jetzt mitteilt, hat man sich mit den Alaxianern auf einen verbindlichen Übergang geeinigt. Die wichtigste Botschaft: Der Opladener Krankenhausstandort bleibt erhalten. Wörtlich heißt es in der Mitteilung:  „Das St.-Remigius-Krankenhaus soll als Krankenhausstandort in Opladen erhalten und in die medizinische Gesamtstrategie des Konzerns Klinikum Leverkusen eingebunden werden.“ Für die Patientinnen und Patienten verspricht man sich davon einerseits Kontinuität, andererseits neue Möglichkeiten: Denn durch den Zusammenschluss könnten Behandlungsangebote künftig stärker aufeinander abgestimmt werden.

Im Klinikum in Schlebusch arbeiten fast 3000 Menschen.

Im Klinikum in Schlebusch arbeiten fast 3000 Menschen.

Was genau der Zusammenschluss für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Es ergäben sich „neue Möglichkeiten der standortübergreifenden Zusammenarbeit, des fachlichen Austauschs und der Weiterentwicklung. Das Klinikum hat gegenüber beiden Belegschaften angekündigt, Veränderungen sorgfältig vorzubereiten und frühzeitig mit den betroffenen Bereichen zu kommunizieren.“

Bis zum Übergang zum Jahreswechsel sollen jetzt die „organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen“ dafür geschaffen werden. Das habe keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft: „Der Krankenhausbetrieb wird während des Übergangs an beiden Standorten unverändert und verlässlich fortgeführt.“

Die Übernahme, aus der eine gemeinsame medizinische Strategie erwachsen soll, orientiere sich auch an den veränderten Rahmenbedingungen durch die NRW‑Krankenhausplanung. Die sieht unter anderem, verkürzt gesagt, vor, dass bestimmte Spezialisierungen an dafür gut ausgestatteten Orten gebündelt werden. Dafür haben Hospitale Leistungsgruppen zugesprochen bekommen oder auch nicht. Das Remigius-Krankenhaus ist zum Beispiel ein zertifiziertes Endoprothetikzentrum. Hier werden viele Hüft- und Knie-OPs vorgenommen. Das Leverkusener Klinikum, das nach eigener Aussage „für stationäre und ambulante Spitzenversorgung“ steht, hat zum Beispiel die Kardiologie, Neurologie mit Stroke Unit und Viszeral- und Thoraxchirurgie unter seinem Dach.

Wir verbinden zwei leistungsfähige Krankenhaus-Standorte und schaffen damit die Voraussetzungen, als starker kommunaler Maximalversorger zwischen Köln und Düsseldorf Versorgung aus einer gemeinsamen Perspektive und damit noch intensiver zu gestalten
André Schumacher, Klinikum-Geschäftsführer

Durch den Zusammenschluss könne man die Versorgungsangebote im Sinne der Krankenhausplanung besser aufeinander abstimmen: „Bereits während der Verhandlungen hatten das Klinikum und die Alexianer den Zusammenschluss deshalb als Chance beschrieben, eine medizinische Gesamtstrategie zu entwickeln.“ Denn wie Anja Mitrenga-Theusinger, die medizinische Geschäftsführerin des Schlebuscher Krankenhauses, sagt, gehe es nicht um das Nebeneinander zweier Häuser, sondern um einen gemeinsamen Krankenhausverbund.

Für die Alexianer sei bei den Verhandlungen entscheidend gewesen, „eine langfristig tragfähige Perspektive für das St. Remigius-Krankenhaus, seine Mitarbeitenden und die Versorgung der Menschen vor Ort zu schaffen“. Benjamin M. Koch, Verbundsgeschäftsführer Rheinland der Alexianer, sagt, der Übergang geschehe „im Sinne einer langfristig guten und sicheren Patientenversorgung in der Region“. Die Remigius-Geschäftsführerin Daniela Kreuzberg betont, wie wichtig es sei, „Kontinuität zu schaffen und den Übergang für Mitarbeitende und Patienten gut zu gestalten“.

André Schumann, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums, sagt: „Wir verbinden zwei leistungsfähige Krankenhaus-Standorte und schaffen damit die Voraussetzungen, als starker kommunaler Maximalversorger zwischen Köln und Düsseldorf Versorgung aus einer gemeinsamen Perspektive und damit noch intensiver zu gestalten.“

Oberbürgermeister Stefan Hebbel spricht von einer „guten Nachricht für Leverkusen“: „Mit der Verbindung der beiden Krankenhausstandorte schaffen wir eine starke und langfristige Perspektive für die medizinische Versorgung unserer Stadt. Davon profitieren die Menschen in Leverkusen ebenso wie die gesamte Region.“