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AusbauBauausschuss bringt Zufahrtstraße zum Klinikum Leverkusen durch Wald voran

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Eine Baustraße führt durch ein Waldstück.

Das Klinikum Leverkusen plant neue Zufahrt im Landschaftsschutzgebiet.

Das Klinikum möchte im Zuge seines Ausbaus eine direkte Verbindung vom Gelände des Krankenhauses durch den angrenzenden Wald zur Gustav-Heinemann-Straße bekommen.

Mindestens 3,5 Meter breit muss sie sein, Lkw mit 16 Tonnen Traglast standhalten und einem Achsgewicht von zehn Tonnen: Die Rede ist von einer Straße, die quer durch ein Waldgebiet von der Gustav-Heinemann-Straße zum Klinikum führen soll. Thomas Kresse, Leiter der Berufsfeuerwehr Leverkusen, machte im Bauausschuss am Montagabend die Anforderungen deutlich, die die Brandbekämpfer an eine feuerwehrtaugliche Zufahrt haben. Die Mitglieder des Bauausschusses hatten darüber zu befinden, ob sie auf dem Weg der Änderung des Flächennutzungsplans für einen Teil des Waldgebiets der frühzeitigen Beteiligung der Bevölkerung an dem Verfahren zustimmen.

In der Debatte wurde schnell deutlich, dass die wenigsten Ausschussmitglieder die vom Klinikum gewünschte Zufahrtstraße durch das Waldstück zur vierspurigen Gustav-Heinemann-Straße komplett ablehnen. Frank Schmitz (CDU) forderte jedoch, dass die neue Straße, die bislang schon als Baustraße existiert, nur für die Zu- und Abfahrt der Rettungswagen und die Patientenfahrten genutzt werden solle. So habe es der Bürger- und Umweltausschuss entschieden. Der Lieferverkehr zum Klinikum solle weiter über die Straße Am Gesundbrunnen oder die Paracelsusstraße stattfinden.

Grüne sehen Erweiterung sehr kritisch

Christoph Kühl betonte für die Grünen, man sehe die Erweiterung der Baustraße „sehr kritisch“, gehe aber dennoch bei der Änderung des Flächennutzungsplans mit. Martin Blank von Opladen Plus brachte eine einspurige Zufahrt mit Ausweichbuchten im Wald und einer Ampelschaltung an der Gustav-Heinemann-Straße ins Gespräch, um den Eingriff in den Wald zu minimieren. Lediglich Benedikt Rees (Klimaliste), der als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht im Ausschuss sitzt, beharrte darauf, dass das Klinikum doch bereits zwei Zufahrten habe.

Das ließ André Schumann, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums, der gleichfalls in die Ausschusssitzung gekommen war, nicht gelten. Zwar könne die Feuerwehr über die Paracelsusstraße aufs Klinikumsgelände gelangen. Von dort könnten aber nur Brände in der Pflegeschule, dem Verwaltungsgebäude und weiteren auf derselben Geländeebene liegenden Gebäuden bekämpft werden. Andere Teile des Klinikums, die auf niedrigerem Gelände stehen, seien hingegen nicht erreichbar. Schumann: „Jedes Gewerbegebiet hat heute zwei Zufahrten. Das sollten wir uns auch für das Klinikum leisten können.“ Er nannte die derzeitige morgendliche Verkehrssituation am Klinikumsgelände „Wahnsinn“. Die Leitung des Klinikums fordert, dass auch der Lieferverkehr das Krankenhaus durch den Wald anfahren können soll. 

Feuerwehrchef Kresse wies darauf hin, dass das Klinikum zur kritischen Infrastruktur gehöre. „Es ist nicht mehr zeitgemäß, dass ein Krankenhaus dieser Größenordnung nur eine ausreichend große Zufahrt hat. Es wäre absolut fahrlässig, wenn wir das  Klinikum mit seinen Ausbauplänen mit nur einer Zufahrt belassen.“ 

Der Ausschuss beschloss am Ende der Debatte sowohl die frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung sowohl an der Änderung des Flächennutzungsplans als auch an dem städtebaulichen Konzept für die Klinikumserweiterung.