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BeschlüsseLeverkusener Bürgerausschuss will Burkinis in Bädern nicht verbieten

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Suchseite mit Burkini-Fotos.

Eine Suchseite mit Burkini-Fotos.

Der Leverkusener Bürger- und Umweltausschuss tagte am Donnerstag. Beschlüsse und Diskussionen im Überblick.

In den Leverkusener Schwimmbädern werden auch künftig Burkinis erlaubt bleiben. Burkinis sehen aus wie Kleider, sie bedecken Beine, Kopfhaar und die Arme komplett. Die Anzüge mit langen Badehosen bis über die Knöchel und manchmal zusätzlich einem Rock darüber, um die Körperform zu verhüllen, werden von Frauen getragen werden, die ein strenges Islamverständnis leben. Bei ihnen dürfen bestimmte Körperteile nicht unbedeckt sichtbar sein. Ein Bürgerantrag einer Leverkusenerin hatte ein Verbot gefordert und sowohl hygienische als auch gesellschaftliche Argumente angeführt.

Die Verwaltung hatte in einer Stellungnahme vor allem mit rechtlichen Argumenten von einem Verbot abgeraten, weshalb der Bürgerinnenantrag im Bürger- und Umweltausschuss auf Antrag der CDU mehrheitlich als erledigt abgestimmt wurde.

Kurz wurde auch der Aspekt der Badehygiene angesprochen; mit einem Burkini kommt ungleich mehr Stoff mit dem Wasser in Kontakt und niemand weiß, was die Trägerin darunter trägt. Unterwäsche zu tragen, ist im Bad verboten, werde aber gelegentlich missachtet: Bei männlichen Jugendlichen sei so etwas zu beobachten, hieß es.

Ob sich jeder und jede vor dem Schwimmen ausreichend den Körper reinige, wie in der Bäderordnung vorgeschrieben, sei schwer zu kontrollieren, sagte Sportpark-Chefin Nelly Schreiner. Sie sagte aber zu, sich für die Bäder einen Aufsteller auszudenken, um auf diese Dinge hinzuweisen.

Radwege

Bei den seit Jahren laufenden Autobahnbaustellen in Leverkusen mussten Radfahrer die Erfahrung machen, dass Radwege, etwa unter der Autobahnbrücke am Rhein oder an der Dhünn, zugunsten der Baustellen über Jahre gesperrt wurden, während Wegebeziehungen für Autos stets befahrbar blieben, etwa die A 59.

Es geht um Radwege, wie diesen zwischen Sportpark und der Stelze. Der Weg wird durch einen Tunnel unter dem Europaring geführt. Er dürfte beim Bau der Stelze geschlossen werden.

Es geht um Radwege, wie diesen zwischen Sportpark und der Stelze. Der Weg wird durch einen Tunnel unter dem Europaring geführt. Er dürfte beim Bau der Stelze geschlossen werden.

Damit sich das nicht bei den kommenden, vermutlich viel größeren Baustellen der Autobahn GmbH in der Innenstadt wiederholt, nahmen die Politiker im Bürger- und Umweltausschuss einen Antrag der Grünen an. Sie fordern, dass sich die Verwaltung bei der Autobahn GmbH dafür einsetzt, dass die bestehenden Rad- und Fußwegeverbindungen während des Ausbaus während der gesamten Bauzeit „möglichst aufrechterhalten werden“ sollen. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen, nur die CDU enthielt sich, das wurde aber nicht begründet.

Silbersee

Das Fahren mit Modellbooten aller Art bleibt, auch auf dem Silbersee, verboten. Ein Bürger hatte angeregt, das Fahren mit Modellsegelbooten zu erlauben. Aber die Ausnahmen zu definieren und zu kontrollieren, sei zu aufwendig, so die Mehrheitsmeinung.

Was am und auf dem Hitdorfer See, dem Großer Silbersee und dem Stöckenbergsee erlaubt ist, wird in der Leverkusener Seenverordnung geregelt. Neben Bootfahren ist zum Beispiel das Führen unangeleinter Hunde verboten, belästigenden Lärm zu verursachen, Tongeräte ohne Kopfhörer zu betreiben, Feuer zu machen, zu zelten, mit Autos herumzufahren oder zu parken, die Notdurft zu verrichten und vieles andere. Segel-Modellbootfahren bleibt aber auf dem Oulusee erlaubt, der eigentlich ein Teich ist, weil er einen Zu- und einen Abfluss hat.

Klinikum-Trasse

Der Bürger- und Umweltausschuss hat mehrheitlich zugestimmt, dass das Klinikum eine neue zweispurige Straße für die Andienung und den Rettungswagen durch den Wald an der Dhünn zur Gustav-Heinemann-Straße bauen darf. Volt und Opladen Plus stimmten dagegen, weil sie eine zweispurige Straße durch den Wald für zu breit halten. CDU, SPD, AfD und die Grünen sind dafür. Befürworter wollten aber festgelegt haben, dass später auch wirklich nur Andienungsverkehr und Rettungswagen über die Straße fahren dürfen. Wie das praktisch gehen soll, wurde nicht erörtert.