Bis Herbst soll es mit den Betreibern des Remigius-Hospitals eine Einigung geben. Von einer Übernahme des Wermelskirchener Krankenhauses sieht das Schlebuscher Krankenhaus ab.
Gespräche laufenÜbernahme von Remigius-Krankenhaus durch Klinikum Leverkusen rückt näher

Das Opladener Krankenhaus befindet sich in Trägerschaft der Alexianer-Gruppe. (Archivfoto)
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Schon seit Längerem ist bekannt, dass das Leverkusener Klinikum daran interessiert ist, das Remigius-Krankenhaus in Opladen zu übernehmen. Als die K-Plus-Gruppe, der ehemalige Träger des Opladener Hospitals, die Klinik wegen wirtschaftlicher Probleme abgeben musste, hatte auch das Schlebuscher Krankenhaus, eine 100-prozentige Stadttochter, sein Interesse hinterlegt. Zur Einigung war es aber nicht gekommen, stattdessen übernahm erneut ein kirchlicher Träger: die Alexianer-Gruppe.
Das ist jetzt zweieinhalb Jahre her und offenbar hat sich in dieser Zeit einiges getan. Das Klinikum teilt nämlich mit: „Die beiden Häuser führen Gespräche über eine Übernahme des Opladener Standortes durch das Klinikum Leverkusen.“ Details über die Gespräche teilt das Klinikum nicht mit. Die offensive Öffentlichkeitsarbeit legt allerdings den Schluss nahe, dass sie weit fortgeschritten sind. Bis Herbst sollen die Gespräche abgeschlossen sein.
Hintergrund der Verhandlungen seien die tiefgreifenden Veränderungen in der deutschen Krankenhauslandschaft, so das Schlebuscher Klinikum: „Krankenhausplanung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und gesetzliche Reformvorhaben stellen Träger bundesweit vor die Aufgabe, Versorgungsangebote zukunftsfähig aufzustellen.“

Das Klinikum will das Remigius übernehmen. (Archivfoto)
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Benjamin M. Koch, Verbundsgeschäftsführer Rheinland der Alexianer, lässt sich wie folgt zitieren: „Wir führen diese Gespräche nicht aus einer wirtschaftlichen Notlage heraus, sondern aus Verantwortung.“ Den Alexianern gehe es darum, „die medizinische Versorgung für die Menschen in Leverkusen langfristig zu sichern und den Mitarbeitenden des Alexianer St. Remigius-Krankenhauses eine verlässliche Perspektive zu eröffnen“. Und das Klinikum habe ein gutes Konzept vorgelegt, sagt Koch.

Dr. Anja Mitrenga-Theusinger, medizinische Geschäftsführerin, und André Schumann, kaufmännischer Geschäftsführer.
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André Schumann, einer der Geschäftsführer des Klinikums, sieht in einer möglichen Übernahme „nicht einfach einen weiteren Standort“. Das Remigius-Krankenhaus sei vielmehr „ein wesentlicher Baustein eines starken Leverkusener Krankenhausverbunds“. Man wolle den Standort Opladen erhalten, die Versorgung gemeinsam weiterentwickeln und Kompetenzen bündeln. Eine medizinische Gesamtstrategie soll entstehen.
Man wisse um die Bedeutung der Opladener Klinik für die Bevölkerung und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Deshalb wollen wir diesen Prozess verlässlich, transparent und mit Respekt vor der Geschichte des Standortes gestalten.“ Anja Mitrenga-Theusinger, ebenfalls Geschäftsführerin, sieht in dieser Verbundlösung ein potenzielles Beispiel „für die Ziele der neuen Krankenhausplanung NRW“.
Nicht übernehmen wird das Klinikum das Wermelskirchener Krankenhaus. Auch das stand mal im Raum. Man habe ein Konzept für den Standort entwickelt, „für das im weiteren Verlauf des Prüfungsprozesses jedoch keine ausreichenden Voraussetzungen für eine gemeinsame Umsetzung geschaffen werden konnten“, teilen die beiden Geschäftsführer mit. Man hätte viel Geld in das Hospital stecken müssen, dazu kämen die sich verändernden politischen Rahmenbedingungen, vor allem die Auswirkungen des Beitragsstabilisierungsgesetzes. Schumann und Mitrenga-Theusinger: „Die finalen Ergebnisse der Prüfung führten zu dem Schluss, dass das Haus für uns weder mittel- noch langfristig nachhaltig wirtschaftlich betreibbar ist.“
