Kaufland in Manfort steht nach mehreren Monaten vor der Wiedereröffnung. Kunden dürfen neue Technik und zusätzliche Geschäfte erwarten.
Millionenumbau in ManfortViel Neues mit vertrautem Team bei Kaufland

Nikola Markovic (v.l.), Khalid Echrif und Robert Kautza begleiten den Umbau des Kaufland-Marktes in Manfort.
Copyright: Charlotte Breidohr
Ohrenbetäubendes Hämmern und Schweißgeräusche durchdringen die beeindruckend leere 7300 Quadratmeter Verkaufsfläche. Das Licht scheint hell aus den neuen LED-Lampen, die Fliesen sind frisch verlegt, aber voll mit Staub und Bauschutt. Hier soll in rund zwei Monaten ein moderner Supermarkt wiedereröffnen: der Kaufland an der Stixchesstraße in Manfort.
Der große Supermarktkonzern hatte die ehemalige Real-Filiale 2022 kurzfristig übernommen und damals bewusst wenig verändert. Man habe den Standort erst kennenlernen wollen, dann Pläne entwickelt und die nötigen Bauanträge gestellt. 2026 waren alle Genehmigungen da und es konnte losgehen: Im April wurde der Markt geschlossen, um das aus den 70er-Jahren stammende Gebäude mit insgesamt über 10.000 Quadratmetern Verkaufs- und Lagerfläche und das über 10.000 Quadratmeter große Parkdeck vollkommen zu modernisieren. Wenige Wochen vor der Wiedereröffnung hatte die Konzernleitung zum Baustellen-Rundgang eingeladen, zwischen Paletten, Kabeln und leeren Gefriertruhen.

Der Kaufland-Markt an der Stixchesstraße wird derzeit umfassend modernisiert.
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„Wir stecken mitten in der Hochphase im Umbau. In einigen Bereichen ist der Rohbau noch nicht abgeschlossen, bei anderen ist der Ausbau – Boden- und Fliesenarbeiten, Mal- und Trockenbau – in vollem Gang“, sagt Robert Kautza von der Kaufland Immobilienentwicklung. „Aktuell arbeiten 100 Arbeiter aus elf Gewerken parallel. Nächste Woche startet der Ladenbau, also der Regalbau.“ Es sei ein „Herkules-Projekt“, aber die Projektleitung gebe sich positiv, den geplanten Eröffnungszeitraum einzuhalten. Auf einen festen Tag mag man sich noch nicht festlegen.
Das soll sich für den Kunden ändern
Lieber zeigen Robert Kautza, Bauprojektleiter Nikola Markovic und Hausleiter Khalid Echrif nicht nur, was baulich verändert wurde, sondern über welche Neuerungen sich die Kunden zukünftig freuen können. Das sind zum Beispiel drei farblich abgesetzte Säulen mit smarten Monitoren auf der Verkaufsfläche, an denen Produkte gescannt werden können, um den aktuellen Preis, Informationen oder Zusatzstoff-Listen zu erhalten. Zehn Selbst-Scan-Kassen, sechs E‑Ladesäulen auf dem Parkplatz und ein neuer, ausgebauter Pfandrückgabebereich sollen beim Einkauf Zeit und Nerven sparen.
Ein individuell für jeden Bereich einstellbares Kühl- und Heizungssystem, ein großer Heimwerker-Bereich und ein erweitertes Angebot von Konzessionspartnern: Auf über 3000 Quadratmetern ziehen neben den alten Mietern (darunter ein Friseur, ein Nagelstudio, ein Bäcker, ein Schlüsseldienst, eine Apotheke und ein Lotto-Kiosk) auch neue Gewerbe ein: der bekannte „Mangal“-Dönerladen und ein Asia-Imbiss mit Sitzmöglichkeiten, sowie der Möbelshop „JYSK“.
Trotz Schließung keine Kündigung
Trotzdem sollen sich Stammkunden wieder wohlfühlen: „Unser Ziel war es, möglichst wenig beim Ablauf und der Reihenfolge des Einkaufs zu verändern, damit sich die Kunden schnell wieder zurechtfinden“, so Hausleiter Khalid Echrif. Er sei stolz auf seine neue moderne Filiale. Worauf er sich aber am meisten freut: Nach acht Monaten wieder mit seinem alten Team aus 130 Mitarbeitern zusammenzuarbeiten. „Wir mussten keine einzige Kündigung aussprechen. Ich habe mit jedem einzelnen Mitarbeiter frühzeitig Gespräche geführt und wir haben für jeden eine individuelle Lösung, auch mit Fahrtkostenzuschüssen, gefunden, damit sie in anderen Filialen wie Leichlingen oder Köln weiterarbeiten konnten.“
Kaufland investierte eine „zweistellige Millionensumme“ in den bisher einzigen Standort in Leverkusen. Das müsse aber nicht so bleiben. „Wir sind immer auf der Suche nach weiteren geeigneten Flächen“, so Bauprojektleiter Nikola Markovic.
