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Bierbörse„Ich komme gern nach Opladen, die Menschen gefallen mir“

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Die Opladener Bierbörse war am Wochenende sehr gut besucht.

Die Opladener Bierbörse war am Wochenende sehr gut besucht.

Bei sonnigem Wetter ist die Bierbörse erfolgreich gestartet – mit einigen Neulingen auf der Festwiese.

„Ich denke mal, ihr wollt jetzt alle Bier trinken“ – mit diesen Worten hatte Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel am Freitagnachmittag die 39. Leverkusener Bierbörse durch einen präzisen Schlag beim Fassanstich eröffnet.

74 Stände aus ganz Europa sind über vier Tage auf der Festwiese versammelt. Einige davon sind schon fast von Beginn an dabei, so wie die Klosterbrauerei Andechs, die schon seit mehr als 30 Jahren einen Stand bei der Opladener Bierbörse bewirtet. Standinhaber Axel Teegen freut sich besonders über seine Stammgäste: „Viele kommen jedes Jahr zu meinem Stand. Ich komme jedes Jahr gerne wieder zur Opladener Bierbörse, weil mir die Menschen hier gefallen. Es geht ja nicht nur ums Bier, sondern um das Miteinander. Man sitzt, redet, isst, lacht“, erzählt der gebürtige Schleswig-Holsteiner. Da sein Bier eher etwas für älteres Publikum sei, kämen manche Gäste bereits seit 30 Jahren zu seinem Stand.

Treffen der Generationen

Aber auch jüngere Leute zieht es auf die Bierbörse. „Für mich ist die Bierbörse Leverkusens größtes Event“, erzählt die 25-jährige Julia aus Schlebusch. „Hier treffen sich verschiedene Generationen und es gibt immer etwas Neues zu sehen.“ Da sie polnische Wurzeln hat, ist ihr Lieblingsstand der des bekannten polnischen Bierherstellers „Tyskie“, an dem polnische Musik läuft und neben klassischem Bier auch Kirschbier angeboten wird.

Dabei ist die Bierbörse immer im Wandel. Erstmals bieten in diesem Jahr viele Stände EC-Kartenzahlung an. Außerdem gibt es an immer mehr Ständen auch alkoholfreies Bier zu kaufen. Zum Beispiel konnte man am Bayreuther Stand ein alkoholfreies Bayreuther vom Fass gezapft bekommen. „Schmeckt nach Bier“, freut sich eine Besucherin nach dem ersten Schluck.

Björn Bente will die schwäbische Maultasche in NRW etablieren.

Björn Bente will die schwäbische Maultasche in NRW etablieren.

Insgesamt gibt es in diesem Jahr sechs neue Brauereien, die erstmals ihr Sortiment auf der Bierbörse präsentieren: Astra, Wiegenbräu, Zunft Kölsch, Störtebeker, Leffe und Bayreuther. Auch kulinarisch hat das Bierfest jedes Jahr einige Neuheiten zu bieten. So auch „Hülle und Fülle“, bei denen vier verschiedene Maultaschen-Variationen angeboten werden, zwei davon mit Fleisch sowie zwei vegetarische Varianten. Björn Bente, Standinhaber, möchte das Nischenprodukt Maultasche nach Nordrhein-Westfalen bringen. Der gebürtige Wuppertaler hat in Baden-Württemberg studiert und dort die verschiedensten Variationen der traditionellen schwäbischen Teigtasche kennengelernt. „Die Leute sind erst mal zögerlich, da die Maultasche jetzt nicht das klassische Bierfestessen ist. Aber dann gefällt es ihnen doch meistens gut“, sagt er.

Ökologisches grünes Licht

Seit drei Jahren wird die Opladener Bierbörse von einer ökologischen Aufsicht begleitet. Diese hat durchgesetzt, dass dieses Jahr ab den Abendstunden grünes Licht zur Beleuchtung der Festwiese verwendet wird. „Das grüne Licht ist fledermausfreundlich. Die Wupper nebenan ist nämlich eine besondere Flugstrecke für Fledermäuse und das grüne Licht strahlt nicht in ihren Flugkorridor“, erklärt die verantwortliche Landschaftsarchitektin Stina Peuker. Außerdem haben sie darauf geachtet, dass durch die Bierzeltgarnituren keine Bodendruckprobleme entstehen, sondern der Druck besser verteilt wird.

„Die Mühle des Mühlenkölschs ist ein Blickfang und die Livemusik am Guinness-Stand zieht auch sehr viele Leute an“, resümiert Kerstin Nowack, Projektleitung der Bierbörse, nach den ersten Tagen. Die Highlights standen da noch bevor: Am Sonntagabend kamen die Brings auf die Bierbörsen-Bühne. Und am Montag steht der 30. Auftritt des Meisters auf dem Programm: Guildo Horn kommt – und bringt Henning Krautmacher als Ehrengast mit.