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VolksfestViel Prominenz auf der Bühne zur 39. Opladener Bierbörse

4 min
Leverkusen Guildo Horn Bierbörse
Foto: Michael Wand

Guildo Horn kommt natürlich wieder zur Bierbörse: Mit einem Stargast zum Jubiläum

Die 39. Opladener Bierbörse findet von 10. bis 13. Juli mit einigen Neuerungen statt.

Fast wäre Werner Nolden ein Jubiläum durchgegangen. „Eines Morgens kam ich ins Büro und da rief mir eine Kollegin rüber: Werner, du weißt schon, dass Guildo dieses Jahr zum 30. Mal da ist?“ Wusste er nicht. Aber nach dreimal Nachrechnen inklusive aller Coronapausen war klar: Guildo Horn spielt am 13. Juli auf der 39. Opladener Bierbörse im 40. Jahr des Bestehens tatsächlich zum 30. Mal.

Was kann man einem Künstler zum Jubiläum schenken? Am besten einen anderen Künstler, dachte sich Nolden, und rief einen gemeinsamen Freund an: Henning Krautmacher. Und der sagte umgehend zu, schließlich war Horn 2008 auch beim 35. Bühnenjubiläum der Höhner in der Lanxess-Arena als Gast aufgetreten. In diesem Jahr standen beide beim Inklusionsprojekt „Zusammen laut“ im Rhein-Energie-Stadion auf der Bühne. Und folgt also jene auf der Schusterinsel, Guildos Wohnzimmer, finanziert durch die Sparkasse Leverkusen. Die Bühne erlebt auch am Sonntag schon hohen Besuch: Dann kommen die Brings nach Opladen, zu denen Nolden ebenfalls ein freundschaftliches Verhältnis pflegt.

Einige eher exotische Biere hat Nolden zur Pressekonferenz der 39. Bierbörse mitgebracht.

Einige eher exotische Biere hat Nolden zur Pressekonferenz der 39. Bierbörse mitgebracht.

Im Zentrum aber steht natürlich: das Bier. Erstmals dabei sind in diesem Jahr die Bayreuther Brauerei, deren helle und dunkle Biere es Nolden während eines Nordseeurlaubs besonders angetan haben, und die Wiegenbräu Brauerei aus dem Ruhrgebiet. Dazu gibt es einige Rückkehrer: etwa das belgische Couffee, das vor der Corona-Pandemie zum letzten Mal in Opladen zugegen war, oder das Hamburger Astra. Der Fassanstich – der erste für Oberbürgermeister Stefan Hebbel – erfolgt in diesem Jahr an einem Fass der Bayreuther Brauerei. „Wir sehen zunehmend, dass Kölschsorten Probleme haben, die bayrischen Biere sind stark im Vormarsch“, sagt Marcel Wingchen, Geschäftsführer des gleichnamigen Leverkusener Getränkelieferanten. Ein Phänomen, von dem man in der Nachbarstadt sicher nicht so gerne hört.

Erstmals Kartenzahlung möglich

Eine weitere Neuheit: An einigen Ständen wird in diesem Jahr Kartenzahlung möglich sein. Das hat Nolden beim Schlebuscher Volksfest erstmals getestet und war total überrascht: „Knapp 30 Prozent des Umsatzes wurden mit Karte gezahlt.“ Was mittlerweile fast überall selbstverständlich ist, ist auf einem temporären Festgelände nicht so einfach: Die Verbindungen zu den Kartengeräten müssen jederzeit stehen, außerdem braucht es einen trockenen und logistisch praktischen Ort in einem Bierstand, an dem zu allen Seiten bedient wird. Dazu kommen extra Schulungen für die Mitarbeitenden. Deswegen werde das erst einmal an einigen Ständen getestet, die an extra Hinweisschildern zu erkennen sind.

Digital ist auch die Wupsi unterwegs und möchte Busfahrenden den neuen Luftlinientarif „eezy“ schmackhaft machen: Wer sich am Bierbörsensamstag über das „eezy“-System in eine Fahrt einloggt, die an einer der vier Bierbörsenbushaltestellen (Wupperbrücke, Ersatzhaltestelle Bierbörse, Bonner Straße, Berliner Platz) startet oder endet, bekommt Hin- und Rückfahrt kostenfrei erstattet.


Verkehrsinformationen

Für die Anreise zur 39. Opladener Bierbörse empfiehlt es sich, auf das Auto zu verzichten. Abstellmöglichkeiten für Fahrräder werden geschaffen, die Wupsi richtet auch eine temporäre Leihfahrrad-Station ein. Außerdem werden die Buslinien 206 und 255 durch zusätzliche Fahrten verstärkt. Für den Autoverkehr wird die Bonner Straße im Bereich des Festgeländes jeweils ab 15 Uhr bis 24 bzw. 1 Uhr gesperrt. In der unmittelbaren Umgebung wird zudem eine Tempo-30-Zone eingerichtet, die traditionell von der Stadt streng kontrolliert wird.

Die kostenfreie Busfahrt gilt nur für den Samstag (bis einschließlich 3 Uhr am Sonntag) und nur, wenn die Fahrt über den „eezy“-Tarif gebucht wird. „Eezy.nrw“ steht für einen digitalen Tarif, bei dem Fahrgäste sich beim Ein- und Aussteigen in der App an- und abmelden und die Kosten nach Luftlinie berechnet werden. Voraussetzung für die Nutzung ist eine einmalige Registrierung in einer „eezy.nrw“-fähigen App, zum Beispiel der Wupsi-App.

Geöffnet ist die Bierbörse am Freitag und Samstag von 15 bis 24 Uhr, am Sonntag und Montag von 15 bis 23 Uhr. Der Eintritt ist frei, größere Rucksäcke oder Taschen dürfen nicht mitgebracht werden. (stes)