Zehntausende Menschen kamen zur Opladener Bierbörse und jubelten Brings und Guildo Horn zu.
BierbörseWenn der Meister da ist, braucht Opladen keine neue Liebe

„Da seid ihr ja alle wieder“ – Guildo Horn auf der Bühne der Bierbörse 2026.
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Guildo Horn startet mit „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“. Und sofort ist klar: Die Tausenden Menschen vor der Bühne auf der Schusterinsel brauchen keine neue Liebe. Auch nach 30 Jahren folgen sie ihrem Meister mit jeder Geste, die er vorgibt, und singen jede Zeile mit. „Da seid ihr ja alle wieder“, grüßt Horn von der Bühne, auf der eine große, goldene 30 schwebt. Wie bei einem Familientreffen.
Irgendwie ist die Opladener Bierbörse ja auch wie ein großes Familientreffen. Überall stehen kleinere und größere Gruppen, Passanten fallen sich in die Arme: „Lange nicht gesehen, aber direkt wiedererkannt“. Zur erweiterten Familie gehören auch Brings, die am Sonntagabend dem Publikum einheizten – was bei den Temperaturen von mehr als 30 Grad allerdings nicht nötig war. „Am Sonntag war es ein bisschen zu heiß“, resümiert Veranstalter Werner Nolden. Besonders gefragt war die schattige Kastanienallee. „Erst kurz bevor die Brings kamen, sind dann alle nach unten auf den Platz geströmt.“ Dafür seien Freitag und Samstag mit je 20.000 bis 25.000 Besuchern außergewöhnlich stark besucht gewesen, sagt Nolden.

Die Kölner Band „Brings“ sorgt für eine Superstimmung auf der Bierbörse 2026.
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Und der Montag? „Was soll man dazu noch sagen?“ Guildo kommt, nimmt in seinen orthopädischen Strümpfen die Bühne und das Publikum ein, und dann ist Party bis 22.40 Uhr. „Die Leute haben mir schon vor 20 Jahren gesagt: Lad den nicht noch mal ein, da kommt sonst bald keiner mehr“, erinnert sich Nolden. „Heute stehen da 15-jährige Mädels vor der Bühne und singen jede Zeile von ‚17 Jahr, blondes Haar‘ mit. Das ist schon faszinierend“, sagt Nolden.
Insgesamt sei die Bierbörse sehr gut gelaufen, alle Aussteller sind zufrieden wieder abgereist, Zwischenfälle gab es kaum. Lediglich eine Einzelperson, die gleich zweimal mit Falschgeld auf dem Gelände erwischt worden sei, habe bei ihrer Festsetzung kurzfristig für Randale gesorgt. „Ansonsten alles friedlich, keine größeren Unfälle“, freut sich Nolden. Auch die erstmals an einigen Ständen eingeführte Kartenzahlung sei sehr gut angenommen worden.

Guildo Horn und Henning Krautmacher zusammen auf der Bierbörsen-Bühne
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Um 21.08 Uhr ist es soweit: Zu „Über sieben Brücken musst du gehen“ geht auch Guildo Horns durchgeschwitztes pinkes Hemd. Allerdings bleibt der Meister – ungewöhnlicherweise – nicht lange unbekleidet. Wenig später kommt der angekündigte Jubiläumsgast Henning Krautmacher im Köbes-Outfit auf die Bühne. Während der ehemalige Höhner-Frontmann erstmals überhaupt - eine „Welturaufführung“ - sein neues Lied „Hier kommt der Köbes“ aus dem Musical „Himmel und Kölle“ einem Publikum präsentiert, verschwindet Horn von der Bühne, um wenig später im frischen Türkis mit Mütze wieder aufzutauchen. „Bist du jetzt ein Bade-Meister?“, fragt der Köbes. „Ich wollte neben dir ein bisschen mehr staatsmäßig aussehen“, sagt der Meister, der sich dann ans Schlagzeug setzt, um Krautmacher zum unvermeidlichen „Viva Colonia“ zu begleiten – für das es allerdings in Leverkusen auch ein paar Pfiffe gibt.
Beide Musikbands wird es im kommenden Jahr in Leverkusen wieder bei freiem Eintritt zu sehen geben. „Die Brings kommen wieder, aber nächstes Jahr nach Schlebusch“, verrät Nolden den Topact für das Volksfest im nächsten Jahr. Und Guildo Horn kündigt schon auf der Bühne an, dass er sich den 40. Geburtstag der Opladener Bierbörse natürlich nicht entgehen lassen werde. Dann gibt es Kuchen: „Aber bitte mit Sahne!“
