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KunstRasen in BonnBrings feiert rauschende Geburtstagsparty mit vielen Freunden

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Peter Brings singt beim Auftritt auf der Bühne.

Mit der Gruppe Brings ist der Kunstrasen in die Saison gestartet

Die Band Brings hat ihr 35-jähriges Bestehen mit einem umjubelten Konzert auf dem Bonner KunstRasen gefeiert. Dabei gab es auch klare Ansagen.

Am Ende blinkte selbst der riesige Post-Tower im typischen Schotten-Karo vor Freude. Diese Geburtstagsfeier hatte es wahrlich in sich. Die Kölschrocker von Brings haben am Freitag (3. Juli 2026) ihr 35-jähriges Bestehen gefeiert. Gleichzeitig eröffneten sie mit ihrem Konzert die diesjährige KunstRasen-Saison mehr als würdig.

Viele Jubiläen hat die Rockband in Köln gefeiert. Jetzt war Bonn an der Reihe, denn mit Harry Alfter und Christian Blüm sind zwei Bandmitglieder gebürtige Bonner. Und dass auch auf dem wunderbaren Open-Air-Gelände am Rheinufer zünftig gefeiert werden kann, bewies die Gruppe ihren knapp 7000 Fans eindrucksvoll.

Brings: Jubiläum mit Dennis aus Hürth, Julie Voyage und Michael Kuhl

„Wir haben uns zur Geburtstagsfeier ein paar Freunde eingeladen“, sagte Peter Brings. Gleich zu Beginn kam Dennis aus Hürth dazu, um mit „Et jeilste Land“ loszulegen. „Liebe Töchter, haltet eure Mütter fest, hier sind Brings“, sagte der Comedian.

Bei „Romeo & Julia“ hatte Michael Kuhl seinen ersten Einsatz an der Trompete. Der frühere Frontmann von Kuhl un de Gäng sang auch den größten Hit seiner Band: „Ich han dä Millowitsch jesinn“.

Mit Julie Voyage (Ken Reise) feierte ein weiteres bekanntes Gesicht mit. Wie bei den Brings-Weihnachtsshows sangen sie gemeinsam „Nur nicht aus Liebe weinen“. Anschließend stimmte die „durchgeknallte Alte“ auch noch „E janz klein Gläsje“ an. Passend zum Ambiente hatte die Travestie-Größe das „Modell Kunstrasen“ in grün und gelb als Outfit gewählt.

Peter Brings zusammen mit Julie Voyage auf der Bühne.

Peter Brings hatte zur Geburtstagsparty einige Freunde eingeladen. Julie Voyage sang beispielsweise „Nur nicht aus Liebe weinen“.

Zu dem Zeitpunkt hatte sich die Show bereits zur ausgelassenen Party entwickelt. Mit „Bis ans Meer“ und „Rabenschwarze Nacht“ zelebrierte die Band zwei Fan-Lieblinge ausführlich. „Wir haben uns doch gut gehalten für 35 Jahre, oder?“, wollte Peter Brings von den Fans wissen. Als Beleg flog sogar ein roter BH auf die Bühne, den der Frontmann stolz am Mikrofonständer befestigte.

Eko Fresh biem Brings-Konzert

Eko Fresh sang zumindest via LED-Wand bei „Bunte Brücke“ mit. Zu „Liebe gewinnt“ kam ein 95-köpfiger Chor der Uniklinik Bonn auf die Bühne. „Dieses Motto ist der einzige Weg gegen Rassismus, Faschismus und den ganzen Kack da draußen“, sagte der Sänger. Brings sind schon immer für ihre klare Haltung zur Demokratie und einer bunten Multi-Kulti-Gesellschaft bekannt.

Die Band Brings mit dem Chor der Uniklinik Bonn.

Christian Blüm hatte den Chor der Uniklinik Bonn angesprochen. Die 95 Sängerinnen und Sänger kamen bei „Liebe gewinnt“ dazu.

Klare Kante gab es auch hinsichtlich des Dauerstreits um die Lautstärke auf dem KunstRasen. „Wir haben schon hier gespielt, da konnte man den Rhein noch sehen. Da stand diese blöde Lärmschutzwand noch nicht. Das ist hier in Bonn genauso grausam wie im Kölner Tanzbrunnen“, schimpfte Peter Brings über die Probleme, die ein Anwohner, der in Beuel wohnt, durch seine Klagen mit verursacht.

Harry Alfter wurde noch deutlicher. „Da wohnt ein ganz böser Onkel auf der anderen Rheinseite, dem es zu laut ist. Dabei ist der Mann Professor der Rockmusik. Das ist doch absurd.“ Der Gitarrist nannte sogar den Namen des Klägers und hatte eine Anekdote parat. „Ich habe früher in einem Geschäft in Köln E-Gitarren verkauft. Da hat sich dieser Mann Gitarren gekauft. Und jetzt klagt er gegen die Konzerte.“

Brings beim Auftritt auf dem Bonner KunstRasen.

Peter Brings feierte mit seiner Band am Freitagabend (3. Juli 2026) das 35-jährige Bestehen auf dem Bonner KunstRasen.

Weil dieser Anwohner „so böse“ sei, legte die Band eine ausufernde XXL-Version von „Superjeilezick“ mit reichlich AC/DC-Anleihen hin. Zwischendurch wurde auch das „Pippi-Langstrumpf-Lied“ angestimmt. „Hey Leute, das ist immer noch Karneval“, rief Alfter vergnügt.

Stephan Brings trug „Bonn bei Nacht“ von Schroeder Roadshow bei. Das Ganze geschah mit ordentlich lädierter Stimme. „Ich bin mit dem Fahrrad hierhergekommen“, sagte der Bassist. „In Hersel ist mir etwas in den Hals geflogen.“

„Halleluja“ wurde in der Version mit dem Bonner Beethoven-Orchester gespielt. Auch wenn die Musiker nicht dabei waren und ihr Teil nur vom Band zugesteuert wurde, wirkte der Mix aus Kölschrock und Klassik wieder.

Mit den Klassikern „Jeck Yeah!“, „Polka, Polka, Polka“, „Kölsche Jung“ und „Heimjon“ endete eine über zweieinhalbstündige Geburtstagsparty, die allen Spaß gemacht hatte.