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2,6 Millionen EuroStadt Leverkusen bekommt Kosten für Flutmüll voll erstattet

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In den Tagen nach der Flut stapelte sich wie hier in Opladen der durchnässte Müll aus den Häusern am Straßenrand.

Leverkusen – In den Tagen und Wochen nach der Flut im Juli arbeiteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Leverkusener Entsorgers Avea und des Containerdienstes Reloga unermüdlich. Auf den Straßen der Hochwassergebiete in Opladen, Schlebusch und Alkenrath stapelte sich der Müll in großen Mengen. Was zuvor noch Hausrat und Liebgewonnenes war, war jetzt nur noch Abfall, der sich zu durchnässten Sperrmüllbergen auftürmte – und weggeschafft werden musste.

4500 Tonnen Hochwassersperrmüll

Rund 20.000 Kubikmeter Hochwassersperrmüll habe die Avea damals eingesammelt, sagt Pressesprecherin Anika Hagt. Das entspreche etwa 4500 Tonnen. Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen Jahr ohne Hochwasser beträgt die Gesamtmenge Sperrmüll, die die Avea einsammelt, 7500 Tonnen.

Bis zum Wochenende des 24. und 25. Juli, nur zehn Tage nach dem verheerenden Hochwasser, seien alle betroffenen Gebiete erstmalig vom Flutsperrmüll befreit worden. Immer wieder bildete sich neuer Unrat an den Straßenrändern, schließlich wurden weiter Keller entrümpelt, Einrichtungen aus den Wohnungen gerissen und nicht mehr zu rettende Besitztümer entsorgt.

Die Stadtkasse hat das Geld wieder

Der Einsatz von Avea und Reloga kostete rund 2,6 Millionen Euro. Dieser Betrag wurde der Stadt in Rechnung gestellt und vom Stadtrat zur Bezahlung freigegeben. Nun hat die Stadtkasse das Geld wieder. Der Antrag auf vollständige Erstattung der Millionenkosten aus Fördertöpfen des Landes zum Wiederaufbau ist von der Bezirksregierung Köln positiv beschieden worden.

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Bei der Bezirksregierung sind nach der Flut bislang 25 Anträge auf vorgezogene Abrechnung von Entsorgungskosten eingegangen. 23 Anträge in Höhe von 35,5 Millionen Euro seien bereits bewilligt, 23,6 Millionen Euro auch schon ausbezahlt worden, teilt die Bezirksregierung mit.

Die Stadt Leichlingen hat knapp 1,1 Millionen Euro erstattet bekommen, in Burscheid belief sich die Summe auf lediglich 4998 Euro. Den größten Anteil hat der schwer getroffene Kreis Euskirchen erhalten: 10,4 Millionen Euro gingen an den Kreis und weitere drei Millionen Euro an die Stadt Euskirchen.