Eine Änderung des Landschaftsplanes soll das Volksfest an der Schusterinsel weiterhin ermöglichen.
Lösung für Kastanienallee greifbarOpladener Bierbörse soll Ausnahmeklausel erhalten

Bierbörsenveranstalter Werner Nolden auf der Kastanienallee in Opladen
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Ein Volksfest im Landschaftsschutzgebiet? In Opladen gibt es das seit vielen Jahren in Form der alljährlichen Bierbörse. Doch sind die naturschutzrechtlichen Bestimmungen in den letzten Jahren verschärft worden, sodass das beliebte und stets sehr gut besuchte Fest in den Wupperwiesen droht, nicht mehr genehmigungsfähig zu sein.
Dies soll nun mit einer vereinfachten Änderung des Landschaftsplanes vermieden werden. Mit einer Ausnahmeklausel, die dem besonderen Schutz der Kastanienallee als ausgewiesenem Naturdenkmal Rechnung trägt. Das Fest auf der Wiese kann dann stattfinden, sofern die Allee bäume besonders vor jedweder Beschädigung geschützt werden.
Wurzeln beschädigt
In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass beim Auf- und Abbau der Feststände Fahrzeuge über die Baumwurzeln fuhren. Dagegen sind nun wirksame Vorkehrungen zu treffen. Die Bierbörse soll dabei ausdrücklich als ein besonderer Ausnahmefall bezeichnet werden, für den die Regelung exklusiv gelten soll.

Dem Feiern im Grünen werden vom Naturschutz auch im Fall der Bierbörse Grenzen gesetzt.
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Wie der Schutz der Bäume am effektivsten gewährleistet werden kann, lässt Bierbörsen-Veranstalter Werner Nolden in einem Gutachten untersuchen, das in Kürze vorliegen soll. Alles soll eng mit der Umweltbehörde abgestimmt sein. „Es geht nicht darum, die Bierbörse kaputtzumachen, sondern darum, dass kein Schaden entsteht“, erläuterte Nicole Hermann vom Fachbereich Umwelt den Bezirksvertretern.
Neue Bäume gepflanzt
Diese überboten sich im Lob für Werner Noldens Engagement in Sachen Allee-Erhalt. Die Bäume seien in den vergangenen Jahren nie ernsthaft beschädigt worden. Im Gegenteil habe Nolden selbst mit der Spende und Anpflanzung neuer Bäume für den Fortbestand des Naturdenkmals gesorgt. Nahezu alle Kastanien in der Allee längs der Wupper seien erkrankt und würden dank seiner Initiative schon nach und nach durch stabilere Linden ersetzt. Dies sei vorbildlich, lobten Markus Pott (Opladen plus) und Ulrich Liebetrau (SPD) in der Sitzung.
Bei der Bierbörse handele es sich mittlerweile um fest etabliertes Brauchtum, das es zu erhalten gelte, betonte Carolin Pötzsch (CDU). Allein Benedikt Rees (Klimaliste) forderte, statt der vereinfachten Änderung des Landschaftsplanes ein förmliches Verfahren einzuleiten, das mit erheblich mehr Aufwand und längerer Dauer verbunden wäre. Das wurde in der Bezirksvertretung einstimmig abgelehnt.
