Leverkusen – Wenn der Rennbaumkreisel in Opladen kommendes Jahr nach einigen Jahren Planungen und Wartezeit neu ausgebaut wird, werden dann die Belange des Hochwasserschutzes ausreichend berücksichtigt sein? Nach dem Starkregen und den Flutschäden im Sommer 2021 sind da zumindest Nachfragen, wenn nicht gar Zweifel berechtigt, meinten die Opladener Stadtteilpolitiker in der Sitzung ihrer Bezirksvertretung.
Schließlich wird unter dem stark befahrenen Kreisverkehr der Wiembach hindurchgeleitet, der sich bei dem Hochwasser rund um die Wupper und ihrer Zuflüsse weit zurückstaute und einen Millionenschaden auch im nahen Naturgut Ophoven verursacht hat.
Das liegt vom Bachlauf her gesehen oberhalb des Kreisels. Sollte der Wasserdurchlass unter dem Kreisverkehr zu eng sein und würde sich deshalb das Wasser davor aufstauen, könnte das Ergebnis bei einem vergleichbaren Unwetter wieder genauso verheerend werden, so die Befürchtung. Doch da sind sich die Experten uneins.

Der Rennbaumkreisel in Opladen soll 2023 neu ausgebaut und vergrößert werden.
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Eigentlich sei der Durchfluss unter dem Kreisel, der nicht als kleiner Kanal, sondern als gar nicht so kleiner Tunnel gebaut ist und unverändert so bleiben soll, ausreichend um das Wasser des Wiembachs durchzuleiten – auch bei einem hundertjährigen Hochwasser. „Wir sind der Meinung, das funktioniert“, gab sich Klaus Timpert, Abteilungsleiter bei den Technischen Betrieben Leverkusen (TBL) zuversichtlich. Man muss natürlich das Umfeld berücksichtigen.
So sei der nahe Durchfluss des Wiembachs unter der Eisenbahnbrücke ein deutlicherer Engpass. Und ob eine Fällung und Umgestaltung der Wiembachallee für Opladen mehr Schutz bieten könne, bleibt mehr als strittig. Wassermassen müssten bei Starkregen eher im oberen Bachverlauf aufgefangen werden, lautet die Gegenmeinung. Die Frage der Fließgeschwindigkeit und der Abfließ-Möglichkeit über die Wupper seien ebenfalls entscheidende Kriterien.
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Mit der Beurteilung des Kreiselumbaus soll sich nun der Arbeitskreis Wiembach befassen, der die Frage Hochwasserschutz mit vielen Beteiligten und umfassend beraten soll. Den aufwendigen Umbau des Kreisverkehrs noch einmal verschieben und den Wiembach-Durchfluss lieber gutachterlich bewerten lassen?
Das wollen die TBL äußerst ungern riskieren. Das Projekt ist genehmigt und finanziert, die Arbeiten sollen in Kürze ausgeschrieben und Aufträge bis Herbst erteilt werden, damit das Projekt 2023 abgeschlossen werden kann.


