Für Leverkusener ist klar: Ihre Stadt ist keine „Vorstadt von Köln“, auch wenn es Probleme gibt.
Umfrage des „Leverkusener Anzeiger“Verkehr ist das Top-Thema der Leverkusener

Leverkusens Großbaustelle: Die neue Brücke der A1
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Im Juni 2026 hat der „Leverkusener Anzeiger“ 630 Leverkusener und Leverkusenerinnen online zu diversen Themen befragt. Die Ergebnisse zeigen klar: Für die Einwohner hat Leverkusen seine eigene Identität, sie wollen nicht, dass ihre Stadt als „Vorstadt von Köln“ gesehen wird. Die größten Kritikpunkte gibt es im Bereich Verkehr – sowohl was die Autobahn und Baustellen betrifft, als auch bei Bus- und Bahnverbindungen und Radwegen. Die Ergebnisse im Überblick.
77 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Leverkusen seine eigene Identität hat, die unabhängig von Köln ist. 73 Prozent der Befragten ist wichtig, dass Leverkusen nicht als „Vorstadt von Köln“ wahrgenommen wird. Sie interessieren sich vor allem für Nachrichten aus Leverkusen (92 Prozent) und dem eigenen Stadtteil (91 Prozent). Nachrichten aus Köln (61 Prozent) und Düsseldorf (26 Prozent) sind von nachgeordnetem Interesse.
59 Prozent der Befragten geben an, dass das Unternehmen Bayer das Leben in Leverkusen wirtschaftlich und kulturell prägt. Allerdings empfindet nur ein Drittel diese Abhängigkeit als positiv.

Baustellen, wie hier an der Berliner Straße, nerven die Leverkusener.
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125 Menschen wünschen sich in Leverkusen vor allem bessere Bus- und Bahnverbindungen. Das ist die am häufigsten genannte Antwort auf die Frage: „Was würde Ihnen Zeit, Aufwand oder Mühe sparen?“ Auch die zweithäufigste Antwort hängt mit Verkehr zusammen: Weniger Staus und Baustellen sowie bessere Ampelschaltungen. Auch bessere Radwege liegen hoch im Kurs, das wünschen sich 78 Befragte.

Fehlende Nahversorgung wird beklagt, in Fettehenne entsteht gerade ein Zentrum, das dem entgegenwirken soll
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97 Menschen beklagen fehlende Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. Auch an Freizeitangeboten und Veranstaltungen (76 Antworten) und Restaurants, Cafés und Ausgehmöglichkeiten (69 Antworten) fehlt es vielen Befragten. Freizeit ist somit der zweite große Schwerpunkt, den die Befragten legen, nach Verkehr.
22 Menschen unter den 491 Antwortenden wünschen sich eine bessere Kita-Versorgung und mehr Familienangebote – ein relativ geringer Wert. Hier zeigt sich, dass die rechnerische Entspannung in der Betreuung auch bei den Familien ankommt.

Fehlende Kinderbetreuung ist kein Topthema mehr unter den Befragten.
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454 Menschen haben auf die Frage geantwortet: „Welches Angebot oder welche Dienstleistung vermissen Sie in Leverkusen?“ Die Top-Antwort: Gastronomie, Bars und Nachtleben (93), gefolgt von Einkaufsmöglichkeiten (71) und Freizeitangeboten im Sport (54). Weiter hinten auf der Liste steht der Wunsch nach mehr Kultur (32) und Angeboten für Jugendliche (25).
100 Befragte haben „Verkehr, Autobahn und Baustellen“ als den Themenkomplex benannt, der sie in Hinblick auf Leverkusen im Moment am meisten beschäftigt. An zweiter Stelle steht die Haushaltslage der Stadt (83), gefolgt von der Sauberkeit (69). Weniger Sorgen machen sich die Menschen um Themen, die die Stadtverwaltung stark beschäftigen: Wohnen (29), Klimaschutz (28) und Migration (22).
