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Nach Köln auch in Bonn, Düsseldorf, Duisburg, Essen und MünsterAlkoholverbot an NRW-Bahnhöfen ausgeweitet

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10.04.2026 Köln. Im Hauptbahnhof gilt jetzt ein Alkoholverbot. Die DB Sicherheit soll es umsetzen. Foto: Alexander Schwaiger

Mit Plakaten weist die Bahn in sechs Hauptbahnhöfen in NRW auf das Alkoholverbot hin. Die Kontrollen sollen verschärft werden. Foto: Alexander Schwaiger

Mit einem Bahncard-Sonderangebot will die Deutsche Bahn den Nutzern des Deutschlandtickets den Umstieg auf den Fernverkehr schmackhaft machen.

Die Deutsche Bahn hat an weiteren großen Bahnhöfen in NRW ein Alkoholverbot verhängt. Seit Montag ist auch es auch in den Hauptbahnhöfen von Bonn, Düsseldorf, Duisburg, Essen und Münster nicht mehr erlaubt, Alkohol zu trinken oder alkoholische Getränke mitzubringen, um sie im Bahnhof zu konsumieren.

Im Kölner Hauptbahnhof gilt das Verbot schon seit Anfang April und soll von den DB-Sicherheitskräften und Zusammenarbeit mit der Bundespolizei überwacht werden. Wie in Köln auch praktiziert, soll das Verbot an den anderen Bahnhöfen zunächst durch verstärkte Kontrollen „mit Augenmaß“ durchgesetzt werden, sagte ein Bahnsprecher.

Zunächst informieren Mitarbeitende der DB über die geänderte Hausordnung, zudem wird mit Durchsagen und Aushängen in den Stationen auf das Verbot hingewiesen. Bei Verstößen kann ein Platzverweis erfolgen, im Wiederholungsfall auch ein Hausverbot ausgesprochen werden. Man reagiere damit auf Rückmeldungen von Reisenden und Bahnhofsbesuchern, die sich ein ruhigeres und sicheres Umfeld wünschen.

Das Verbot umfasst den gesamten Bahnhofsbereich einschließlich aller Zuwege und der Bahnsteige. Erlaubt bleibt das Mitführen alkoholischer Getränke, die beispielsweise aus einem Einkauf stammen und verschlossen nach Hause gebracht werden. Auch in den Restaurants im Bahnhof darf weiterhin Alkohol getrunken werden.

Köln war erst der fünfte große Bahnhof in Deutschland mit Alkoholverbot. Vorreiter sind Nürnberg (seit 2012), München (seit 2018) und Bremen (seit Mai 2025). In Hamburg hatte die Stadt im April 2024 rund um den Bahnhof das Trinken von Alkohol untersagt, dem hatte sich die Bahn angeschlossen. Die Anzahl an Konflikten sei merklich zurückgegangen, auch müsse nicht mehr so oft gereinigt werden. In Niedersachsen darf bereits seit 2018 in allen Zügen der DB Regio kein Alkohol mehr getrunken werden – ebenfalls mit positiven Effekten.

Vergünstigte Probe-Bahncard 25 für D-Ticket-Nutzer

Nach Angaben der DB Regio hat die Zahl der Fahrgäste, die mit dem Deutschlandticket unterwegs sind, im April deutlich zugenommen. Sie stieg um zehn Prozent auf rund zwölf Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Das sei auch eine Reaktion auf die gestiegenen Mobilitätskosten als Folge des Irankrieges, sagte Harmen van Zijderveld, Chef des Regionalverkehrs bei der DB. Besonders stark falle der Zuwachs mit 700.000 Fahrgästen in den Metropolregionen aus. Das gilt auch für den Großraum Köln/Düsseldorf. Auch im Freizeitverkehr an den Wochenenden wird das Deutschlandticket stark nachgefragt. Mit dem Ticketkönnen für 63 Euro pro Monat bundesweit alle Regionalzüge und S-Bahnen genutzt werden können.

Die Bahn will das Umsteigen vom Auto auf den Zug weiter fördern und führt deshalb über den Sommer ein neues Angebot ein. Wer sich für ein Deutschlandticket der DB entscheidet, kann ab sofort für 5,99 Euro eine Probe-Bahncard 25 (2. Klasse) kaufen und damit auch den Fernverkehr vergünstigt nutzen. Sie gilt für drei Monate und verlängert sich automatisch um mindestens ein Jahr, wenn sie nicht vier Wochen vor Ablauf der Probephase gekündigt wird. Im Gegensatz zum D-Ticket, das immer einen Kalendermonat lang gilt, kann sie bis zum 31. August gebucht werden. Der jeweilige Buchungstag zählt dann als erster Geltungstag.

Wer mit dem D-Ticket eines anderen Anbieters zum Beispiel von den Kölner Verkehrs-Betrieben oder go.Rheinland fährt, kann die vergünstige Probe-Bahncard nur bekommen, wenn das bestehende D-Ticket-Abo zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt und zum Juli das D-Ticket bei der DB abgeschlossen wird.

Mit der Aktion will die Bahn offenbar die im vergangenen Jahr rückläufigen Fahrgastzahlen im Fernverkehr abfedern. Nach Angaben des Vorstands für den Personenverkehr, Michael Peterson, sind rund 15 Millionen Kunden durch das günstige D-Ticket vom Fernverkehr auf den Regionalverkehr umgestiegen.