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Bergneustädter AutorinAuf portugiesische Jahre folgen holländische Tulpen

2 min
Die Autorin Kerstin Lange.

Im neuen Buch schreibt Kerstin Lange über den Krieg.

Kerstin Lange, Autorin mit Wurzeln in Bergneustadt, veröffentlicht Anfang September ihren neuen Roman.

Zwei Romane lang entführte die in Bergneustadt geborene und aufgewachsene Düsseldorfer Autorin Kerstin Lange ihre Leserschaft in südliche Gefilde. Nun hat sie die Reihe „Portugiesische Schicksalsjahre“ beendet. Ihr neues Buch, der Titel „Der Himmel über dem Tulpenfeld“ lässt es erahnen, spielt in Holland.

Im Rückblick sagt Kerstin Lange: „Es gab sehr schöne Lesungen, die mir in Erinnerung bleiben werden, denn alle Termine fanden bei bestem südeuropäischem Wetter statt.“ Ihr erster Portugal-Roman, „Die Sehnsucht, die bleibt“, thematisierte das Schicksal der Caritaskinder, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Portugal im Rahmen eines Austauschs verschickt wurden. Dazu sagt sie: „Ein Highlight wartet noch im September auf mich. Ich bin zu Gast bei den österreichischen Caritaskindern, die sich immer noch in Wien treffen. Mit Freunden einer Freundin, deren Erinnerungen mich zum Buch inspiriert hatten, stehe ich in Kontakt. Nun lernen wir uns persönlich kennen. Ich denke, das wird aufregend und großartig.“

„Der Himmel über dem Tulpenfeld“

Der neue Roman „Der Himmel über dem Tulpenfeld“ erscheint am 8. September als Taschenbuch im Verlag Tinte & Feder (11,99 Euro), zudem als E-Book und Hörbuch, von der Autorin selbst eingesprochen.

Ort ist Holland, das Jahr 1940. Familie de Boer bewirtschaftet seit Generationen einen Tulpenhof. Ihr ganzer Stolz ist die Sorte „Kaiserblut“. Als deutsche Soldaten den Hof besetzen, zerbricht die Welt der 24-jährigen Femke. Ihr Bruder kollaboriert mit den Besatzern, beide Eltern sind krank. Femke kämpft um den Hof, um die kostbaren Zwiebeln und um ihre Liebe zu Arif, einem indonesischen Studenten.

„Während der Recherche zu diesem Buch habe ich viel über Tulpen, ihre Geschichte und die Arbeit, die mit der Zucht verbunden ist, gelernt“, sagt Lange. „Wer glaubt, nur im Frühjahr ist Tulpenzeit, hat sich geirrt.“ Das ganze Jahr stehe im Zeichen der Tulpen. „Im Herbst werden die Zwiebeln in die Erde gesetzt, damit sie im Frühjahr blühen können, denn sie brauchen die kalten Temperaturen des Bodens. Aber der Winter 1939/1940 war zu lange sehr kalt – und die Zeiten blieben erst einmal düster.“Letztlich setzt sich die Hoffnung durch. Auch welche Weise verrät die Autorin allerdings nicht.