Am 29. Januar gingein 31-jähriger Angeklagter den Beamten ins Netz und sitzt seither in U-Haft. Die Polizei hatte Drogen und Geld sichergestellt.
Prozess in KölnVier Männer aus Oberberg sind wegen Dogenhandels angeklagt

Ein Gummersbacher steht aktuell vor dem Kölöner Landgericht.
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Die Schulden wegen Geldstrafen drückten ebenso, wie die Unterhaltskosten für sein Kind. Und so kam ein 31-Jähriger Gummersbacher Anfang Januar 2026 auf die Idee, das Problem mit einem Drogenverkaufs-Service per Auto zu lösen. Nach einer ersten Kontrolle durch die Polizei am 27. Januar hegte die auch gleich einen Verdacht und observierte ihn.
Am 29. Januar ging er den Beamten dann ins Netz und sitzt seither in U-Haft – nachdem er erst Ende 2025 wieder aus dem Gefängnis entlassen worden war. Eine Kripobeamtin sagte am Mittwoch im Zeugenstand aus, dass Kollegen zwei Drogengeschäfte aus dem Auto heraus beobachtet hätten. Anschließend habe man den 31-Jährigen kontrolliert. Laut Anklage wurden 44 Gramm Cannabis und 6,4 Gramm Kokain sichergestellt. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung seien 14,4 Gramm Kokain sichergestellt worden.
Der 31-Jährige steht mit drei mutmaßlichen Komplizen vor Gericht
Seit Dienstag steht der 31-Jährige mit drei mutmaßlichen Komplizen vor dem Kölner Landgericht. Der Vorwurf gegen den Gummersbacher und einen Marienheider (35) lauten auf bandenmäßigen Handel mit Cannabis und Kokain. Der 35-Jährige soll Cannabis und Kokain für den 31-Jährigen gelagert haben. Einem weiteren Mann (28) aus Gummersbach sowie einen 24 Jahre alten Bergneustädter wird Beihilfe zum bandenmäßigen Drogenhandel vorgeworfen. Sie sollen vor allem als Fahrer für den 31-Jährigen tätig gewesen sein, der keine Fahrerlaubnis besaß, und ihn mit einem eigens gemieteten BMW X1 zu seinen Kunden nach in Bergneustadt und Gummersbach gefahren haben.
Der 31-Jährige räumte den Handel mit Cannabis ein, bestritt aber Kokain verkauft zu haben. Die 6,4 Gramm Kokain, seien für den Eigenbedarf bestimmt gewesen. Auch der 35-Jährige bestritt mit Drogen gehandelt zu haben und den Stoff für den 31-Jährigen gebunkert zu haben. Sein Kokain sei ebenfalls für den Eigenbedarf gewesen. Die bei ihm sichergestellten rund 7200 Euro hätten ebenfalls nichts mit Drogengeschäften zu tun.
Der 24-jährige Fahrer erklärte, er habe nicht gewusst, aber doch geahnt, dass der 31-Jährige mit Drogen handle. 80 Euro am Tag und einen BMW fahren zu dürfen, sei Anreiz genug gewesen, als Fahrer tätig zu sein. Der 28 Jahre alte Angeklagte schweigt bislang hingegen. Der Prozess wird fortgesetzt. (bks)
