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Ein Herz für HühnerNeue LVR-Museumschefin vorgestellt

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Auf gute Zusammenarbeit freuen sich (v.l.): LVR-Kulturdezernentin Corinna Franz, Sandra Badelt, die neue Leiterin des LVR-Freilichtmuseums Lindlar, und Hermann-Josef Tebroke, Vorsitzender des Fördervereins des LVR-Freilichtmuseums Lindlar.

Auf gute Zusammenarbeit freuen sich (v.l.): LVR-Kulturdezernentin Corinna Franz, Sandra Badelt, die neue Leiterin des LVR-Freilichtmuseums Lindlar, und Hermann-Josef Tebroke, Vorsitzender des Fördervereins des LVR-Freilichtmuseums Lindlar.

In feierlichem Rahmen ist Sandra Badelt, die neuen Leiterin des LVR-Freilichtmuseums Lindlar, in ihr Amt eingeführt worden.

In der Zehntscheune im LVR-Freilichtmuseum in Lindlar ist es knackig heiß an diesem Nachmittag. Dennoch sind viele Menschen gekommen, um Sandra Badelt, die neue Leiterin des Museums feierlich ins Amt einzuführen. Die Aufgabe hat sie am 1. Juni als Nachfolgerin von Michael Kamp übernommen, der das Museum stolze 22 Jahre lang geleitet hat. Ein Duo an Kontrabass und Gitarre sorgte für die passende Einstimmung, ehe LVR-Kulturdezernentin Corinna Franz die Veranstaltung eröffnete.In der Zehntscheune im LVR-Freilichtmuseum in Lindlar ist es knackig heiß an diesem Nachmittag. Dennoch sind viele Menschen gekommen, um Sandra Badelt, die neue Leiterin des Museums feierlich ins Amt einzuführen. Die Aufgabe hat sie am 1. Juni als Nachfolgerin von Michael Kamp übernommen, der das Museum 22 Jahre lang geleitet hat. Ein Duo an Kontrabass und Gitarre sorgte für die passende Einstimmung, ehe LVR-Kulturdezernentin Corinna Franz die Veranstaltung eröffnete.

Sie begrüßte Sandra Badelt und ihre Familie – „in Ihrem Haus“, wie sie an die neue Museumsleiterin gerichtet sagte. Mit der Aufnahme ihrer Tätigkeit bringe sie gleich in doppelter Hinsicht den Sommer ins Museum – kalendarisch wie meteorologisch. Natur sei zudem ein gutes Stichwort, denn die sei immerhin ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Freilichtmuseums. „Und der LVR weiß, was er an diesem Museum in Lindlar hat – keinem anderen Haus fällt es so leicht, ein Museum für alle zu sein“, sagt sie.

LVR-Museum ist eine feste Größe in der Museumslandschaft

Sandra Badelt sei vom Landschaftsverband das Vertrauen ausgesprochen worden, eine Einrichtung zu führen, die in den vergangenen über 20 Jahren „zur festen Größe in der Museumslandschaft“ geworden sei. In den 1980er Jahren sei das Museum gegründet worden, um den Menschen in der Region das ursprüngliche Leben auf dem Land wieder näherzubringen. Es gebe über 40 Gebäude, in denen das deutlich gemacht und damit auch der Zusammenhang zu heutigen Themen aufgezeigt wird. Auch der Schwerpunkt auf ökologische Themen sei schon von Anbeginn an ein sehr bedeutendes Anliegen gewesen des Freilichtmuseums gewesen. Franz hob die vielfältige Unterstützung und das große Engagement aller Beteiligten aus Politik und Gesellschaft hervor und lobte den Förderverein und dessen große Bereitschaft, das Museum voranzubringen.

Badelt ist Jahrgang 1973 und stammt aus Essen. Nach dem Studium der Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum war sie unter anderem Ausstellungsleiterin am Düsseldorfer Kunstpalast. Die vergangenen sieben Jahre lang war Badelt Mitglied im Direktorium des Deutschen Bergbau-Museums Bochum.

Schon viel Erfahrung in der Museumsarbeit

„Es gibt wohl kaum einen Bereich in der Museumsarbeit, in dem Sie keine Erfahrungen gesammelt haben – zumal in so wichtigen Häusern“, sagte die Kulturdezernentin über die neue Museumschefin. Badelt bringe „alles mit, was es braucht, um das Freilichtmuseum in die Zukunft führen zu können“.

Die Arbeit als Museumsleitung ist kein Sprint, sondern ein Marathon – verbunden mit einem Hindernislauf
Corinna Franz, LVR-Kulturdezernentin

Die LVR-Kulturdezernentin Franz verglich den Wandels des Bergischen Landes von der bäuerlich geprägten zur industriellen Kulturlandschaft mit der Transformation des Ruhrgebiets. Diese Umwälzung könne man in Lindlar nachvollziehen. „Geschichte wird hier im Museum durch Räume, Gerüche und Erfahrungen erzählt, nicht durch Ausstellungsstücke in Vitrinen“, sagt sie. Ziel aller LVR-Freilichtmuseen sei es, die Begeisterung für diese Vergangenheit auf die Besucher überspringen zu lassen.

„Das ist Ihnen bekannt – und Sie haben sich dazu entschlossen, diese Herausforderung anzugehen“, sagt Franz zu Badelt. „Die Arbeit als Museumsleitung ist kein Sprint, sondern ein Marathon – verbunden mit einem Hindernislauf.“, Kultur lebe von der kreativen Kraft, und dieses Potenzial sehe die neue Leiterin – gerade auch im Zeichen enger finanzieller Spielräume.

Corinna Franz äußerte die Hoffnung, dass mit diesem Wechsel die Saat für eine gelungene Zukunft des Lindlarer LVR-Museums gelegt ist. Sie gab der neuen Leiterin ein kleines Woll-Huhn als Glücksbringer mit auf den Weg. Das stammt aus einer Werkstatt eines anderen LVR-Museums – und traf genau den Nerv der neuen Museumschefin. Sandra Badelt verriet: „Wer mich näher kennt, weiß, wie sehr ich Hühner liebe.“