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Zahlen vorgelegtLindlarer Traditionsfirma S+C verzeichnet einen deutlichen Umsatzeinbruch

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Für die Metallverarbeitung wird viel Energie benötigt.

Für die Metallverarbeitung wird viel Energie benötigt.

Ein Umsatzrückgang von gut 22 Prozent, dazu Stellenabbau im Stammwerk: Das Jahr 2025 war für S+C nicht einfach.

Die wirtschaftliche Situation des Lindlarer Edelstahlspezialisten Schmidt + Clemens (S+C) hatte der geschäftsführende Gesellschafter Jan Schmidt-Krayer dieser Zeitung Ende März erörtert, nun präsentierte er bei der Gesellschafterversammlung die Zahlen.

Das Geschäftsjahr 2025 sei von zahlreichen globalen Herausforderungen geprägt worden. Dazu zählten anhaltende Kriege sowie die fortdauernden Konflikte im Nahen Osten, die weltweit für Unsicherheit sorgen. Zunehmende geopolitische Spannungen und eine weiter verschärfte Zoll- und Handelspolitik der USA hätten den internationalen Warenverkehr und globale Lieferketten unter Druck gesetzt. Dennoch habe S+C noch eine insgesamt gute Auslastung der internationalen Standorte verzeichnen können.

Bilanzsumme ging um vier Millionen Euro zurück

Der Umsatz im vorigen Jahr lag bei rund 366 Millionen Euro und damit rund 22,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Bilanzsumme ging von 335 auf 331 Millionen Euro zurück. Die Eigenkapitalquote beträgt 57,5 Prozent.

Es sei trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ein erfreuliches Finanzergebnis so der Geschäftsführer. „Die seit Jahren geforderte Wende in der Industriepolitik lässt auf sich warten und insbesondere die Entwicklung am Energiemarkt stellt energieintensive Unternehmen wie S+C vor erhebliche Herausforderungen“, so Schmidt-Krayer. Steigende Energieumlagen und Netzentgelte verschärften die Belastung zusätzlich und führten zu einem zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld am Stammsitz in Lindlar.

Am Stammsitz in Lindlar rund 100 Arbeitsplätze abgebaut

Der Auftragsbestand sei im Verlaufe des Jahres 2025 erwartungsgemäß rückläufig gewesen, dabei muss man berücksichtigen, dass 2024 ein Rekordjahr für das Unternehmen war, das zu entsprechenden Aufstockungen geführt hatte. Im vorigen Jahr mussten die Produktionskapazitäten angepasst werden. Bei den Restrukturierungsmaßnahmen wurden am Standort Lindlar 100 Arbeitsplätze abgebaut. Die Entscheidung sei dem Unternehmen sehr schwergefallen. Hintergrund seien die Straffung von Produktionsprozessen, die Abschaffung des Kontischichtmodells sowie weitere Automatisierungsschritte.

Die Maßnahmen seien notwendig, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von S+C zu sichern. „Wir benötigen dringend wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie und verlässliche politische Rahmenbedingungen, damit industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze langfristig in Deutschland gesichert werden können“, betont Schmidt-Krayer.

Eine verlässliche Prognose für 2026 sei angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten schwierig. S+C geht davon aus, dass es weiter in einzelnen Bereichen zu Unterauslastungen kommen kann. Die Entwicklung werde permanent überwacht, um bei Bedarf kurzfristig weitere Maßnahmen einleiten zu können.