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TheaterSkakespeares "Sturm" hat Premiere auf Schloss Homburg

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Das Foto zeigt sieben Personen, die mit der Inszenierung etwas zu tun haben.

Das Projekt wurde in Engelskrichen  vorgestellt von (v.l.) Michael Wittasseck, Heike Bänsch, Susanne Hilger (Rhein-Energie-Stiftung), Nelia Nusch, Meike Utke (Regionales Kulturprogramm für das Bergische Land), Kai Mönnich und Achim Lahr (Engelsart). 

Einn Theaterabend der besonderen Art verspricht das Ensemble "LandBlattGold". "Wir sind der Sturm!" heißt die jüngste Produktion, die jetzt auf Schhloss Homburg  Premiere feiert.

Die Open-Air-Aufführungen der Gruppe sind besonders: Die Inszenierungen beziehen die Wirklichkeit der freien Natur ein und lassen die Zuschauer eine tragende Rolle spielen. So auch im neuesten Stück des oberbergischen Theaterensembles „LandBlattGold“. Nach Goethe und Schiller ist nun Shakespeare dran. Die Schauspieler wollen „Der Sturm“ an mehreren Spielstätten zeigen.

Der erste „Sturm“ scheitert ironischerweise am Wetter. Die für Samstag auf Schloss Homburg angesetzte Premiere wurde wegen der Hitze abgesagt. Mehrere Zuschauer hatten ihre Zusage wegen der vorhergesagten Temperaturen zurückzogen Am Sonntag soll es einige Grad kühler sein, somit wird die zweite Vorstellung zur Premiere. Zudem gibt es einen Ersatztermin am 12. September.

Premiere wird um einen Tag verschoben

Bei einer Pressevorstellung präsentierten die Theatermacher und Förderer der Inszenierung im Alten Baumwolllager in Engelskirchen ihr Projekt. „Wir sind der Sturm!“ ist der Titel der Open-Air-Aufführungen. Kai Mönnich spielt Gonsalo, den ehrbaren Rat des Königs von Neapel, und den Hofnarr Trinculo. Zudem übernimmt er Dramaturgie, Text und Produktion.

„Das Publikum wird auch in unserer neuen Inszenierung wieder fragmentarisch in eine Art von Improvisationstheater eingebettet“, beschreibt Mönnich. Die Zuschauer bekämen Gelegenheit, an historischen Orten im Bergischen sich mitten in die Szenen eines Klassikers der Literatur zu begeben. „Aber nur, wenn der Zuschauer das will, niemand muss mitmachen“, verspricht der Schauspieler. Nur Zuschauen geht auch.

Für jüngere und älterte Zuschauer gedacht

Heike Bänsch, die in der Theateraufführung unter anderem die Rolle des Alonso, König von Neapel, übernimmt und ebenfalls für Text, Produktion und Dramaturgie zuständig ist, sagt: „Bei unserem Stück wollen wir junge wie ältere Theaterfreunde einladen, mit uns auf den Wegen der Inszenierung zu spazieren.“

Wie schon beim „Faust“ und bei den „Räubern “ entscheiden sich die Zuschauer nach einem gemeinsamen Entree für einen Handlungsstrang. Danach erleben sie bei einem Spaziergang die Shakespeare-Geschichte aus der Perspektive einer Figur – aus der Sicht von Ariel, dem Luftwesen, oder von Kaliban, dem Erdwesen. Anhand der beiden Naturkräfte erfährt das Publikum, mit welchen Absichten die Menschen auf die Insel gelangten. Und wie sich die Insel verändert.

Nelia Nusch führt Regie

Weitere Schauspieler sind Paul Thomson (Ferdinand, Sohn des König), Amelie Richter (Miranda, Tochter von Prosporo), Meike Astor (Antonio, unrechtmäßiger König von Mailand), Lea Wagener (Caliban, Sohn der Hexe Sycorax) sowie Philipp Astor (Ariel, ein Luftgeist und Diener Prosporos).

Regie führt die Tänzerin und Choreografin Nelia Nusch. Sie will die jeweiligen Naturkulissen als Kontrast zum künstlichen Theater nutzen und die Schauspieler „auf Augenhöhe mit dem Publikum“ einsetzen, und zwar im Sinne eines „Gefühlstheaters“.

Der Bergisch Gladbacher Fotokünstler Michael Wittassek hat die Kostüme aus Fotopapier gefertigt: „Sie haben eine kafkaeske Käfer-Optik oder eine Fischhaut-Ästhetik und untermalen das Bühnenbild in freier Natur.“ Die musikalische Ebene ist eine Sound-Untermalung, die von Tom Klöwer übernommen wird. Der Sturm kann kommen.


„Wir sind der Sturm!“ dauert etwa 90 Minuten, gefolgt von einer Gesprächsrunde. Premiere ist am Sonntag, 28. Juni, 20 Uhr, auf Schloss Homburg. Dort wird das Stück auch am Samstag, 12. September, gezeigt. Weitere Aufführungen am 3. und 4. Juli, 20 Uhr, am Engel-Museum in Engelskirchen, am 9. und 16. August, 19 Uhr, bei Schloss Eulenbroich in Rösrath sowie am 5. und 6. September, 18 Uhr, im Freilichtmuseum in Lindlar. Bei Regen fallen die Aufführungen aus. Karten kosten 20 Euro, ermäßigt 15 Euro. (ds) www.landblattgold.org