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Zwei AufführungenFreie Theatergruppe Wiehl bringt Stück über KI auf die Bühne

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Das Foto, entstanden bei einer Probe, zeigt drei Darsteller auf der Bühne.

Das mit KI bearbeitete Szenenbild zeigt (von links) Sven Popovici als Betriebsleiter Dr. Rolf Molitor, Antje Urbanczyk als IT-Spezialistin Celine Mercier und Hartmut Westenberger als Kundenberater Tom Neumann.

Der Umgang mit Künstlicher Intelligenz und die Folgen sind Thema eines Theaterstücks, das die Freie Theatergruppe Wiehl jetzt auf die Bühne bringt.

„Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags“, ist Hartmut Westenberger überzeugt. „Sie schreibt Texte, komponiert Musik, beantwortet Fragen und verändert die Arbeitswelt mit einer Geschwindigkeit, die selbst Fachleute überrascht.“ Westenberger muss es wissen, ist er doch Informatik-Professor der TH Köln am Campus Gummersbach und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit neuronalen Netzwerken. Und er ist Hobbyschauspieler bei der Freien Theatergruppe Wiehl.

Dessen neue Inszenierung ist ein 90-minütiges Kammerspiel in zwei Akten. „Minervas Schatten“, stellt genau dieses Thema, das der Künstlichen Intelligenz, in den Mittelpunkt. Auf der Bühne stehen neben Hartmut Westenberger (als Kundenberater Tom Neumann) die Schauspieler Sven Popovici (als Betriebsleiter Dr. Rolf Molitor), Antje Urbanczyk (als IT-Spezialistin Celine Mercier) sowie Darya Zehl (als Ulla) und Ute Mlynczak-Pithan (als Minerva) auf der Bühne.

Von der KI ersetzt

Das vor etwa zwei Jahren entstandene Grundgerüst des Stücks hat die Theatergruppe gemeinschaftlich erarbeitet, jeder skizzierte zu Beginn, welche Art Charakter er gerne darstellen möchte. Auch die Regie ist ein Gemeinschaftsprojekt, Ideen der Darstellenden wurden in der Probenarbeit besprochen, ausprobiert, eingearbeitet oder verworfen.

„Die Rahmenhandlung und den KI-Kontext habe ich schließlich beigesteuert“, berichtet Hartmut Westenberger. Das Theaterstück erzählt von drei Mitarbeitenden eines Unternehmens, die zu einem Personalgespräch erscheinen, da sie wegen KI nicht mehr gebraucht werden. Es entwickelt sich eine Diskussion, die das Für und Wider zum Thema Künstliche Intelligenz auslotet und die Zuschauenden dazu bewegen soll, sich Fragen zu stellen, differenziert weiterzudenken.

Hartmut Westenberger erläutert: „Das Stück zeichnet bewusst kein eindimensionales Bild der KI. Es hinterfragt mit Spannung, Humor und überraschenden Wendungen den – hoffentlich verantwortungsvollen - Umgang der Menschen mit einer Technologie, die sie im Grunde immer weniger verstehen.“

Die Freie Theatergruppe Wiehl arbeitet ohne feste Spielstätte und entwickelt ihre Stücke jeweils projektbezogen. Ein Teil des Ensembles sammelte Erfahrungen im Theaterspiel in der Kulturwerkstatt der Gummersbacher Halle 32 unter der Regie von Gregor Leschig. Über weitere Gastspielorte, aber auch weitere Akteurinnen und Akteure, würde die Gruppe sich freuen.


Die Premiere findet statt am Samstag, 18. Juli, um 19 Uhr auf der Bühne der Kulturkapelle in Bierenbachtal, Freibadstraße, statt. Dias Gastspiel erfolgt auf Einladung des Vereins „Kultur in der Kapelle“. Der Eintritt in Bierenbachtal ist frei, es geht ein Hut herum. Eine Reservierung ist gewünscht unter der E-Mail-Adresse hartmut.westenberger @gmail.com. Eine zweite Aufführung gibt es am Samstag, 3. Oktober, um 19.30 Uhr in Engelskirchen im Alten Baumwolllager, am Engels-Platz 6.