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Räumung im JanuarPolizei fahndet nach Ausschreitungen in Lützerath mit Fotos nach Verdächtigen

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Polizisten und Demonstranten stehen sich bei der Demonstration von Klimaaktivisten am Rande des Braunkohletagebaus bei Lützerath gegenüber.

Bei der Räumung von Lützerath ist es im Januar zu Ausschreitungen gekommen. Nun fahndet die Polizei mit Bildern nach Tatverdächtigen. (Archivbild)

Die Polizei hat Bilder veröffentlicht, die Verdächtige im Zusammenhang mit den Ausschreitungen bei der Räumung in Lützerath zeigen.

Bei der Räumung des Braunkohledorfs Lützerath Mitte Januar ist es zu Ausschreitungen zwischen Klimaschutzaktivisten und -aktivistinnen sowie der Polizei gekommen. Auf Seiten der Polizei heißt es, einzelne Beamte seien bei der Räumung mit Steinen, Molotowcocktails und anderen Gegenständen beworfen worden.

Mehrere hunderte Strafanzeigen seien in Lützerath erfasst worden, unter anderem wegen Körperverletzung oder Widerstand gegen Polizeibeamte, Brandstiftung und Haus- und Landfriedensbruch. Nun fahndet die Polizei öffentlich mit Bildern nach sechs bislang Unbekannten, die verdächtigt werden, bei dem Räumungseinsatz Straftaten begangen zu haben.

Neben Fahndungsbildern von vier Tatverdächtigen, die bereits Ende September veröffentlicht wurden, zeigt die Polizei am Freitag, 6. Oktober, zwei weitere Bilder. Eine weitere Fahndung wurde am Freitag, 10. November, veröffentlicht.

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Im Fahndungsportal der Polizei NRW wird den Tatverdächtigen „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“ vorgeworfen. Die abgebildeten Personen könnten „durch eingesetzte Beamte oder im Rahmen einer Videoauswertung zweifelsfrei als Straftäter festgestellt werden“, heißt es in dem Portal weiter. 

Zwei der zur Fahndung ausgeschriebenen Personen könnten demnach auch „zweifelsfrei als Teilnehmer des schwarzen Blocks festgestellt werden“. Dieser habe im Anschluss der Großdemonstration am 14. Januar versucht, das gesicherte Dorf Lützerath gewaltsam zu erreichen, um die Räumung und den Abriss zu verhindern.

Polizei bittet um Hinweise zu Tatverdächtigen aus Lützerath

Hinweise zur Identität der abgebildeten Personen nimmt die Aachener Polizei unter der Rufnummer 0241-9577-35401 oder außerhalb der Bürozeiten unter der 0241-9577-34210 oder per E-Mail an poststelle.aachen@polizei.nrw.de entgegen.

Im April wurde eine 23 Jahre alte Schweizerin vom Amtsgericht Mönchengladbach zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wird. Sie hatte unter anderem einen Molotowcocktail auf Polizisten geworfen. Die Studentin war bis dahin, die einzige Gewalttäterin, die bei den Einsätzen rund um Lützerath einwandfrei identifiziert werden konnte. (hen)

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