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ImmobilienEvangelische Kirchengemeinde gibt Grundstücke in Gladbach an Gesundheitscampus ab

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Die Gnadenkirche mit gelbem Anstrich und schwarzen Ziegeldächern steht nicht zum Verkauf.

Steht nicht zum Verkauf: die Gnadenkirche.

Der Verkaufsvertrag mit dem Gesundheitscampus Quirlsberg steht bereits. Allerdings hat die Stadt Bergisch Gladbach ein Vorkaufsrecht.

Einige Gebäude und Grundstücke am Quirlsberg gehören voraussichtlich bald dem Gesundheitscampus Quirlsberg – zumindest, wenn die Stadt Bergisch Gladbach sich nicht noch einschaltet.

Der Gesundheitscampus will besagte Immobilien der Evangelischen Kirchengemeinde abkaufen. Nach Angaben des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach (EVK), einer Einrichtung des Gesundheitscampus, haben die beiden Parteien bereits einen Vertrag über den Verkauf dieser abgeschlossen. Konkret handele es sich um das ehemalige Küsterhaus (Quirlsberg 5), das Alte Pfarrhaus (Quirlsberg 2), die Kindertagesstätte Kita Quirl (Quirlsberg 6), die Parkflächen am Friedhof sowie die Gaststätte Quirls (Hauptstraße 264).

Gnadenkirche, „Engel am Dom“ und Pfarrgarten werden nicht verkauft

Endgültig ist der Vertrag, laut dem der Gesundheitscampus die Liegenschaften der Gemeinde übernehme, laut EVK aber nicht. „Die Übernahme der Immobilien steht noch unter dem Vorbehalt des gesetzlichen Vorkaufsrechts der Stadt Bergisch Gladbach“, heißt es in einer Pressemitteilung dazu. Das heißt also: Die Stadt könnte, insofern sie denn wollte, die Grundstücke selbst erwerben – etwa für städtebauliche Zwecke und, um auf die Nutzung der Immobilien Einfluss zu nehmen.

Nicht betroffen von dem Verkauf an den Gesundheitscampus seien die Gnadenkirche, der Gemeindesaal „Engel am Dom“ und der Pfarrgarten, wie das EVK mitteilt. Diese blieben im Besitz der Kirchengemeinde.

Der Betrieb das Gaststätte Quirls soll fortgesetzt werden

Für einige der übernommenen Immobilien gibt es nach Angaben des EVK schon konkrete Pläne. So soll das Gebäude der Kita Quirl künftig vom Gesundheitscampus an die Kirchengemeinde vermietet werden. Diese bleibe dort Trägerin der Kindertagesstätte.

Auch bei der Gaststätte scheint wohl erstmal alles beim Alten zu bleiben. „Das Quirls liegt uns besonders am Herzen“, sagt Sebastian Haeger, Geschäftsführer des Gesundheitscampus. Der Betrieb werde fortgesetzt. „Wir möchten die Gaststätte auch künftig als Anlaufpunkt insbesondere für junge Menschen betreiben.“ Dafür soll es eine Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen und Initiativen geben, die vor Ort kulturelle Angebote veranstalten sollen.

Die Kirchengemeinde freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitscampus

Mit dem Verkauf an ein Unternehmen aus der kirchlichen Familie hat sich die Kirchengemeinde nach Angaben des EVK bewusst gegen einen privaten Investor entschieden. Und damit „für eine wertegebundene Lösung“. Der Gesundheitscampus Quirlsberg ist ein diakonischer Komplexträger mit medizinischen, pflegerischen und sozialen Einrichtungen.

„Als Gesellschafter des EVK Bergisch Gladbach“ nutze die Kirchengemeinde mit dem Verkauf an den Gesundheitscampus „ganz bewusst die Kompetenz und das Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen für die Weiterentwicklung unserer Gemeindearbeit und für das Wirken in die Stadt,“ sagt Pfarrer Carsten Bierei. „Wir freuen uns, mit dem Gesundheitscampus Quirlsberg einen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite zu haben, der die diakonische und soziale Arbeit in den Liegenschaften weiterführen und entwickeln wird.“