Abo

Für den KlimaschutzDas Frank-Stein-Bäumchen soll in Refrath wachsen und gedeihen

3 min
Ein Mann hebt mit dem Spaten Erde für ein junges Bäumchen aus.

Ein Frank-Stein-Bäumchen wird gepflanzt.

Der Bürger- und Heimatverein Refrath widmete einen Feldahorn aus dem 100-Bäume-Programm dem Alt-Bürgermeister. Der griff selbst zum Spaten.

Sein Amt ist vorbei, für seinen Feldahorn hingegen beginnt die Arbeit jetzt. Am Samstagvormittag pflanzte Frank Stein, Gladbachs Bürgermeister a.D., seinen eigenen Klimaschutzbaum im Bürgerpark an der Refrather Steinbreche, der, aktuell fast auf den Zentimeter gleich groß, nun wachsen und gedeihen und vor allem an Steins Engagement für die Stadt Bergisch Gladbach erinnern soll.

„Für mich gab es eigentlich gar keine Überlegung, wem wir den Baum widmen“, machte Winfried Krux, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins Refrath, deutlich. Der Verein hatte sich vorab bei der Stadt um einen der 100 Klimaschutzbäume beworben. Auflage war es, dem Baum einen Namen zu geben und ihn im eigenen Stadtteil zu pflanzen. „Das ist er, der Frank-Stein-Baum“, stellte Krux den Anwesenden und vor allem dem ehemaligen Bürgermeister den rund 1,85 Meter hohen Feldahorn-Setzling vor.

Bürgernah und widerstandsfähig

„Aber passt er überhaupt zu dir, Frank? Da musste ich mich erst einmal schlau machen“, steigerte Krux die Spannung. „Er ist widerstandsfähig, verträgt viel Wasser, aber kommt auch mit wenig zurecht, wirkt empathisch durch sein schönes Blätterwerk. Passt“, befand er und gab Anekdoten, die er während der Amtszeit Steins mit ihm erlebt hat, zum Besten.

Zwei Männer pflanzen einen Baum.

Frank Stein und Winfried Krux bei der Teamarbeit im Bürgerpark an der Steinbreche

„Bei unserer ersten Begegnung, da warst du noch gar nicht im Amt, hast du meinen Sohn kennengelernt und ihn nach seinem Namen gefragt: 'Wenn du der Oliver bist, dann bin ich der Frank - für euch alle', war deine Antwort. Und dabei ist es geblieben, mit dir habe ich viel Bürgernähe erlebt“, hatte der Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins nur positive Erinnerungen an Steins Wirken.

Neue Perspektive für den Alt-Bürgermeister

„Wir stehen hier unter blauem Himmel an einem geschichtsträchtigen Ort. Hier ist schon viel bewegt worden und auch heute wird viel bewegt werden“, so Brigitta Opiela als aktuelle stellvertretende Bürgermeisterin. „Ich könnte mir vorstellen, dass der Frank-Stein-Baum nur der Anfang ist“, fuhr sie fort und der Gedanke, künftig weitere Bäume zu Ehren engagierter Gladbacher und im Sinne des Klimaschutzes zu pflanzen, erweckte zustimmendes Nicken in der Runde.

„Ich habe als Bürgermeister viele Ehrungen durchgeführt, aus dieser Perspektive bin ich es gar nicht gewohnt. Aber ich habe immer zu meinen Kollegen in der Verwaltung gesagt: 'Wenn ich euch lobe, dann nehmt es an' - und das tue ich heute“, gab sich Stein bescheiden und gleichzeitig gerührt. „Erst in den letzten Monaten, seit ich aus dem Amt bin, ist mir bewusst geworden, wie wichtig mir die Menschen der Stadt geworden sind.

„Tolle Erfahrungen und Begegnungen im Amt“

Ich hatte Zeit, Gefühle auf mich wirken zu lassen, wie viele tolle Erfahrungen und Begegnungen ich gesammelt habe und das macht mich glücklich“, gestand er, bevor er den Spaten in die Hand nahm und ein Loch für den Feldahorn, der einmal 18 Meter hoch sein wird, in die Erde einzusetzen. „Schön, einmal andere arbeiten zu sehen“, scherzten die Anwesenden, von denen sich der Bürgermeister a.D. aber nicht aus der Ruhe bringen ließ und den Setzling gewissenhaft goss.

„Ich bin jetzt im Ruhestand. Umso schöner ist es, dass sich noch Dinge ergeben. Ich war völlig überrascht von der Idee der Refrather mit dem Baum. Das hätte ich nie gedacht, dass mal ein Baum nach mir benannt wird. Das ist cool,“, zeigte Stein sich überwältigt und stolz zugleich. „Und weil ich jetzt nicht mehr in der ersten Reihe stehe, kann ich sogar mit rustikaler Kluft auftreten“, zwinkerte er im Biker-Outfit.