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MountainbikeRhein-Berg prüft legale Mountainbike-Strecken im Wald

Wald und Holz NRW und der Kreis prüfen, ob sich Mountainbiker auf eigene Strecken lenken lassen. Standorte und Zeitplan sind noch völlig offen.

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Mountainbiker.

Mountainbiker auf schmalen Waldwegen, Wanderer und Spaziergänger auf denselben Pfaden: Wo immer mehr Menschen den Wald zur Freizeitgestaltung nutzen, bleiben Konflikte nicht aus. Im Rheinisch-Bergischen Kreis wird deshalb darüber nachgedacht, Mountainbiker gezielter auf legale Strecken zu lenken. Das wurde jetzt im Ausschuss für Klimawandelanpassung, Umwelt und Kreisentwicklung deutlich.

Streit um Regeln und ihre Kontrolle

Den Anstoß gab Rainer Röhr (VWG), der den zunehmenden Konflikt zwischen Radfahrern und Fußgängern ansprach. Vor dem Hintergrund der Diskussion um Änderungen des nordrhein-westfälischen Waldgesetzes wollte er von den Fachleuten wissen, wie Regeln für Radfahrer überhaupt kontrolliert werden könnten.

Jörn Hevendehl, Leiter des Regionalforstamts Bergisches Land, sowie die beiden im Kreis eingesetzten Ranger Andreas Fischer und Robin Schulte hatten zuvor ihre Arbeit vorgestellt. Fischer machte deutlich, dass selbst schärfere Vorschriften wenig nützten, wenn niemand deren Einhaltung vor Ort begleiten könne. Entscheidend sei deshalb Präsenz in der Fläche.

Dabei gehe es den Rangern nicht darum, eine Gruppe von Erholungssuchenden zum Problem zu erklären. Wanderer, Spaziergänger, Hundebesitzer oder Mountainbiker hätten jeweils berechtigte Interessen. Aufgabe sei es, Verständnis füreinander zu schaffen und Konflikte möglichst früh zu entschärfen. Vorschriften allein könnten das kaum leisten. Schließlich habe die Erholungsnutzung der Wälder insgesamt deutlich zugenommen. Damit träfen dort heute häufiger ganz unterschiedliche Interessen aufeinander.

Legale Angebote für Mountainbiker im Gespräch

Interessant ist deshalb ein Ansatz, den Schulte im Ausschuss schilderte: Wald und Holz sowie der Rheinisch-Bergische Kreis prüften, ob für Mountainbiker legale Möglichkeiten geschaffen werden könnten. Damit ließe sich die Nutzung an geeigneten Stellen bündeln und der Druck auf andere Waldwege oder besonders sensible Bereiche verringern.

Wie konkret diese Überlegungen bereits sind, blieb im Ausschuss allerdings offen. Weder mögliche Standorte noch Streckenverläufe oder ein Zeitplan wurden genannt. Auch ist bislang nicht entschieden, ob und wo solche Angebote tatsächlich entstehen.

Dass eine gezielte Besucherlenkung funktionieren kann, erleben die Ranger bereits in Naturschutzgebieten. Dort werden Wege verlegt oder sensible Bereiche gesperrt, um Tiere und Pflanzen zu schützen. Nicht immer stößt das zunächst auf Verständnis. Umso wichtiger sei es, vor Ort zu erklären, warum bestimmte Wege nicht genutzt werden sollen. Bei Mountainbike-Strecken wäre das Prinzip umgekehrt: Statt nur zu sagen, wo Radler nicht fahren sollen, könnte ihnen gezeigt werden, wo Platz für ihren Sport ist. (wg)