Die Kürtener Wirtschaftsförderung wird den Dialog mit den Unternehmen verstärken.
DialogKürten sucht das Gespräch mit den Unternehmern

Eröffnung des Gewerbeparks in Hungenbach im Januar 2025
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Zahlreiche Kommunen haben ihre verkaufsoffenen Sonntage als Teil des Wirtschaftsmarketings. Das ist in Kürten anders, hier gibt es seit vielen Jahren keinen verkaufsoffenen Sonntag. „Die Situation ist tatsächlich schwierig“, sagt auf Nachfrage Nadine Hasberg, gemeinsam mit Justina Jeziorek und Eva Lefévre für die Wirtschaftsförderung in Kürten verantwortlich.
Seit dem Ausscheiden der Einzelkämpferin Anita Waier-Breidenbach hatte Bürgermeister Willi Heider das Thema Wirtschaft breiter aufgestellt im Rathaus. Nachfolger Mario Bredow übernahm die Linie. Wirtschaft ist eines der wichtigsten Themen des Bürgermeisters. Ein Unternehmerdialog steht Mitte Juni an, ihn organisiert Justina Jeziorek.
Vorbereitungen laufen
Dazu werden aktuell alle Selbstständigen und Unternehmen im Gemeindegebiet angeschrieben. Es gehe darum, aktuelle Herausforderungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsthemen zu erörtern, sagt die Wirtschaftsförderin. Noch laufen die Vorbereitungen: Über einen Link können interessierte Unternehmen eine Terminabstimmung vornehmen, die Kommune regt Vormittags- oder Nachmittagstermine am 17. und 18. Juni an. Den Firmen soll es so einfach wie möglich mit der Teilnahme gemacht werden.
Bis Anfang Juni laufen Rückmeldungen, der Termin mit der höchsten Teilnehmerzahl wird ausgewählt. Als Ansprechpartner wird auch Bürgermeister Bredow an den Beratungen teilnehmen. Die drei Wirtschaftsförderinnen hoffen auf eine große Resonanz ihres Angebots. Bislang sehe es vielversprechend aus, heißt es derzeit. Wichtig sei es, ein offenes Ohr für die Anliegen der Unternehmen zu haben.
Schwierige Bedingungen
Die Rahmenbedingungen für Firmen seien zunehmend schwierig, die weltpolitische Lage mit ihren zahlreichen Krisen komme dazu. Auch Fragen der Unternehmensperspektiven könnten an diesem Nachmittag eine Rolle spielen, die Kommune möchte Abwanderungsgedanken entgegentreten. Auch über die vor einiger Zeit eingeführte Einkaufskarte Kü-Card soll beim Treffen gesprochen. Mit der Kü-Card soll es gelingen, den Umsatz in den heimischen Geschäften zu halten.
Schwierige Lage
Zahlreiche Händler machen bereits mit, die Gemeinde hofft auf weitere Unterstützer. Für manches Angebote sei die Struktur der Gemeinde schwierig, erklären die Akteure aus dem Rathaus und richten den Blick auf die verkaufsoffenen Sonntage. Die Vorgaben, die man einhalten müsse, seien sehr streng, sagt Nadina Hasberg. Bei einem Verkaufsoffenen Sonntag im Kernort Kürten müsse es zunächst eine Veranstaltung geben, die den Sonntag dominiere. Und die Geschäfte, die öffnen dürften, müssten sich ausschließlich im Ortskern befinden.
Schon in der nahen Ortslage Broich mit seinem Gewerbegebiet und den zahlreichen Geschäften dort sei es nicht möglich, die Geschäfte öffnen zu dürfen. Einen gemeindeweiten Verkaufsoffnen Sonntag könne es erst recht nicht geben. Vielleicht sei es sinnvoller, einen „Tag des offenen Betriebs“ auszurichten. So etwas könnte dann auch an einem Samstag stattfinden ohne die strengen Regeln des Landes. Auf diese Weise hätten die Unternehmen eine Plattform zur Darstellung und Präsentation, sofern sie sich beteiligen wollten.
Die IG Kürten denke unter anderem in diese Richtung. Dies allerdings ist zunächst noch Zukunftsmusik. Zunächst steigt die Verwaltung in den Unternehmensdialog ein.
