Auch in der Gemeinde Kürten ist der gedruckte Abfuhrkalender beliebt gewesen. Seit der zuständige Bergische Abfallwirtschaftsverband BAV überwiegend auf digitale Kalender umgestellt hat, regt sich auch in Kürten Unmut.
In diesem Jahr gab es den Abfuhrkalender erstmals digital, das gedruckte Exemplar für alle, die nicht online unterwegs sind, nur auf Nachfrage. Für 2026 hat sich der Abfallverband entschieden, nebenher weiterhin in kleiner Anzahl eine gedruckte Version des Abfuhrkalenders anzubieten. In Kürten sollen diese Kalender an öffentlichen Stellen zum Mitnehmen ausliegen, dies betrifft ebenfalls Anmeldekarten für die Abfuhr.
Der BAV empfiehlt aber seinen Kunden, sich digital umzuorientieren. Die „abfallapp“ des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands könne dafür einfach auf das Smartphone heruntergeladen werden. Auch im Rathaus von Kürten sollen gedruckte Exemplare des Abfuhrkalenders 2026 ausliegen. Umstritten ist in der Gemeinde auch das Prozedere mit den Verpackungsabfällen. Derzeit werden im Gemeindegebiet ausschließlich Gelbe Säcke akzeptiert.
Vereinbarung gilt bis 2028
In der Politik sind es die „Bürger für Bürger“, die in der Vergangenheit auf eine Wahlmöglichkeit gedrängt hatten. Für die kommenden drei Jahre sieht die Abstimmungsvereinbarung mit den Dualen Systemen über die Entsorgung von Verpackungsabfällen die Gelben Säcke für Kürten vor, dieser Vertrag läuft über die Jahre 2026, 2027 und 2028. Frühestens 2029 wäre damit eine Änderung möglich, vorausgesetzt, dass die Dualen Systeme zustimmen.
Zuletzt hatten sich die „Dualen“ gegen die Einführung Gelber Tonnen gesträubt. Damit werde es den Kürtenern leicht gemacht, auch Restmüll über die Gelben Tonnen zu entsorgen. Aus Sicht der Dualen Systeme ist das Kürtener System des Wiegens beim Restmüll dafür anfällig, dass Bürger auch Restmüll in die Gelbe Tonnen geben. Mit den Gelben Säcken gebe es diese Problematik nicht.
Auch die Gebührenkalkulation für das Jahr 2026 hat der Abfallwirtschaftsverband vorgelegt. Im Großen und Ganzen bleiben die Gebühren stabil. Beim Hausmüll/Restmüll gibt es eine Steigerung um zwei Cent pro Kilogramm, die Gebühr klettert von 47 auf 49 Cent. Bei den Bioabfällen verändert sich die Gebühr von 29 auf 30 Cent je Kilogramm. Eine leichte Steigerung gibt es auch bei der Grundgebühr je Einwohner. Sie steigt von 27,90 Euro auf 29,22 Euro.
Für einen Vier-Personen-Haushalt macht dies im Mittel eine Kostensteigerung um etwa 14 Euro im Jahr (von 342 auf 356 Euro), für einen Ein-Personen-Haushalt von vier Euro (von 94 auf 98 Euro). Laut BAV ergab sich 2024 eine Menge von 1816 Tonnen Restmüll, 853 Tonnen Sperrmüll sowie 56 Tonnen bei „wildem Müll“ und Papierkörben.


